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Kurt Schaffer zum 80. Geburtstag
bei "D'echten Weana"

Rudi Luksch und Victor Poslusny, Karl Hodina und Rudi Koschelu, Steinberg & Havlicek, Die Weltpartie, der "Lustige Hermann", "Die 3 Old Knackers" Helmut Reinberger, Walter Hojsa und – Kurt Schaffer, dem von einem laut applaudierenden Publikum im zum Bersten vollen Haus der Begegnung herzlich gratuliert wurde…
 

Bezirksvorsteher Heinz Lehner, Kurt Landsmann und Jubilar Kurt Schaffer

Recht turbulent ging es bei Kurt Schaffers Geburtstagsfeier schon hinter der Bühne zu.

Der Jubilar war mit seiner Familie schon vor 16:00 anwesend, und während sich der Saal mehr und mehr füllte, wurde hinter dem Vorhang von den Kollegen schon fleißig gratuliert. Hans Ecker, vom "Hans Ecker Trio", brachte ein spezielles Tröpferl für seinen Kollegen mit und war danach mit seiner Frau Mama (Einlösung des Muttertagsgeschenkes?) ein aufmerksamer Zuhörer der Darbietungen. Entdeckt wurde auch Hans-Peter Trenkwalder und die total glückliche Mutter von Wolf Frank, die für diesen Besuch einen weiten Weg zurücklegte.

Das Publikum mußte sich mit dem Gratulieren noch gedulden, denn bis zur Pause gab es zuerst musikalische Schmankerln von all den angekündigten Musikanten. Erst danach ließ sich das "Geburtstagskind" blicken.

Als besonders gut harmonierendes Duo hatten Rudi Luksch und Victor Poslusny (der am 11. Juli in der Siemensstraße 17 ganz groß seinen 60er feiert) sofort ein aufmerksam zuhörendes Publikum, obwohl bei über 300 Besuchern bis zuletzt ein munteres Treiben herrschte.

Kurt Landsmann, Präsident von "D`echten Weaner", begrüßte die so zahlreich erschienen Gäste, und seine Ankündigung eines schönen Festes erfüllte sich voll. Er bewies wieder gutes Fingerspitzengefühl bei der Auswahl der auftretenden Künstler.

Schwungvoll führte Kurt Jellinek durchs Programm und kündigte schon die nächsten Interpreten an. Steinberg & Havlicek sind aus der Wienerliedszene nicht mehr wegzudenken. Es ist ein beruhigendes Gefühl, daß es doch so viele junge begabte WienerliedsängerInnen gibt.



Jubilar Kurt Schaffer
Und da gab es schon den nächsten Höhepunkt: Der Überraschungsgast, von dessen Kommen nur wenige eingeweiht waren: Kurt Girk! Übermütig sang er mit dem Duo ein temperamentvolles Lied auf Tschechisch. Nicht zu glauben, wie viele da mit einstimmten. Da fragt man sich schon, wo wir alten Wiener herkommen?!

Bei Prof. Karl Hodina und Rudi Koschelu herrschte nach lang anhaltendem Begrüßungsapplaus wieder ehrfurchtsvolle Stille. Nur beim "Herrgott aus Sta" waren die textsicheren Fans nicht mehr zu halten. Hodina-Koschelu hatten einen eigenen kostenlosen Chor. Nun hätte man glauben können, daß es der nächste Künstler schwer haben würde, die Vorgänger zu überbieten.

Doch weit gefehlt! Die ganz andere Unterhaltung. Einerseits schade, weil der Mann eine wunderschöne Stimme besitzt und hervorragend Harmonika spielt. Der "Lustige Hermann" aus Niederösterreich nämlich erzählt so nebenbei im Plauderton, als würde er bei der Bassena stehen, Witze, daß man sich vor lauter Lachen vom ersten Witz noch nicht erholt hat – da prasselt schon die nächste Pointe von der Bühne herunter. Er ähnelt bei seinem Tempo einer Maschinenpistole. Glücklicherweise tritt er immer wieder in Wien auf, auch bei der "Weltpartie" ist er regelmäßig zu finden. Und da sind sie auch schon: Heinz Grünauer und Franz Eder, die Musikanten, denen man sofort anmerkt, mit welcher Freude und Leidenschaft sie Musik machen. Ob selbst Verfaßtes oder von Künstlerkollegen Übernommenes, sie beherrschen einfach alles. Das sind echte Stimmungskanonen. Das springt aufs Publikum über und so ist es nicht verwunderlich, daß sich alle mitsingend an den Händen halten und sich so zu Freunden erklären.

Nach kurzer Pause wurde unter tosendem Applaus Kurt Schaffer vor den Vorhang gebeten. Die Gratulanten, Bezirksvorsteher Heinz Lehner und Kurt Landsmann, der auch über das nicht immer einfache Leben des Jubilars erzählte, gratulierten mit sehr herzlichen Worten und überreichen Geschenke. Fans von Rapid brachten eine Urkunde mit, auf der sich alle Senioren-Rapidspieler verewigt hatten. Von den Besuchern gibt es "Standing Ovations".

Die Überraschung, von der niemand wußte, war: "Horst Chmela ist da!" – als Gratulant und, wie man danach sah, als sehr guter Freund. Er sprach sehr herzlich von der jahrelangen Freundschaft, und die Lieder, die er danach für den verehrten Freund sang, gingen zu Herzen. Beide Männer hatten sehr glänzende Augen, man vergaß den Künstler und spürte nur mehr, daß auf der Bühne Menschen standen, die sich mögen. Walter Hojsa wurde dazugeholt und Horst Chmela verabschiedete sich mit einem seiner schmissigsten Lieder vom begeisterten Publikum.

Wieder ganz der Alte, unterhielt Kurt Schaffer gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Walter Hojsa mit Musik und der unverkennbaren Art Witze zum Besten zu geben, seine Zuhörer. Es dauerte nicht lange und aus dem Duo wurden die "Old Knackers". Helmut Reinberger prägte den nun folgenden Späßen seinen für ihn typischen Stempel auf. Das ist jetzt nur noch Spaß hoch 3.

Zu Recht verabschiedet sich nach Beendigung dieses schönen Festes um 22:00 das Publikum vom Ehrengast nochmals mit "Standing Ovations" und ich frage mich: wo merkt man bei diesem Energiebündel die 80 Jahre?

Text und Fotos: Helga Schenk

     
 
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erstellt am 31. 05. 08 © http://www.daswienerlied.at