|
||||||
| Heger-Abend im "Zuckergoscherl" Einmal monatlich kann man den großartigen Gerhard "Die Stimme Wien" Heger-Abend im Musikcafe "Zuckergoscherl" am Rochusmarkt erleben. Mit dabei waren diesmal Tommy Hojsa am Akkordeon und als Überraschungsgast Edith Koschelu sowie die Chefin des Hauses, Ingrid Stassner, und "Fiaker Helmerl". |
||||||
|
||||||
|
Tommy Hojsa, Edith Koschelu, Gerhard "Die Stimme Wien" Heger, |
||||||
| Ein Besuch in Ingrid Stassners "Café Zuckergoscherl" am Rochusplatz zu einem Heger-Abend bringt immer schöne, eindrucksvolle Stunden. Diesmal wurde Gerhard "Die Stimme Wien" Heger von Tommy Hojsa am Akkordeon begleitet und die beiden sorgten von Beginn an für gute Stimmung – zuerst mit dem zünftigen Begrüßungsmarsch "Scharf geh'n ma's an", dann ging es weiter mit "Wann mir guat aufg'legt san", für einen Gast aus Tirol, der mit Freunden seinen 50. Geburtstag feierte, brachte man "Die Martinswand". Edith Koschelu, sie weilte auch unter den Gästen, kam natürlich nicht "ungeschoren" davon und wurde von Gerhard Heger zum Singen gebeten – und kam der Bitte gerne nach. Gemeinsam mit ihm hörten wir "'s Familienglück", später "A wengerl a Musi, a bisserl a Gstanz" u.v.m. | ||||||
![]() |
||||||
|
Zuckergoscherl-Wirtin Ingrid Stassner und Gerhard Heger |
||||||
![]() |
||||||
|
Edith Koschelu |
||||||
| Tommy Hojsa spielte nicht nur, sondern sang auch oft mit Heger mit. Ingrid Stassner war mit "Jessas Kinder, kost's den Wein" und anderen Liedern dabei, so auch "Fiaker Helmerl" mit dem "Silbernen Kanderl", teilweise im Duett mit Heger zu hören usw. | ||||||
![]() |
||||||
|
"Fiaker Helmerl" |
||||||
| Mit den schönsten Liedern aus Hegers Repertoire "der untersten Lad" ging es durch den Abend, Melodien von Komponisten wie F.P.Fiebrich, Kronegger, Fiedler, Fellner, Walter Hojsa, Lorens usw. begleiteten uns und unsere Gerhard Heger zog alle Register seines Könnens. Wir genossen es von einem Lied zum anderen. Zu vorgerückter Stunde gab es dann noch ein Wunschkonzert für die Gäste und mit "Das hat ka Goethe g'schrieb'n", gesunden von Fiaker Helmerl, und "Wien im Mai" und "A Landpartie im Zeiserlwag'n", gesungen von Heger endete für uns dieser schöne Abend viel zu früh. | ||||||
![]() |
||||||
|
Tommy Hojsa |
||||||
![]() |
||||||
|
Unter den Gästen: Berti Endler |
||||||
| Alle Fotos: daswienerlied.at/HSK |
HSK |
|||||
|
|
||||||
|
Gerhard "die Stimme Wien" Heger – zum 60er am 6. Mai 2010 Eigentlich bin ich gar kein geborener Wiener…! Aber, und das hab' ich im Scherz einem Freund auf eine "häkerlnde" Bemerkung bzgl. meiner Herkunft geantwortet: "Ich bin mehr Weana, als so mancher, der da geboren ist!" Meine Mutter brachte mich in Großwiesendorf auf deren elterlichem Gehöft zur Welt. Mein Wiener Vater war in dieser schweren Zeit permanent arbeitslos und zur Zeit meiner Niederkunft wahrscheinlich nicht sozialversichert, da war's halt um einiges leichter, am Land zu entbinden… im Zimmer…am Esstisch…um die Mittagszeit…hmmm! – Danke liebe Fini Heger! – Was dabei rauskam, darf man heute der Hebamme auch nicht mehr vorwerfen… Ich bin stolz auf meinen Heimatort, weil von dort kommt meine Mutter her, und – zum Glück! – sind dort noch ein paar liebe Verwandte! Ich bin stolz, daß wir zufällig verwandt, aber erwählt befreundet sind! – Danke, liebe Wiesendorfer! – Trotz allem zog's mich, so wie jetzt, immer wieder auf Kurzbesuche nach Großwiesendorf – schon nach 3, 4 Tagen nach Wien zurück. Reden und singen lernte ich, dank meines Vaters, gleichzeitig und – obwohl er starb, als ich noch nicht einmal 12 war – hat er mir eine tolle Berufsausbildung gegeben – dank des Riesenrepertoires, das ich durch ihn schon im zartesten Kindesalter aufnahm. Danke, lieber Fritz Heger! Schon als "Bürscherl" – wenn andere in den Discos verschwanden – zog's mich zur Weana Musi, dort, beim Nagl Karli und der Mally Trude, erweiterte sich beträchtlich mein Alt-Wiener- Lieder-Repertoire und mein Herz für zwei Lebensfreunde, die ich beide leider nicht mehr "habe". Danke, daß es euch gegeben hat! Durch meine Kontakte über diese beiden Künstler lernte ich den Girk Kurti kennen – auch ein Lebensfreund, geachteter Kollege, Lehrmeister und Sangespartner. Hoffentlich noch ganz, ganz lange! Danke, "Frankyboy von Ottakring"!
