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"XLarge Company" im "Holländerschiff"

"Hawara Club"-Chef Kurt Strohmer und "Wasserwiesen"-Chef Gerry Hornek treten gemeinsam als "XLarge Company" auf. Was nicht viele wissen dürften, ist, daß sie beide schon seit vielen, vielen Jahren in verschiedenen Formationen Musik machen.

Kurt Strohmer und Gerry Hornek

Es war ein schöner Sommernachmittag Mitte Juni. Kurzentschlossen folgte ich einer Einladung von Kurt Strohmer, der mich per SMS auf einen Auftritt der "XLarge-Company" im Prater aufmerksam machte. Nun, ich muß gestehen, daß mir der Name dieser Formation damals nichts sagte, dachte mir aber, "es wird schon was Wienerisches dabeisein, wenn Kurt Strohmer dabei ist". Also pilgerte ich in den Prater, in die "Straße des 1. Mai", wo – so ziemlich genau in der Mitte zwischen Riesenrad und "Schweizerhaus" – um 17 Uhr die Veranstaltung beginnen sollte.

Das Gasthaus "Holländerschiff" ist ein riesiges Lokal mit einem ebensolchen Saal und war mir, trotz unzähliger Prater-Besuche, völlig unbekannt gewesen. Etwas überraschend waren da aber gerade ein paar Leute und ebensoviele Kellner. Und das rund 20 Minuten vor Beginn. Wie als Beispiel für die Wiener Gemütlichkeit kam dann auch die Antwort auf meine Frage, wann es denn nun losginge: "Die müssen eh jeden Moment auftauchen."

Ausreichend Durst war bereits vorhanden, ebenso knurrte mein Magen, und so ließ ich mich zu


Kurt Strohmer


Gerry Hornek
einem sehr verspäteten Mittagessen gemütlich nieder. Pünktlich, wie die Uhr, kamen dann auch Kurt Strohmer und Gerry Hornek, gingen auf die Bühne und begannen, nach wenigen Minuten technischer Vorbereitungen, voll mit ihrem Programm. Das, wie ich später erfuhr, bis nach Mitternacht andauern sollte.

Ich kenne die beiden schon seit bald drei Jahren, habe sie viele Male erlebt, wenn Kurt Strohmer auftrat und Gerry Hornek – wie auch bei anderen Veranstaltungen – für die Beschallung sorgte. Und natürlich vom "Hawara Club", dessen "Chef" K.S. ist, im Schutzhaus Wasserwiese – von wo ich Gerry Hornek als Wirt kannte.

Nun standen die zwei "XLarg‘ler" auf der Bühne im Prater und spielten für eine Handvoll Fans. K.S. auf meine Frage, wieso denn so wenige Leute gekommen wären: "Das ist immer so. Es dauert ganz einfach eine Weile, Du wirst schon sehen, wie sich der Saal füllen wird." So lehnte ich mich also zurück und genoß, zu erleben, mit welch großer Freude und Begeisterung K.S. und G.H. in ihrem umfassenden Repertoire "wühlten": Da gab es Titel von Brunner und Brunner ebenso, wie vom Nockalm-Quintett, von Roy Black, Peter Kraus, Udo Jürgens, den Bambis, Tom Jones, Elvis Presley, Rainhard Fendrich, Horst Chmela und, nicht zuletzt, "Rat Pack", mit deutschen Texten von K.S. gesungen. Natürlich fehlte aus das Wienerlied nicht, dem sich K.S. ja schon in jungen Jahren verschrieben hat.

Nun könnte man sagen, es handle sich hier um ein klassisches Unterhaltungsprogramm, das auf wohl jedem Ball gespielt wird. Das stimmt prinzipiell schon – nur mit dem wesentlichen Unterschied, daß für die "paar Stunden" Programm viele Wochen und Monate intensiver Vorarbeit notwendig waren. Denn Gerry Hornek spielt jedes Playback selbst ein, läßt kein Instrument aus, vergißt keine musikalische Ausschmückung, jeder Titel wurde in Studioqualität aufbereitet. Und auch wenn G.H. noch genug damit zu tun hat, beim Live-Auftritt alle Sequenzer und Soundmodule über sein Keyboard und eine Fernbedienung zu steuern, wirkt alles, was er und K.S. ihrem Publikum bieten, beschwingt und unbeschwert. Und als ich dann meinen Platz für andere Gäste räumte, waren fast vier Stunden wie im Flug vergangen, auch der Saal hatte sich gefüllt.
 
