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| Wiener Volkskunst ehrt Prof. Walter Zeh und Hans Ecker Die Wiener Volkskunst unter Obfrau Sylvia Wally ehrte Prof. Walter Zeh zum 70. und Hans Ecker vom Hans-Ecker-Trio zum 50. Geburtstag mit einer wunderschönen Veranstaltung. Mit dabei waren Elisabeth Reichart, Yuko Mitani, Michael Perfler, das Hans Ecker Trio und am Klavier Prof. Leopold Großmann. |
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Rudi Bichler, Peter Jägersberger, Yuko Mitani, Michael Perfler, Elisabeth
Reichart, |
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| Es war ein sehr schöner und abwechslungsreicher Abend unter dem Motto "A Sternderl
am Himmel" (nach dem Liedtitel aus der Feder von Hans
Ecker) eröffnet von Obfrau
Sylvia Wally. Michael
Perfler führte plaudernd und Wienerlieder-singend durchs Programm und Prof. Leopold Großmann erwies sich wieder als brillanter und auch humorvoller
Klavierbegleiter. Mezzosopranistin Elisabeth Reichart, eine großartige, beindruckende Stimme, eröffnete den konzertanten Teil mit der "Fiaker Milli", weiters mit einer Komposition von Großmann "Das Glück tanzt nur im Dreivierteltakt. Sie kann auch ganz fantastisch im Wiener Dialekt singen wie z.B. "A Mehlspeis, so a Kaiserschmarrn" usw. Auch Yuko Mitani bezauberte mit ihrer Stimme mit den Liedern "Du sollst der Kaiser meiner Seele sein" und "Spiel auf deiner Geige" von Robert Stolz u.a. Dann schwenkte der Programmablauf komplett um, denn das Hans Ecker Trio kam auf die Bühne: Köstlich, schwungvoll und diesmal sehr sittsam, dem würdevollen Abend angepaßt. Nach "A schöns Liadl, a guats Viertl" stellte Hans Ecker seine beiden Kollegen Rudi Bichler (am Akkordeon) und Peter Jägersberger (am Baß) dem Publikum vor. Dann folgten die drei Lieder – besinnlich zur Erinnerung an Richard Czapek – "Wann i mei' Leb'n so betracht'", eine Parodie auf "Rote Lippen soll man küssen" und "Meine Freunderln und Bekannten" von Walter Hojsa. Und dann wurde es "ernst". Prof. Großmann kam auf die Bühne, um die beiden Geburtstagskinder mit einer Laudatio zu ehren. Prof. Walter Zeh wurde mit der bereits zur Rarität gewordenen Stephansturm- Relief-Gravur auf Messing und Hans Ecker mit einer Urkunde und der Ehrenmedaille der "Wiener Volkskunst" von Obfrau Sylvia Wally ausgezeichnet. Nach der Pause ging es mit bezaubernden Liedern gesungen von Elisabeth Reichart und Yuko Mitani weiter, Prof. Walter Zeh trug eindrucksvoll zwei alte Volkslieder aus der Sammlung "Deutsche Volkslieder mit ihren Originalweisen" mit der Bearbeitung von Johannes Brahms vor. Prof. Großmann meinte, begeistert nach diesen Vorträgen: "Das ist musikalische Hochkultur" und wir konnten ihm nur beipflichten. Es folgte ein Lied mit einem Text der sehr nachdenklich stimmte und es war wieder einmal eines der so selten gehörten Lieder aus Großmanns Feder "Mach' nie a Tür für immer zua". Michael Perfler sang solo einige Lieder und dann im Duett mit Elisabeth Reichart "Gibt's in Wien a Hetz, a Drahrerei" von Robert Stolz, las weiters ein Gedicht von der im Publikum anwesenden Literatin Elfriede Kratochvil "Mit dir möchte i…….". Dann folgte wieder ein Satz von Großmann, der erwähnenswert ist: Perfler sprach ihn als Ottakringer an, Antwort: "Ja, i bin a Ottakringer, wohn aber als Asylant am Flötzersteig!." Typisch Großmann, nie um eine schlagfertige Antwort verlegen. Der konzertante zweite Teil des Abends endete mit dem Robert Stolz' Lied "Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen". Nach einer kurzen Pause kam wieder das Hans Ecker-Trio auf die Bühne und heizte in der Endrunde dem Publikum noch einmal kräftig mit Spaß und Schwung ein. Bereits nach der Verabschiedung aller, als "der Vorhang fiel", brachten sie Hans Gerner, der am Mischpult für den "guten Ton" sorgte, ein Ständchen mit dem Lied "Erst wann der Hahn kraht" (Silhanek/Kaderka) zur Erinnerung an die Zeit seiner Auftritte als Sänger gemeinsam mit Poldi Hofbauer bei den "Original Waldviertler Musikanten". Gerner freute sich sehr darüber! Vor, während und bis nach der Veranstaltung war Peter Traxler im Extrazimmer mit seinem Weihnachtsmarkt für das St. Anna Kinderspital fleißig und freute sich sehr, da die Gäste eifrig zugegriffen hatten. |
