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| kreuz und quer Der Herrgott und das Wienerlied Die Theologie des Wienerlieds ist eine fröhliche Wissenschaft; und so nähert sich auch der filmische Essay „Der Herrgott und das Wienerlied“ von Wolfgang Beyer mit viel Humor und skurrilen Bildern seinem Thema – zu sehen in „kreuz und quer“, präsentiert von Doris Appel, am Dienstag, dem 26. August, um 22.30 Uhr in ORF 2. "Der Herrgott und das Wienerlied" – Ein filmischer Essay von Wolfgang Beyer Engel, die „auf Urlaub nach Wean“ kommen; das Paradies als transzendenter Großheuriger, in dem der Ziehrer aufspielt; ein „Himmevoda“, der als „echter Kavalier“ über ein „Absteigquartier“ in Heurigennähe verfügt; und selbst Adam und Eva ziehen – gleich nach dem Sündenfall – direkt nach Wien, in die Praterstraße: Das Wienerlied ist reich an religiösen Inhalten und eigenwilligen Bibelinterpretationen. Nicht zufällig spricht der katholische Theologe Prof. Paul Michael Zulehner von einer „Theologie des Wienerlieds“, die sogar über eine eigene „Dreifaltigkeit“ verfüge: „Wein, Weib und Gesang“. Dabei wird aber auch Kritik laut an der Kirche und ihrer Lehre, etwa an Sexualfeindlichkeit, Doppelmoral und Zölibat. Den roten Faden im filmischen Essay von Wolfgang Beyer bildet der Schauspieler Karl Ferdinand Kratzl, der nicht nur als Wienerlied-Sänger debütiert, sondern auch in die Rolle des gestrengen Predigers Abraham a Sancta Clara schlüpft. Für die Interpretation klassischer und moderner Wienerlieder sorgt die Crème der heimischen Folklore: Roland Neuwirth und seine Extremschrammeln, Steinberg & Havlicek, der legendäre Schrammelbaron, Heinz Ditsch vom Kollegium Kalksburg, das Duo Hojsa-Emersberger und viele andere. Zu Wort kommen drei Herren, die sowohl von der Theologie als auch vom Wienerlied viel verstehen: die Katholiken Prof. Paul Michael Zulehner und Nikolaus Petko sowie der ehemalige evangelische Superintendent Peter Karner. „Wann da Himmevoda amal obekummt“ erzählt von Volksfrömmigkeit und Sinnenfreude, aber auch vom Versuch der „kleinen Leute“, sich eine oft trostlose Existenz „zurechtzusingen“, auf dass – Zitat Zulehner – aus einem „unpassenden Gott ein uns passender Gott“ werde. |
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erstellt am 25. 08. 08 © http://www.daswienerlied.at |
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