Kurt Strohmer
… stand mit 14 Jahren zum ersten Mal auf einer Bühne. Mit 19 nahm er seine ersten Tonträger auf, debütierte mit ersten Radiosendungen auf "Radio Wien" und "Radio Österreich International". Auch konnten seine Lieder unter "Schallplatte des Tages", als Service von der Post, am Telefon abgehört werden.

Es folgten unzählige Schallplatten- und CD-Aufnahmen, Radiosendungen und Auslandsengagements. Einer seiner zahlreichen Höhepunkte


Kurt Strohmer am Baß
war der Auftritt am Wiener Rathausplatz in der Manege des "Circus Roncalli" bei der Abschlußgala, als er dem Zikrusdirektor ein von ihm getextetes Lied widmete und live performte. Im Dezember 2003 feierte er mit unzähligen Freunden, Fans und Musikkollegen sein 25jähriges Bühnenjubiläum und anläßlich dieses Ereignisses erschien sein Gedichtband "kreuz & quer", der Heiteres, aber auch Besinnliches beinhaltet. Ein Jahr darauf errang er mit einem von ihm getexteten Lied bei einem Gesangswettbewerb den Titel "musicmaker 2004".

In der Wienerlied-Szene ist er trotz seiner junge Jahren ein nicht wegzudenkender Bestandteil geworden und hat mit dem von ihm gegründeten "Hawara Club" einen Meilenstein in Sachen Wiener Entertainment gesetzt. Bei diesen stets ausverkauften Veranstaltungen zeigt Kurt Strohmer, daß er nicht nur als Sänger, sondern auch als Comedian und Conferencier eine sehr gute Figur macht.

Kurt Strohmer gilt als vielseitiger Mensch. Er schreibt nicht nur alle seine Texte selbst, er ist auch in den verschiedensten Bereichen der Musik zu Hause – egal, ob Wienerlied, Austro Pop, Musical, Standards, Klassik oder auch Rat Pack mit seinen Wiener Texten. Der Leitsatz, den er sich zur obersten Maxime gemacht hat und den er immer wieder hervorhebt, lautet: "Unsere Sprache ist es wert, gesungen zu werden!"

http://www.kurtstrohmer.at/
http://www.hawaraclub.at/
 
Gerry Hornek
… ebenso unter seinem Künstlernamen "Gerry Kenroh" bekannt, hat seine ersten Gesangsversuche im Schulchor Strebersdorf gemacht. Mit 8 Jahren hat er Blockflötenunterricht


Gerry Hornek am Keyboard
genommen und sattelte als 11jähriger auf Querflöte um. Mit 12 Jahren nahm er dann Akkordeon-Unterricht bei einem der Großen der Musikbranche. Später kamen dann die Keyboard's ins Spiel, die damals Bontempi & Casio hießen. G.H. erinnert sich: "Klänge waren das damals, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen." Er war übrigens "vorbelastet", war nämlich im elterlichen Tanzlokal immer hinter, unter und auf der Bühne, um sich bei den Musikkollegen einiges an "Kommerz-Know-How" abzuschauen und dazuzulernen. Dabei gesellte sich, zur Liebe zur Musik, auch die Liebe zur Technik: "Mischpult, Lichtsteuerungen, Keyboards, Drumcomputer, Sequenzer und jede Menge Kabel – das ist bis heute meine Welt", erzählt G.H., der mit 20 Jahren eine Ausbildung zum Toningeneur absolvierte, um dann auf verschiedenen Bühnen mit Kollegen im In- und Ausland unterwegs zu sein. Später, so ab 25, ist er auch als Entertainer solo unterwegs und ist somit schon seit fast 18 Jahren im Musik-Business als Musiker, Sänger, Moderator, Tontechniker und Lichttechniker unterwegs. 2003 hat er die "Kenroh Production – studio-unlimited-austria" ins Leben gerufen, ein Digital Tonstudio, in dem er Sprach- und Tonaufnahmen aller Art, Werbejingels, Midifiles, CD-Produktionen, Demos usw. produziert. Ein eigenes Label, "World-Media-Records", MobilSound, PA-Verleih, Ton- und Lichttechnik, Sound & Light-Design, Bühnen und Rigging, DTP, Grafik, Webstyle, Foto und schließlich Künstlervermittlung zählen zu den Tätigkeitsbereichen des Gerry Hornek.

http://www.kenroh.at/ (noch in Arbeit)
 
Fotos: daswienerlied.at  

MM

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erstellt am 01. 07. 07 © http://www.daswienerlied.at