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"Wiener Volkskunst" ehrte
Horst Chmela zum 70er

Die rührige Vereinigung "WIener Volkskunst" hat einen ihrer Abende im "Schutzhaus Ameisbach" dem Lebenswerk von Horst Chmela gewidmet, aber nicht ohne – wie schon liebe Gewohnheit – der Operette ausreichend zu huldigen. Mit dabei: KS Ulrike Steinsky, Alois Haselbacher, Herbert Schöndorfer und Victor Poslusny.

Prof. Leopold Grossmann (l.) und Obfrau Sylvia Wally gratulieren "unserem Horsti" zum 70. Geburtstag

Diesmal war der Vereinsabend der "Wiener Volkskunst" dem 70. Geburtstag von Horst Chmela gewidmet und viele kamen wieder ins "Stammhaus" der Vereinigung, um diesen Abend mitzuerleben. Lesen Sie hier eine "Geburtstagsgeschichte", die in Zusammenarbeit mit Horst Chmela 2004 anläßlich seines 65. Geburtstags im "Österreich Journal" (herausgegeben von Michael Mössmer) erschienen ist – pdf-File mit ~300 Kb

Prof. Leopold Grossmann begrüßte die Gäste musikalisch mit dem neuen Vereinslied "Es lebe die Gemütlichkeit", bei dem er als Komponist und Hans Bregesbauer als Textautor zeichnen. Anschließend begrüßte Obfrau Sylvia Wally Publikum und Künstler und erinnerte an den 90. Geburtstag des leider nicht mehr unter uns weilenden KS Karl Terkal. Auch wurde der Wienerlied-Natursänger Siegi Preisz mit der "Silbernen Ehrennadel" des Vereines für 20 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Obfrau Sylvia Wally und Vizeobmann Adolf Karger (r.) zeichen den Wienerlied-
Natursänger Siegi Preisz mit der "Silbernen Ehrennadel" des Vereins aus

Dann wurde Christian Müller zur Moderation auf die Bühne gebeten – er sprang kollegial und spontan für Kurt Strohmer ein, der aus familiären Gründen nicht anwesend sein konnte. Müller erzählte Geschichten rund ums Wienerlied und den Wein, wir hörten von ihm "Sehsucht" nach Wien" "'s silberne Kanderl" und die "Weinprobe", einst von Rudolf Carl gesungen.

Die Sopranistin KS Ulrike Steinsky und der Tenor Alois Haselbacher, ein großartiges und sympathisches Künstlerehepaar, brachten abwechseln sowie im Duett wunderschöne Lieder, wie z.B. "Heut ist der schönste Tag in meinem Leben", "Wer uns getraut" aus "Zigeunerbaron", "Das muß ein Stück vom Himmel sein" oder "Ob blond ob braun" und noch viele andere Operetten- Highlights.

KS Ulrike Steinsky und Alois Haselbacher

   
Christian Müller moderierte den Abend    
Von Christian Müller hörten wir anschließend köstlich vorgetragene Gedichte von Anton Krutisch, instrumental führte Prof. Leopold Grossmann durch eine kurze Pause, um dann den Mittelteil des Programms einzuleiten: dem Auftritt von Horst Chmela. "Unser Horsti", wie er allseits gerne genannt wird, wurde musikalisch von Herbert Schöndorfer und Victor Poslusny begleitet.

Der Jubilar und Ehrengast begrüßte mit dem Lied: "Servus alle, schön daß ihr da seids!" die Gäste und schenkte uns allen eine schöne, berührende Stunde mit Plaudereien aus seinem Leben und dem Vortrag seiner bekanntesten Lieder. 520 (!) hat er geschrieben und veröffentlicht, unter anderem vor fast 40 Jahren einen seiner größten Hits "Aner hat immer des Bummerl". Zwischendurch las er Gedichte, die er seiner Familie gewidmet hat, musikalisch ging es weiter mit zwei wunderschönen Liedern "Die Gassenkinder" und "I derf an Wien net denken" . Natürlich durfte auch der "Tepperte Bua"" nicht fehlen, ein Lied, das seit Jahrzehnten von einigen österreichischen Bundesländern, der Schweiz und auch von Deutschland aufgegriffen und "übersetzt" gesungen wird. Es sind bestimmt noch viele mehr, die diesen Weg gegangen sind.

Jubilar Horst Chmela

Über das Lied "Bis zu Dir bin i kommen…" erzählt er er uns auch eine nette Geschichte: Im Cafe "Schmid Hansl" ist ihm um 4:00 früh die Zeile eingefallen doch dann war "Funkstille". Er schrieb sie auf ein Zetterl und legte dieses um 6:00 früh daheim aufs Nachtkastl. Um 11 Uhr vormittags ist ihm die zweite Zeile eingefallen – und die traf es genau! "Leider, leider…! Das war es auch schon, doch es war die Zeile für das Lied, wie wir es heute alle kennen!

Es folgte ein schöner, besinnlicher Satz aus "Lebenslieder" und zwar: "Wann irgendwann meine Liader a Deine san…dann hab' i an Freund g'funden!". Als Zugaben gab es noch "Mir san a Weltpartie" und natürlich den "Gockolan".

Horst Chmela, Herbert Schöndorfer und Victor Poslusny (v.l.)

Gemeinsam überreichten Obfrau Sylvia Wally und Poldy Großmann die Ehrung, wobei Grossmann folgende Worte an Chmela richtete: "Die Wiener Volkskunst wünscht Dir alles Gute, Gesundheit, Glück und noch viel Schaffenskraft. Du bist einer der Künstler, der dem Begriff ,Wiener Volkskunst‘ voll entspricht. Mit Deinen Liedern bist Du in die Seele der Wiener eingedrungen, bist ein musikalisches Wahrzeichen unserer Stadt. Deshalb wollen wir Dich nun mit einem anderen Wahrzeichen ehren und zwar mit der ,Gravur des Wiener Stephansdoms‘."

Gerhard "die Stimme Wien" Heger und Alois Haselbacher

Nach diesem feierlichen Akt verabschiedete sich Horst Chmela und viel Applaus und Glückwünsche folgten ihm. Doch das Programm ging wieder mit Operettenmelodien und Gedichten schwungvoll und schön mit den bereits oben erwähnten Interpreten weiter. Eine besondere Überraschung gab es noch gegen Ende der Veranstaltung. Der unter den Gästen weilende Gerhard "die Stimme Wien" Heger wurde auf die Bühne gebeten und er sang mit Alois Haselbacher das Duett "Ja, ja der Chiantiwein" – das war ganz großartig!

Es gab sehr viel Applaus und auch Zugaberufe, doch es nütze alles nichts, dieser abwechslungsreiche schöne Abend endete, wie immer, mit dem Vereinslied "Spät is word'n".
  

Vollbesetzter Saal im "Schutzhaus Ameisbach"

     
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Alle Fotos: daswienerlied.at  

HSK

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erstellt am 06. 11. 09 © http://www.daswienerlied.at