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Prof. Leopold Großmann, Hans Ecker, Obfrau Sylvia Wally und Prof. Walzer Zeh (v.l.) |
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Prof. Leopold Großmann und Prof. Walter Zeh (v.l.) |
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Hans Ecker Trio: Rudi Bichler, Hans Ecker und Peter Jägersberger (v.l.) |
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| Laudatio für Prof. Walter Zeh und Hans Ecker, verfaßt und vorgetragen
von Prof. Leopold Großmann Liebe Volkskunstfreunde! Wir hatten heuer eine Invasion der "runden" Geburtstage unserer Künstler – insgesamt acht – und sind heute am Ziel angelangt mit zwei Freunden, die uns jahrelang durch ihre künstlerischen Darbietungen viel Freude bereitet haben: Prof. Walter Zeh hat mit jugendlichem Elan den 70er erreicht und Hans Ecker begnügt sich erst einmal mit dem bescheideneren 50er. Grund genug, ihnen für ihre Treue zur "Wiener Volkskunst" zu danken, sie zu ehren und zu gratulieren. Wir haben es mit zwei Künstlern zu tun, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem sind beide dem Wiener Volkstum, der Volkskunst verbunden. Prof. Walter Zeh, geboren in Wien, studierte Gesang am Konservatorium der Stadt Wien und an der Musikhochschule. Er war 32 Jahre Mitglied der Wiener Staatsoper und sowohl im Chor, wie auch als Solist tätig, außerdem war er langjähriger Vorstand der Konzertvereinigung "Wiener Staatsopernchor". Seine seit 2002 freiberufliche Tätigkeit als Chorleiter hat internationales Format angenommen mit Auftritten etwa bei den Salzburger Festspielen, in Japan u.v.a.m.. Man könnte jetzt auch noch über seine Tätigkeit als Gesangspädagoge und Stimmbildner, seine solistischen Tätigkeiten in allen möglichen Sparten berichten: Die Aufzählung wäre abendfüllend. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Berufstitel "Professor" und er blieb trotzdem all die Jahre hindurch der "Wiener Volkskunst" treu. Dafür herzlichen Dank! Und nun von der Hochkultur zum Wiener Volkstum, das Hans Ecker vertritt. Er vertritt eine Sparte, angesiedelt in der mittleren Kulturetage, die aber ebenso wichtig ist wie die Hochkultur. Ohne Turm keine Turmspitze! Außerdem kostet sie uns nicht so viel Geld. Er ist auch, wie könnte es anders sein, Wiener und vor allen Favoritner. Er wuchs in einer Familie auf, in der viel gesungen wurde und das war natürlich ansteckend. Ein Tondokument bezeugt es, denn es gibt eine Tonbandaufnahme, auf der die Stimme des dreijährigen Hänschens mit dem Lied "Stellts meine Roß in Stall" festgehalten wurde. Von da an ging es bergauf: Er lernte Gitarrespielen und gründete schon in der Schule seine erste Band. Als Teenager spielte er gelegentlich beim Heurigen, solo und kurz darauf gab es gemeinsam mit Kurt Jelinek bereits ein Duo, "Die 2 Strizzis". Es folgten erste Schallplattenaufnahmen. Nun ging es Schlag auf Schlag: Er spielte in allen möglichen Besetzungen: Tanzmusik, Oberkrainerbesetzung u.s.w. Die Vorliebe zum Wienerlied, zum "Wiener-Schmäh", war aber schon vorhanden. Nicht unerwähnt bleiben darf, daß er all dies neben einem "anständigen" Beruf, nämlich im Verkauf im grafischen Gewerbe, schaffte. 1993 war dann, gemeinsam mit Rudi Bichler und Peter Jägersberger, die Geburtsstunde des "Hans Ecker Trios". Zahlreiche CD-Produktionen, Rundfunk- und Fernsehauftritte folgten. Wir konnten euren Aufstieg mitverfolgen und durften uns immer wieder über eure Auftritte in der "Wiener Volkskunst" freuen. Vielen Dank, Hans. Ich gratuliere euch beiden herzlich und wünsche euch Gesundheit und weiterhin viel Erfolg! |
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| Fotos: Heinz Effenberg (2), dwl/HSK (1) |
HSK |
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erstellt am 18. 12. 2011 © http://www.daswienerlied.at |
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