Als ich dachte – nicht auf Grund fehlenden Talentes! Ein gewisser Herr Ioan Holaender lud mich zum Vorsingen in seine Agentur (da war er noch nicht Staatsopernchef) und bedauerte beeindruckt: "Derzeit keine Vakanz für Sie parat!" Die Realität: Ich war mit 30 ein "überstandiger" Anfänger! Mir fehlten Referenzen, sprich Vorengagements, doch leider war ich halt mit 20 nicht in der Lage zu studieren, ich mußte als Drogist Geld verdienen. Ich mußte nie ein Vorsingen meinerseits herbeiführen, ich wurde immer dazu eingeladen. Das macht mich heute schon etwas stolz! Holaender hörte mich wahrscheinlich als "Pedrillo", "Wenzl" oder "Tamino" in einer "Opernklasse-Kmentt"-Aufführung während meines Studiums. Als ich also dachte, "die Überfuhr versäumt" zu haben, führte das Schicksal Regie: "Es rief" in Person des Rudi Schaupp das nie weggelegte Wienerlied nach mir, und aus vollem Herzen zusagend kehrte ich zu meinen Wurzeln zurück. Ich wurde ein "Kolibri", und das 15 Jahre lang – mit Rudi Schaupp und Rudi Ratzer, für Millionen aus aller Welt singend! Danke Rudi's! Aber nicht, daß man annähme fünf, manchmal sechs oder gar sieben Tage "Wien, Wien, nur du allein" bis "O sole mio" (ein Lied aus der Heimat für unsere Gäste als Referenz war obligat) reichte mir – weit gefehlt! Zweimal wöchentlich, als ehrende Draufgabe meiner sängerischen Tätigkeit, sang ich bis 4 Uhr beim Schmid Hansl! Als nach 15 Jahren für die "3 Kolibris" das Ende gekommen war, nahm mich die "Familie" wieder auf: Inhaber Hannsi, alle Gäste inklusive Prominenz aus Kunst, Politik, öffentlichem Leben und vor allem der Kapellmeister des Hauses, Rudi Luksch, ein im höchsten Maße verdienter, hochdekorierter, stets kritischer, treuer, künstlerisch befruchtender Partner und Freund beim Schmid Hansl… Danke, Rudi und Hanns! Daß ich es mir in meiner Wahlheimat Ottakring, der "Brutstätte des Wienerliedes", nie nehmen ließ – auch als ich noch Innerstädter war – mit den langjährigen Freunden, den "Weana Spatz'n" Fredi Gradinger und Rudi Koschelu sowie meinem "geliebten Bonsai" Herbert Bäuml, Weana Tanz zu zelebrieren, fordert mir diesen liebenswerten Kollegen gegenüber größten Dank ab! Wenn ich heute mit den zu Freunden gewordenen "Wiener G'schicht'n" der Ingrid Stassner und dem "Fiaker-Helmerl" manch schöne Wienerlied-Veranstaltung singen kann, dann erfüllt sich mir als Pensionist ein Herzenswunsch: Singen, solang die Stimmband'ln noch uneingeschränkt mitmachen! – Danke, Ihr "Zuckergoscherln"! Es ist keine "lästige Verpflichtung", "danke" zu sagen, schon eher angsterzeugend, irgend jemand – der gewiß nicht "Irgendjemand" ist – meiner lieben Kollegen und Freunde gebührende Danksagung unabsichtlich nicht ausgesprochen zu haben. Ich konnte, ja durfte von jedem viel lernen: dem Kurtl Schaffer, der mich durch Frühschoppen zum ORF brachte, seinen Partnern Lotschi Steup, Franzl Belay, dem unverwüstlichen Hojsa Walter, den Meisterschrammeln und einem ganz Großen, Horst Schneider und seinem leider schon verstorbenen, langjährigen Partner Karli Specht. - DANKE!!! Vor allem aber: Allen, die mir als geneigte Zuhörer die Treue hielten ein ganz demütiges Danke! Eure "Stimme Wien" (danke Joschy Völkel, lieber Freund – viel zu kurz! – künstlerischer Weggefährte, für diesen Ehrennahmen!) Gerhard Heger |
||||||
| Diesen Beitrag, verfaßt von Gerhard Heger, haben wir der Wienerlied-Zeitung "Wienerlied aktuell" April-Juni 2010 übernehmen dürfen und danken hiermit dafür! | ||||||
|
|
||||||
|
erstellt am 12. 05. 10 © http://www.daswienerlied.at |
||||||