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| Ein Abend, eine Nacht im Hawara Club Finster war's, der Mond schien helle, nebelig die grüne Flur, als mein Wagen blitzesschnelle, langsam zum Schutzhaus Wasserwiese fuhr. Drinnen saßen stehend Leute, schweigend ins Gespräch vertieft … Kurt Strohmer hatte das Hans Ecker Trio eingeladen, Luise Seitler erzählte Krampusgeschichten und Herbert Schöndorfer und Franz Horacek sorgten für weitere Musik. |
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Das Hans Ecker Trio: Rudi Bichler, Hans Ecker und Peter Jägersberger (v.l.) |
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| Diese, so ähnliche Geschichte fiel mir ein, als ich durch das finstere Wäldchen
am Weg zum Hawara Club war. Alle bekamen einen Sitzplatz, die Hütte war voll. Lange noch vor Beginn
kamen alle Fans von Kurt Strohmer, damit sie nach Speis und Trank einen wunderbaren Abend genießen
durften. Auf der Palmenbühne mit Sonnenuntergangbeleuchtung spielten am Akkordeon Herbert Schöndorfer und Franz Horacek mit seiner Kontragitarre. Aus dem Dunkel erscheint der Große, im wahrsten Sinne des Wortes, Kurt Strohmer und somit begann die „Habe Weaner Gaude“. |
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Herbert Schöndorfer, Kurt Strohmer und Franz Horacek (v.l.) |
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| Mit viel Witz, Spaß und Humor zeigte er uns seine „mordsdrumm Wampen“ und erklärte
uns gesanglich wer der „König von die Draher“ ist. Das Publikum paschte und war voll mit dabei. Vom Duo Herbert Schöndorfer/Franz Horacek erklang die „Glöckerlpartie“ und „Wann über d’Weanastadt“. Uns gefiel das. Eine Topüberraschung sind beim Hawera Club die monatlichen Geburtstagstorten von Chefin Elisabeth gebacken und selbst entzündet, daß die Funken sprühen. Mit dem Lied „Wer ka Herz für d’Musi hat“ hatten sich die Gäste nicht angesprochen gefühlt – denn hier haben alle ein Herz für die Musi. Darum haben sie auch „ka Angst ums Weanalied“ Schön unter die Haut ging die Eigenkomposition von Herbert Schöndorfer „Ja, das ist mein Land“. Mit dem Lied fühlten sich wieder alle angesprochen. Eine wirkliche Überraschung waren das Hans Ecker Trio (Hans Ecker, Rudi Bichler und Peter Jägersberger) die Kurt Strohmer „extra einfliegen“ hat lassen. Und man kann nur sagen – da wo Hans Ecker draufsteht ist auch Hans Ecker drinn – frivol-schlüpfrig-pfiffig. Das Stimmungsbarometer stieg weit über 1000. Mit dem Lied „Rote Lippen soll man küssen“, aber mit eigenem Text war das Trio voll auf der Seite des Publikums. |
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Kurt Strohmer - "Gratisflug zu den Sternen" |
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| Mit Spaß und Witz, einen möchte ich erzählen: Liegt eine Banane und ein Massagestab
am Nachtkastl, sagt die Banane zum Massagestab: „Was zitterst denn so, du wirst eh net g’fressen“!, war die 30
Minuten Bühnenpräsenz bald zu Ende und Hans Ecker gab den Herren noch den Tipp, beim nach Hause fahren
bei den nächsten Roten Ampel stehenzubleiben, einzuparken, hineinzugehen und einen schönen Abend zu haben.
Aber das brauchten die männlichen Gäste nicht. Im Hawara Club hatten wir die rote Beleuchtung auf der
Bühne und wir hatten alle einen schönen Abend. Luise Seitler erzählte uns schon eine Geschichte vom Krampus, paßte auch zum Rotlicht. Ihre 6 selbst getexteten Wienerlieder und einige Gedichte erscheinen demnächst auf CD als Jubiläumsausgabe, dazu passend eine Broschüre mit all ihren Gedichten und Liedern. Mit 88 kann einem nur die Liebe zur Wiener Musik so jung erhalten. |
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Luise Seitler mit Freundin Anni |
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| Einen Livemitschnitt wurde von der Hymne „Lauter echte Hawara“ gemacht und mit viel Gefühl
von Hawera Kurt Strohmer gesungen. Der Mitschnitt ist sicherlich geglückt. Es folgte das „Schöntrinkerlied“ im Gedenken an Spitzbua Helmut Reinberger der am 16. Oktober 2011 in den Wienerlied Himmel gezogen ist. Franz Horacek wollte dann noch ein „Floh in meiner Unterwäsch“ sein und Herbert Schöndorfer suchte wieder einmal nach seinem Gleichgewicht auf allen Vieren. Und dann begann Kurt Strohmer sich zu verabschieden – es wurde ein langer Abschied. Heimgehlied – Weltpartie von Wean – Morgen-morgen nur net heute, dann gingen wir noch nach Kaisermühlen. Einen Gratisflug gab es noch zu den Sternen und da spürte man die Gemeisamkeit nicht nur, daß sich alle dabei an den Hände faßten. Daß Kurt Strohmer über die Tische geht, darf natürlich nicht fehlen, Das Publikum war hingerissen. Beim Lied New York merkt man, das es im Hawara Club echt weanerisch zugeht. Denn dieses Lied wird auf deutsch mit Wiener Hintergrund gesungen. Doch dann fing der Saal zu beben an: „Granaaaadaaaaaa – Märchen aus uralter Zeit“, die Gäste klopfen auf die Tische und das macht nicht nur sichtbar sondern auch hörbar viel Spaß. Nach dem Schlußlied „I am from Austria“ und 3 1/2 Stunden nach Beginn geht ein wirklich schöner Abend zu Ende. Ich gehe wieder durch das Wäldchen zu meinem Auto und mir fällt der totgeschossen Hase ein, der am Wasser Schlittschuh lief und ein blondgelockter Knabe mit kohlrabenschwarzem Haar… Im Ohr die wunderschönen Wienerlieder, drehte ich leichtsinniger Weise Radio Wien auf und ein englischer Song knallte mir entgegen. Da fiel mir noch ein Aufruf von Luise Seitler ein: Die Wiener Musik Die Wiener Musik ist ein goldener Schatz findet leider nicht in allen Herzen Platz. Der Melodienreichtum macht die Zuhörer ganz stumm. Im Ausland wird die Wiener Musik anerkannt und ist dort mehr als in ihrer Heimatstadt bekannt. Acht Bundesländer haben ihre Volksmusik und dort hat man auch das Glück, daß Radio und Fernsehen für sie da sind nur beim Bundesland Wien ist man taub und blind. Wenn auch die Musik der Bundesländer gut ist wird das Wienerlied doch außerordentlich vermißt. Das Wienerlied darf nicht untergeh’n es soll und muß weiterbesteh’n. Und dafür danken wir Kurt Strohmer und seinem Hawara Club, daß er dazu beiträgt daß das Wienerlied erhalten bleibt! |
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Text und Fotos: Sissi Gaidos |
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| Hier geht es zur Fotoseite vom 14. Novemer >>> | ||||||
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erstellt am 19. 12. 2011 © http://www.daswienerlied.at |
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