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"Echt Wienerisch"

Am 3. November sollte unsere liebe Trude Mally beim Prilisauer vor den TV-Kameras von BIGGY-TiVi auftreten. "Doch erstens kommt es anders …
     

vorne (v.l.n.r.): Erich Loibner (Regisseur von BIGGY-TiVi), Herbert Bäuml, Rudi Koschelu, Martin Pleban (BIGGY-TiVi); hinten: Richard Licik, Brigitte "Biggy" Tovornik (Namensgeberin und Produktionsleiterin von BIGGY-TiVi), Hedy Slunecko-Kaderka (gute Seele des Wienerliedes) und Siegi Preisz

     
… und zweitens, als man denkt": Alles war für die Fernsehaufnahmen für "Echt Wienerisch" im Stammlokal der sangesfreudigen Runde "Trude und Freunde" vorbereitet. Es galt, den letzten, sogenannten "Außendreh" für die 5. Staffel "in den Kasten zu bekommen". Doch zu aller Bedauern erkrankte Trude Mally kurz vorher und so hieß es: Improvisieren.

Spontan stellten sich – was wegen anderer Auftrittstermine nicht selbstverständlich ist – Herbert Bäuml (Akkordeon) und Rudi Koschelu (Kontragitarre) zur Verfügung, zwei vielbeschäftigte, allseits bekannte und gefragte Profimusiker. Als Sänger konnten Siegi Preisz und Richard Licik gewonnen werden.


Richard Licik


Siegi Preisz


Richard Licik ist ein "Alter Hase" und "G'standener Verfechter" der uralten Wienerlied-Tradition. Er gehört daher selbstverständlich zum Kern von "Trude und Freunde". Licik ist 1934 in Ottakring geboren, gelernter Klavierbauer und war später gemeinsam mit seiner Gattin Gasthausbesitzer im traditionsreichen Liebhartstal in Ottakring. Dort lernte er bei den regelmäßigen von Dienstag bis Samstag stattfindenden Wienerliedabenden (von so etwas kann man heute nur träumen) Trude Mally und Karl Nagl kennen, verliebte sich in das Wienerlied, lernte, übte und war – dank seiner wunderbaren Naturstimme – bald ein Fixpunkt dieser Abende. Bis heute ist er mit Begeisterung und aus ganzem Herzen dabei.

Siegi Preisz ist geborener Simmeringer, Jahrgang 1934, und gehört schon seit langem zur Wienerlied-Szene. Schon in der Schule sprach er gerne in Versen, parodierte Sänger und Komiker und durfte bei der Abschluß-Aufführung seiner "Schullaufbahn" bei Nestroy's "Schlimmen Buben in der Schule" mitwirken. Sein erlernter Beruf ist Leder-Galanterist, doch nebenbei trieb es ihn immer wieder zur Musik und zum Theater. Er nahm an Schlagerwettbewerben teil, hatte Auftritte bei der Löwinger-Bühne, wirkte bei Fernseh-Werbespots mit, begann eigene Texte zu schreiben und kam dadurch zum Rubato-Musikverlag, welcher damals noch von Gretl Rubesch geführt wurde. Sie hatte ein großes Herz für alle Nachwuchskünstler und immer eine offene Tür, ein offenes Ohr, Ideen für Starthilfen, textete und sang selbst und war ein wunderbarer Mensch, dem wir gerne gedenken.

Doch zurück zu Siegi Preisz: Von seinem erlernten Beruf wechselte zur er Post, der er bis zu seiner Penisonierung treu blieb, er besuchte immer wieder Wienerlied- veranstaltungen, "durfte" damals da und dort mitsingen. Heute gehört er dazu, kann auf vier Jahre Zusammenarbeit mit dem Lothar Steup-Trio bei den Veranstaltungen "Wienerisch am Abend" zurückblicken, hatte und hat Auftritte mit eigenen Liedern mit den Malat-Schrammeln, Prof. Leopold Großmann, den Wienerlied- Vereinigungen, regelmäßig bei den Wienerlied-Abenden im Böhmischen Prater/Tivoli-Center mit dem Duo Schmitzberger und 1985 entstand seine erste LP. Vor kurzem brachte er seine erste CD mit dem Titel "Seh'n s' das is Weanerisch" heraus.
   

HSK

Brigitte "Biggy" Tovornik und Erich Loibner

Fotos: daswienerlied.at

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erstellt am 10. 11. 05 © http://www.daswienerlied.at