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Saisoneröffnung bei "Wiener Volkskunst"

Die berührende Veranstaltung war unter dem Motto: „I hab ka Angst ums Weanaliad“ dem leider schwer erkrankten Prof. Walter Heider zum 70. Geburtstag gewidmet. Mit dabei waren Prof. Marika Sobotka, Judith Halasz, Alexander Klinger und Peter Rosen. Durch das Programm führte H.P.Ö. und für die Programmgestaltung und Klavierbegleitung sorgte Prof. Leopold Grossmann.

Prof. Leopold Grossmann, H.P.Ö. Heider Poldi Österreich, Prof. Marika Soboika,
Volkskunst-Obfau Sylvia Wally, Peter Rosen, Judith Halasz und Alexander Klinger (v.l.)

Obfrau Sylvia Wally ging mit einer großen faltbaren Glückwunschkarte mit Bildern von Wien durch die Sitzreihen und alle Gäste sowie Künstler unterschrieben mit Gratulationen an Prof. Walter Heider. Dann hieß sie alle herzlich willkommen, sagte die musikalischen Gäste an und übergab das Mikrofon Peter Rosen. Dieser begrüßte uns mit dem schwungvollen Lied, begleitet am Klavier von Prof. Leopold Grossmann "Es lebe die Gemütlichkeit", stammend aus dessen Feder, Text Hans Bregesbauer, und bereits nach den ersten Takten sangen und schunkelten alle mit. Viele schöne von ihm komponierte Lieder durften wir im Lauf des Abends noch hören. Mitglieder wurden geehrt und am Schluß der Veranstaltung neue begrüßt. Das zu erleben ist immer schön, beweist es doch, wie viele Liebhaber dieses Genres es gibt.

H.P.Ö. Heider Poldi Österreich sprach mit berührenden Worten in familiärer Verbundenheit über seinen Bruder und dessen 70. Geburtstag und hätte keine bessere Biographie bringen können als das von ihm stammende Gedicht "Mein Bruder - Walter Heider" (hier zu lesen). Er bat dann den Tenor Alexander Klinger auf die Bühne, von ihm hörten wir "Ach wie so herrlich zu schauen sind all die lieblichen Frauen" und er beeindruckte sehr mit seinem ausdrucksvollen, schönen Vortrag. Ihm folgte die Sopranistin Judith Halasz und sie sang "Grüß dich Gott du liebes Wien", eine fantastische, große Stimme. Gemeinsam mit Klinger boten sie uns das Duett "Wiener Blut". Es war wunderschön und der Applaus dementsprechend. Es sind zwei großartige Künstler, herzerfrischend und natürlich, man spürte die Freude am Singen und den Kontakt zum Publikum und wir freuten uns schon sehr, noch mehr von ihnen zu hören.

Peter Rosen erwähnte und sang auch den ersten großen Erfolg Prof. Walter Heiders mit dem damaligen Hit und bis heute gerne und oft gesungenem "I hab ka Angst ums Weanaliad" (B. Hauer/J.Kaderka). Weiters brachte er uns das Lied "Wann i mei' Leb'n so betracht" mit und betonte, daß er an diesem Abend das Lied zum ersten Mal gesungen hätte, da es ja Walters Lied gewesen sei.

Dann kam ein vergnügliches "Hoppala" mit Herbert Seiters "Alle Wasser der Erde fließen". Grossmann setzte die ersten Takte, Rosen begann zu singen, doch zu früh, da er auf das einleitende "Wassergeplätscher" vergessen hatte. Hin und her, lustiger Dialog zwischen Pianist und Sänger und es hat eine Weile gedauert, bis sich die beiden wieder konzentrieren konnten – doch das Publikum hatte seine wahre Freude und viel Spaß daran. Wie heißt es so schön: live is life!

Auch Prof. Marika Sobotka brachte uns die wunderschönen Lieder "Goldene Tage" , Zärtliche Geigen" (beide von Grossmann) und das von ihr so entzückend vorgetragene Lied "Im Paradeisgartl auf der Löwelbastei" mit und weiter ging es instrumental mit "Wien und der Wein". Abwechselnd ging es mit allen Künstlern weiter bis zur Pause, doch vorher nahm H.P.Ö. noch die bereits im Vorjahr beschlossene Auszeichnung für seinen Bruder von Obfrau Sylvia Wally und Prof. Grossmann entgegen und zwar die höchste, die die Vereinigung zu bieten hat, die Ehrenmitgliedschaft".

