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| Erinnerung an "Europa Charly" "D’ echten Weaner" gedachten am Samstag, dem 26. November, Karl Mzik, besser bekannt als "Europa Charly". Höhepunkt es Abends: eine Ehrung für Horst Chmela. |
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Präsident Kurt Landsmann (li.) und Horst Chmela bei der Überreichung des "Goldenen Rubinringes" |
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| Es war wieder einmal ausverkauft, das "Haus der Begegnung" in der Floridsdorfer
Angererstraße. Wüßte man nicht, wieviel (Öffentlichkeits-)Arbeit mit einer derartigen Veranstaltung
verbunden ist, wäre man versucht zu sagen: Wen wundert’s, bei der Künstlerliste? Denn die hatte es in
sich. So war es für den Präsidenten der Vereinigung "D’ echten Weaner", Kurt Landsmann, sichtlich eine große Freude, den vielen Vereinsmitgliedern und Gästen ein volles Programm und schließlich auch den Moderator des Abends, Kurt Jellinek, anzukündigen. Der nutzte die Gelegenheit, sich bei Kurt Landsmann für dessen Einsatz für das Wienerlied zu bedanken. Nicht nur allgemein, sondern auch im Speziellen: Ihm ist es nämlich zu verdanken, daß es auf dem Donauinselfest 2005 erstmals auch eine Wienerlied-Bühne gab. Auch wenn es schon zu denken gibt, daß man sich über ein paar Quadratmeter für unser großartiges Kulturgut und unsere großartigen Interptreten freuen muß. Das, wie man oft hört, größte Open-Air-Festival Europas duldet sozusagen die eigene Musik. Doch genug gejammert. Denn es soll, wie Kurt Jellinek verkündete, berechtigte Aussicht geben, daß für 2006 einiges mehr fürs Wienerlied "herausschauen" könnte. Freuen wir uns also, und zwar richtig. Und ein Danke an den unermüdlichen Kurt Landsmann, der sich massiv dafür einsetzt. |
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Herbert Schöndorfer, Victor Poslusny und Horst Chmela |
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| Einer, der mit seinen Liedern das Wienerlied in die ganze Welt hinaustrug, wurde dann unter
tosendem Applaus auf die Bühne gebeten: Horst Chmela, der dem viel zu früh verstorbenen Karl Mzik, besser
bekannt als "Europa Charly" gedachte. Dann stellte er seine beiden musikalischen Begleiter Herbert Schöndorfer
und Victor Poslusny vor, die, so Chmela, schon auf sein Programm schließen ließen. Es würde, so
ließ er seine Fans wissen, Lieder geben, die ohne Orchester oder Playback nicht zu singen seien ebenso, wie
sich die "heute" mitgebrachten "alten" Lieder wie "Schmetterling aus Ottagkring",
"Jeder muaß amoi geh’", "Depperter Bua" oder "I derf an Wien net denk‘n" am
besten für eine kleine Besetzung eigneten. Sehr zum Gaudium der Anwesenden erinnerte sich Horst Chmela daran, daß er über 25 Jahre hindurch Vormund von Victor Poslusny war. Und das kam so: Der Vater von Victor und die Mutter von Horst waren Geschwister. Und als Victor seinen Cousin als Musiker auf den vielen Tourneen begleiten wollte, stellte sich das Problem, daß er ohne Erziehungsberechtigten am Abend, also nach 22 Uhr, nicht hätte mit auftreten dürfen. So einigte man sich darauf, sämtliche Verantwortung schriftlich an Cousin Horst zu übertragen. Das mußte ja schließlich amtlich, mit Brief und Siegel, vorgewiesen werden können. Und das hielt dann, wie gesagt, immerhin 25 Jahre. Doch zurück zur Veranstaltung. |
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| Kurz vor der Pause erzählte dann Kurt Landsmann, sein Verein habe eine Tradition von der Musikverlegerin Grete Rubesch >> (Rubato Verlag) übernommen, an verdiente Persönlichkeiten aus dem Wienerlied den "Goldenen Rubinring" zu verleihen. Und diesmal würde, nach z. B. Kurt Schaffer, Walter Hojsa, Helmut Reinberger, diese Ehrung Horst Chmela zuteil. Nach der feierlichen Überreichung kamen dann alle anwesenden Künstler auf die Bühne, um dem Geehrten zu gratulieren, ja sogar mit ihm gemeinsam im Chor zu singen. | ||||||
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v.l.n.r. (nicht im Bild, weil er "verkabelt" war: Herbert Schöndorfer)
Victor Poslusny, Kurt Schaffer (verdeckt), |
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| Nach der Pause ging es dann gleich mit einer strengen Übung für die Lachmuskulatur weiter. Für diese Massage sorgte, gekonnt wie immer, "der Lustige Hermann". Der brachte brandaktuelle Themen wie die Wiener Landtagswahl mit der Vogelgrippe (die VP soll, so meinte er, Bedenken gehabt haben, Gino Hahn auf die Straße zu lassen) ebenso in Zusammenhang, wie er die Kalorien als jene "Gfraster" ortete, "die über Nacht unser Gewand enger nähen". Das müssen sie einfach selbst gehört haben! | ||||||
| "Die zwei Strawanzer", Rudi Luksch und Victor Poslusny, führten dann mit "Mein Herz, das ist ein Bilderbuch vom alten Wien" wieder in den weniger anstrengenden Programmteil über und begleiteten die "Königin des Wienerliedes", Christl Prager, die dem Publikum mit Liedern wie "I muaß alle Tag mei Weanerlied hör‘n", "Jessas, Kinder, kost‘s den Wein", "Frieden auf der Welt" oder "Zimmer, Kuchl, Kabinett" wahre Freude bereitete. Den Abschluß boten dann die "Drei Old Knacker‘s", wie sich die drei großen Herren des Wienerliedes/Heurigenkabaretts seit geraumer Zeit nennen. Es sind dies Helmut Reinberger, Walter Hojsa und Kurt Schaffer, die in absoluter Leichtigkeit eine so große Veranstaltungshalle begeistern (siehe auch unseren Bericht über einen Abend im Schutzhaus "Zukunft auf der Schmelz", wo Christl Prager als Stargast auftrat). | ||||||
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| "Europa Charly" Karl Mzik, der einmal jährlich eine Großveranstaltung in diesen Räumlichkeiten minutiös plante und vorbildlich abhielt, hätte wohl seine Freude mit diesen Nachfolgern. Im Geiste der Wienerliedfreundinnen und -freunde war er wohl auch diesmal dabei. | ||||||
| Hier geht es zur Seite über das Leben von Horst Chmela >>> | ||||||
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erstellt am 03. 12. 05 © http://www.daswienerlied.at |
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