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Im Waldmüller-Zentrum:
"Das Wienerlied im Frühling"

Zu einem festlichen Musik-Abend luden die rührigen Organisatoren der "Schule des Wienerliedes" und "Kultur 10" unter der Obhut von BR Ing. Gerhard Blöschl ins Waldmüller-Zentrum. Mit dabei: Fini Gradinger, Edith Koschelu, Ingrid Merschl, Gerhard Heger, Ernst Franzan und nicht zuletzt, Rudi Wernik. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Fredi Gradinger und Franz Horacek.

Gerhard "Die Stimme Wien" Heger, Ingrid Merschl, Edith Koschelu, Fredi und seine Mutter Fini Gradinger,
Franz Horacek, Ernst Franzan, Rudi Wernik, Helene Witzelsberger und BR Ing. Gerhard Blöschl (v.l.)

Einmal jährlich wird die "Schule des Wienerliedes" unter der Leitung von Helene Witzelsberger unter der Obhut "Kultur 10" von BR Ing. Gerhard Blöschl von ihrem Stammlokal dem Gasthof Wildenauer zu einer großen Gala ins "Waldmüllerzentrum" in der Hasengasse im 10.Bezirk eingeladen. Und so auch heuer, am Donnerstag, dem 19.März.

Als Gastsängerin war Ingrid Merschl eingeladen, sie ist wie immer voll integriert bei den Vorbereitungen der Veranstaltungen in der Hasengasse, und wieder klappte alles wie am Schnürchen. Weiters war Gerhard "Die Stimme Wien" Heger als Gastsänger eingeladen. Musikalisch begleitet haben den Publikumschor und die GastsängerIn Fredi Gradinger und Franz Horacek, die natürlich auch mit Soloeinlagen vertreten waren. BR Ing. Gerhard Blöschl begrüßte die Gäste und gab dann das Mikrofon an Helene Witzelsberger weiter. Sie freute sich sehr über diese Einladung, dankte dem Bezirk und dem so zahlreich erschienen Publikum – es mußten von überall noch Sessel herbeigeholt werden. Aber bei guter Stimmung und Wienerliedern macht es ja gar nichts, da rückt man immer gerne zusammen, auch an diesem Nachmittag war es so.

"Singen , Mitsingen und Musizieren hält jung!" meinte Witzelsberger über eine erst kürzlich erschiene Studie und alle stimmten ihr zu und sangen mit Begeisterung mit. Sie trug dann noch ein kleines Frühlungsgedicht zum Motto des Nachmittags "Das Wienerlied im Frühling" vor und führte auch den weiteren Abend durch das Programm.

Von Gradinger – Horacek, beide schauen immer wie zwei Lausbuben aus und übertragen diese Fröhlichkeit auf das Publikum – erfuhren wir, daß sie fast gleichzeitig Großväter geworden sind. Das ist wirklich kaum zu glauben! Und es dürfte sich oben erwähnter Satz über das "Junghalten" bewahrheiten. Wir gratulieren den beiden herzlich!

BR Ing. Gerhard Blöschl bei der Begrüßung mit Fredi Gradinger (li.) und Franz Horacek

Unter Beteiligung des Publikumschores ging es dann weiter mit einem Frühlingslieder-Medley und weiteren Liedern wie "Die wahre Liebe ist das nicht", "Die Vogerln vom Wienerwald", "Die Fahrkarten nach Wien", "Die Putzgretlmirl", "A schräge Wie'sn am Donaukanal" usw. Der im Publikum anwesende Ernst Franzan, Wienerlied-Natursänger und Akkordeonspieler, wurde auf die Bühne gebeten und auch er unterhielt uns mit seinem schönen Vortrag der Lieder "Die Weana Gaude", "Fesch muaß geh'n". Rudi Wernig, Vereinsmitglied der "Schule des Wienerlieds", sang mit Franzan im Duett. Auch Edith (Mama) Koschelu freute sich darüber, auf die Bühne geholt worden zu sein und gab ihren Beitrag mit "Wien im Mai", "Beim Thuribrückerl", um sich dann auch noch Fini (Mama) Gradinger zu sich vors Publikum zu rufen. Es ist immer wieder besonders schön und berührend, wie die beiden die alten Lieder vortragen. Und der Applaus war dementsprechend begeistert und langanhaltend. Vor der Pause hörten wir dann noch die wunderschönen "D-Tanz" von Schrammel und Helene Witzelsberger brillierte mit dem in eine Sprechrolle umgewandelten Lied "Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn" von Hugo Wiener.

Im zweiten Teil war dann Ingrid Merschl mit ihrem Vortrag an der Reihe: "Kommt der Frühling wie ein Märchen in die Wienerstadt", "Im Frühling im Prater im Mondschein in Wien" sang sie, zwischendurch plauderte sie über zarte Frühlingsgefühle und Gradinger und Horacek sorgten mitten drinnen mit einer kurzen Doppelconference um das Lied "Das ist der Frühling in Wien" für Heiterkeit: Fredi: "I find die dritte Notenseiten net!" – Franzi: "Eh klar , es san ja nur zwa!" Womit dieses Problem auch geklärt war.

Gerhard "Die Stimme Wien" Heger, Ingrid Merschl und Edith Koschelu

Dann kam Gerhard Heger auf die Bühne und begeisterte – wie immer und überall – alle mit seinem Vortrag mit "Scharf geh'n ma's an" von Rudolf Kronegger, "Herrgott i bitt di geh mach mir die Freud" von Fritz Wolferl, "Die Landpartie mit'n Zeiserlwag'n" von Ludwig Gruber und den "Wiener Troubadour" bereits mit Zwischenapplaus begleitet. Der legendäre "Schmid Hansl" war ebenso einer der Mentoren von Gerhard Heger, wie auch Karl Nagl und Trude Mally. Und so erzählte er uns, daß er als junger Mann öfter in dem einst "anrüchigen" Cafe Rene war, die wenigsten wußten jedoch, daß im Hinterzimmer immer die "Nagl-Abende" stattfanden. Heger durfte damals auch ab und zu dort singen und konnte Karl Nagl mit seinen Operettenvorträgen nicht "hinter dem Ofen hervorlocken", bis dieser zu ihm sagte: "Hör auf damit, Du muaßt echte, alte Weanaliader singen." Heger nahm sich das zu Herzen und diese alten Lieder erfüllen ihn bis heute. Und er legt bei seinen Vorträgen seine ganze Seele mit hinein. Mit dem "Frieden auf der Welt" verabschiedete er sich, alle Künstler kamen noch einmal auf die Bühne und sangen mit den Gästen das Abschiedslied "Der Schule de Wienerliedes", "Geh'n ma auße zum Stanabrünndl". Als Draufgabe gab es noch "'s Herz von an echten Weana".

Ein Blick in den vollbesetzten Saal

Alle Fotos: daswienerlied.at  

HSK

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erstellt am 02. 04. 09 © http://www.daswienerlied.at