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| GrätzlGrätzn… …das sind Peter Steinbach mit Gesang und G’schichtln, Heinz Jiras an der Zieharmonika (beide von Wiener Blue(s) bekannt) sowie Allroundkünstler Nino Holm mit Geige und Gitarre (ehemals EAV, präsentierten im Kulturverein "Alberts Bücherlager" erstmals in der Öffentlichkeit ihr brandneues Programm „Sitten und Strolche“, eine 1000jährige frivole Wiener Sittengeschichte. |
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Peter Steinbach, Heinz Jiras und Nino Holm (v.l.) |
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| …und es war köstlich, unterhaltsam und lehrreich. Und wir haben an diesem Abend eine
große Bildungslücke ein wenig geschlossen: Eingeleitet haben diesen Abend Heinz Jiras an der Zieharmonika und Nino Holm (er spielte Geige) mit einem Potpourri
in dem von "Stellt' s meine Ross in Stall" bis zum "Radetzky-Marsch" viel Wienerisches vertreten
war. Peter Steinbach von Wiener Blue(s) begrüßte uns und erklärte einmal kurz, um was es eigentlich
geht. Und dann begann der "Unterricht". Unglaublich, was wir da alles zu hören bekamen, unglaubliche Kuriositäten, unfaßbar, was sich da so vor 1000 Jahren schon abspielte. Frivol, doch nie ordinär, untermalt mit lustigen Randbemerkungen von Heinz Jiras und leiser Gitarrenmusik von Nino Holm. So erfuhren wir, daß das erste Wienerlied bereits im 15. Jahrhundert entstanden ist, doch leider in lateinischer Sprache. Oder auch, daß der "Liebe Augustin" der erste Bänkelsänger war. Wir hörten die Entstehungsgeschichte der damaligen Veranstaltungen und deren frivole, lockere Moral usw. Wir wollen und können das auch nicht alles erzählen, man muß es live erleben. Eigentlich paßt das moderne Wort "live" gar nicht zu diesem Thema, sondern man sollte die darstellenden Künstler persönlich erleben. Gesungen und gespielt wurden u.a. die "Granatentanz", die "Glasscherb'ntanz", einzigartige uralte Couplets, die Originalfassung der "Hausherrnsöhnln" und der Bogen spannte sich originalgetreu über Jahrhunderte. Originalgetreu und der Wahrheit entsprechend kann man hundertprozentig sagen, da Peter Steinbach in monatelanger Kleinstarbeit und Recherchen alles zusammengetragen hat und der Wiener Stadthistoriker Dr. Erich Kaessmayer stand ihm dann hilfreich als Lektor und Berater zur Seite. Das Zugabe-Lied "Die Wampn" führte uns dann zurück in die Jetztzeit und mehr wollen wir nicht verraten. Der Applaus zeigte den Künstlern, daß dieses ideenreiche, ganz neue Programm von den Gästen begeistert angenommen wurde. Neu dabei: Nino Holm wurde 1950 in Göteborg (Schweden) geboren und entdeckte als 14jähriger er die Gitarre, die ihn als Autodidakt zum Rockmusiker führte. 1970-1972 studierte er Kunst in Göteborg, anschließend, bis 1977, an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. 1977 war er dann bei der Gründung der "Ersten Allgemeinen VerUnsicherung "(EAV) dabei. Bis 1992 folgten die EAV-Jahre und "AusserEAVliches", Songwriting und Graphische Arbeiten. 1992 trennte er sich von der EAV und er übersiedelte auf die Malediven, wo er bis 1999 mit Konstruktion, Design, Bau und Betrieb eines Tauch-Expiditionsschiffes in Form einer Galleone verbrachte. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er mit dem "4Xang" unterwegs und ist seit 2006 als Maler, Graphiker, Zeichner und Komponist in Wien tätig. |
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GrätzlGrätzn im "Bücherlager" |
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Albert Dlabaja von "Alberts Bücherlager", Peter Steinbach, Heinz Jiras und Nino Holm (v.l.) |
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| Foto: daswienerlied.at/HSK |
HSK |
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erstellt am 26. 03. 10 © http://www.daswienerlied.at |
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