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Schritt für Schritt
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Sonntag, 10. August, einer der heuer wenigen, richtig angenehmen Sommerabende. "Beginn 20:30 Uhr" war auf den Plakaten zu lesen, die – erstmals – zur Publikums-Teilnahme an der Aufzeichnung der zweiter Staffel der TV-Sendung "Echt wienerisch" eingeladen hatte. Es ist für die Produzenten gar nicht so einfach, wie man glauben möchte: ohne Publikum ginge zwar alles einfacher, man hätte wohl auch mehr Platz für die schweren Kameras und die kilometerlangen Kabel. Doch nicht nur der Fernsehzuschauer soll später von der Heurigenstimmung angesteckt werden, auch das Wienerlied selbst kann wohl nicht unter Ausschluß der Öffentlichkeit leben.
Brigitte Tovornik und Ing. Erich Loibner von BIGGI TiVi, die die Sendung produzieren und sich auch um die Finanzierung kümmern, hatten sich also – in Abstimmung mit dem Ehepaar Julia und Walter Heider – entschlossen, für diese Aufzeichnung Eintrittskarten zu verkaufen und damit zu den doch recht hohen Produktionskosten zu unterstützen. 10 Euro sollte die Karte kosten, man wollte einfach sehen, "wie sich das entwickeln wird", wie Erich Loibner ein paar Tage vor dem Termin meinte. Das klang dann ein paar Stunden vor der Aufzeichnung schon anders: "Wir sind restlos ausverkauft, das Telefon von Julia Heider läuft heiß und wir mußten schon eine Menge Leute – schweren Herzens – wieder nach Hause schicken", meinte Loibner und verschwand in der Menge, die im großen Hof des Anwesens "Zum alten Pflug" am Khleslplatz auf die ersten Künstler des Wienerliedes warteten.
Die Geschichte des wunderschönen Hauses, das von außen die Geräumigkeit nicht erahnen läßt, kann bis in das Jahr 1800 zurückverfolgt werden. Es war ursprünglich ein Bauernhaus zu dem Äcker, Wiesen und auch Weingärten gehörten. Um 1870 erstand das Gebäude Lorenz Siller, der die Liegenschaft zu einer Meierei ausbaute, und einen Großteil des heutigen 1. Bezirkes mit Milch belieferte. Anno 1892 kaufte der Wiener Tierschutzverein drei Liegenschaften, worin das Haus Khleslplatz 4 enthalten war. 1937 mietete Leopold Pflug "der Erste" die Häuser Khleslplatz 4 und 5, welche er im Jahre 1954 schließlich kaufte. 1956 eröffnete dessen Sohn Leopold Pflug, "der Zweite", im Haus Khleslplatz 4 eine Fleischerei und erfüllte sich 1974 dann seinen Jugendtraum: den Heurigen. Der heutige Besitzer, Leopold Pflug "der Dritte", übernahm diese Institution 1991. |
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Die Aufzeichnung
ihr Kommen zugesagt. Auch sie wollten, ohne Gagen zu verrechnen, dem Wienerlied zu einer Chance im Fernsehen verhelfen. Und die stehen gut: Das Wiener Traditionsunternehmen "WIesbauer" hat bereits die Grundfinanzierung für zwei Staffeln übernommen, mit weiteren Sponsoren ist BIGGY TiVi bereits im Gespräch. TW1, das Tourismus- und Wetterfernsehen des ORF, und der Kabelsender K-TV, der in Vorarlberg, der Schweiz und in Süddeutschland zu empfangen ist, haben der Sendung fixe Sendeplätze eingeräumt – einschließlich Wiederholungen. Über das "Österreich Journal", ein Nachrichtendienst für Österreichisches, versucht, die Sendungen in deutschsprachigen TV-Sendern im Ausland unterzubringen. Helfen Sie zum weiteren Erfolg von "Echt wienerisch" mit, indem Sie die Sendungen verfolgen, Verwandte und Freunde darauf hinweisen und uns – und das ist ganz wesentlich – Ihre Wünsche, Anregungen und/oder Kritik mitteilen. Sie können das hier: |
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erstellt am 16. 08. 04 © http://www.daswienerlied.at |
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