Gedämpfte Stimmung bei der Ehrung von Prof. Walter Heider – in dessen
Abwesenheit: Prof. Leopold Grossmann, H.P.Ö. und Obfrau Sylvia Wally

Berührende Worte von Prof. Leopold Grossmann: "Über 40 Jahre ist Prof. Walter Heider mit der ,Wiener Volkskunst' verbunden. Vor 50 Jahren ist er in die Wienerliedszene hineingewachsen, die unvergeßliche Gretl Hrubes, Musikverlegerin – Rubato Verlag, hat so vielen Künstlern geholfen und Starthilfe gegeben, so auch Prof. Heider." "Sie bat Grossmann eines Tages, sich "diese Stimme" anzuhören und damit begann es! Steil ging es bergauf. Mit großem Einsatz und der Liebe zu Wien und dem Wienerlied hat er dieses mit Konzerten, Soloauftritten, beim Fernsehen und Rundfunk in die Welt getragen. Dies alles hat jetzt leider ein trauriges Ende gefunden. "Lieber Prof.Walter Heider, lieber Freund und Kollege, ,König des Wienerliedes' , der Du so viel für dieses getan hast und ihm über 50 Jahre treu geblieben bist, es in die Welt hinaus getragen hast und uns alle nie vergessen ließest, wie wertvoll unser Wiener Kulturgut ist, feierst Deinen 70.Geburtstag! Wir alle, Deine Freunde, Kollegen, Dein Publikum, wünschen Dir aus ganzem Herzen alles Liebe und Gute und daß Dir das Schicksal und die Zukunft Deine Gesundheit und Lebensfreude zurückbringen mögen!", endete Prof. Leopold Grossmann sichtlich bewegt. 
     
 
Judith Halasz  
Judith Halasz - Sopranistin
Gesangstudium am Konservatorium Wien (Prof. Hilda De Groote und Prof. Julia Conwell) und Opernschule (2002 Diplom) Meisterkurse bei KS Hilde Zadek, KS Walter Berry und KS Patricia Wise Privatstudium bei Prof. Martin Vácha, Prof. Helena Lazarska, KS Edith Lienbacher und Georgeta Stoleriu. Von 2001 bis 2003 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper: Konzerte mit dem Ensemble "Quartett Wiener Klang" in München, mit dem Johann Strauß Ensemble in Rumänien (Sala Palatului) und im Brucknerhaus Linz.Konzerte in Kanada, Deutschland, Schweden, Japan, Bulgarien (Sofia/NDK), Italien (Rom), beim Classic Open Air Solothurn/Schweiz, Mozart Festival La Coruna/Spanien, Rumänien (Bukarest Open Air und Konzerttournee). In der Orangerie Schönbrunn/Wien regelmäßige Konzerte mit dem "Wiener Klassik Ensemble", rege Konzerttätigkeit auch im kirchenmusikalischen Bereich (regelmäßig im Stephansdom/Wien) Fernsehaufnahmen für den Bayerischen Rundfunk und für ATV, Audioaufnahmen für das Wiener Burgtheater, 2007 Kinderopernproduktion ("Der Ring") in der Wiener Staatoper und seit vielen Jahren rege Unterrichtstätigkeit.


 
Alexander Klinger  
Alexander Klinger - Tenor
Geboren in Wien, Gesangstudium am Konservatorium der Stadt Wien bei Prof. Sebastian Vittucci und KS Josef Hopferwieser. Meisterklassen mit KS Hilde Zadek und KS Walter Berry.
Engagements führten den Sänger u.a. an die Wiener Staatsoper (Arzt und Bürger / Das Traumfresserchen), an die Alte Oper Frankfurt (Stanislaus / Der Vogelhändler), zu den Seefestspielen Mörbisch (Die lustige Witwe), an das Bayerische Staatsschauspiel München und das Wiener Volkstheater (Anthony Candolino / Meisterklasse) sowie ins Radio Kulturhaus des ORF (Mozart / Mozart und Salieri). Am Theater Augsburg sang er zuletzt die Rolle des Grafen Danilo in "Die lustige Witwe" und am Salzburger Landestheater den Barinkay in "Der Zigeunerbaron" und Hans in "Verkaufte Braut".
 
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"Mein Bruder – Walter Heider" hier zu lesen >>>
Alle Fotos: daswienerlied.at/HSK  

HSK

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erstellt am 02. 10. 09 © http://www.daswienerlied.at