Ein Abend in der "Vorstadt", dem "KULTur Gasthaus" in der Herbststraße.
Diesmal erwartete uns ein besonderer Genuß – verstärkt dadurch, daß wir schon einige "Anläufe"
unternommen hatten, die vier Virtuosinnen zu erleben.
An eines haben wir uns in den letzten Jahren schon gewöhnt, nämlich daran, daß höchste Qualität
nur von einer Handvoll Besuchern belohnt wird. So auch an diesem Abend. Da gaben vier professionelle Musikerinnen
einen Einblick in ihr weitreichendes Repertoire und bewiesen ihre Liebe zur Musik.
Das Programm war vielfältig, spannte einen weiten Bogen von original Schrammel-Kompositionen bis hin zur Zeitgenössischem
(z. B. "Tanz in E" von Manfred Kammerhofer). Zu hören gab es unter anderem "Das Glück
is a Vogerl" von Carl Kratzl, "Die Schmutzer Tanz" von Johann Schmutzer, "Die Pratertanz"
von Max Schönherr, "Der Dornbacher Pfarrer steckt aus" (von Bruno Hauer und Josef Kaderka) oder
"La Composita" von Joaquín Rodrigo. Einige dieser Titel sind auch auf der CD "Saitensprünge
1" der "Wiener Frauen Schrammeln" enthalten.
 |
Chrisoula Kombotis ist in Wien geboren, hat am Konservatorium der Stadt Wien bei Prof.
Thomas Christian und Prof. Werner Hink (dem Konzertmeister der Wiener Philharmoniker) Violine studiert. 1996, ein
Jahr vor ihrer Staatsprüfung am geht sie schon als Preisträgerin beim Kammermusikfestival "Allegro
Vivo" hervor. Dann gründet sie das "Gloriettequartett", mit dem sie regelmäßig auftritt.
Zusätzlich ist sie Stimmführerin in der Wiener Kammeroper, in der Sinfonietta Baden und im Orchester
der Seefestspiele Mörbisch. Kammermusikalische Tätigkeit führte sie auf zahlreiche Bühnen m
In- und Ausland. Seit rund 10 Jahren ist Chrisoula Kombotis Mitglied des Johann Strauß Ensembles und verstärkt
ihre Auslandsreisen (Japan, Belgien, Deutschland, Italien u.a.). Seit 2000 ist sie Ensemblemitglied bei den "Wiener
Frauen Schrammeln".
 |
Sabine Huber ist ebenfalls gebürtige Wienerin und hat ihren ersten Akkordeonunterricht
mit sieben Jahren an der Musikschule Rudolfsheim-Fünfhaus genossen. Darauf folgte ein Akkordeon- und Klavierstudium
(Instrumentalpädagogik) am Konservatorium der Stadt Wien, wo sie 1998 die staatliche Lehrbefähigungsprüfung
absolviert und das Konzertfach Akkordeon weiterstudiert. Noch während des Akkordeon- und Klavierstudiums beginnt
sie ein Gesangsstudium und belegt Meisterkurse bei Prof. Ingeborg Wamser und Maestro Antonio Carangelo. Sie tritt
als Akkordeonsolistin bei Akkordicello, diversen Film- und Theaterproduktionen und verschiedenen Gastspielen in
ganz Österreich auf und ist seit Gründung bei den "Wiener Frauen Schrammeln".
 |
Auch MMag. Dr. Karin Steiner ist in Wien geboren. Ihren ersten Violinunterricht erhielt
sie bereits im Alter von fünf Jahren von Prof. Bruno Steinschaden in Salzburg, mit acht Jahren belegt sie
den Vorbereitungslehrgang bei Prof. Hermann Kienzl am Mozarteum Salzburg. Später folgt das Studium an der
Musikhochschule Wien bei Prof. Maeve Auer (Instrumentalpädagogik), am Konservatorium Eisenstadt bei Prof.
Werner Ehrenhofer (Konzertfach) und an der Universität Wien (Psychologie). Von 1995 bis 1997 führt sie
Orchestertätigkeit ans Stadttheater Gießen (Deutschland). Als sie dann nach Wien zurückkehrt, ist
sie freiberuflich in zahlreichen Ensembles und Orchestern in Wien und im Ausland (u. a. Wiener Kammeroper, Wiener
Kammerorchester, Mozartorchester, Orquestra de Cadaques, Seefestspiele Mörbisch) tätig. 1998 gründet
sie die "Wiener Frauen Schrammeln".
 |
Die Wienerin Waltraud Rabl erhielt ihren ersten Gitarreunterricht als Achtjährige
an der Musikschule Margareten. Später studiert sie am Konservatorium der Stadt Wien Konzertgitarre und Instrumental-
pädagogik, schließt 1983 das Studium mit der staatlichen Lehrbefähigungsprüfung ab. Darauf
folgen zahlreiche solistische Auftritte, u. a. bei den Wiener Festwochen, sie wirkt in verschiedenen Ensembles
und Orchestern (z. B. in dem der Wiener Volksoper), sowie Radio- und Fernsehaufnahmen mit. Mit dem Margaretner
Schrammeltrio führen sie zahlreiche Gastspiele quer durch Österreich und auch ins Ausland. Bis 1990 tritt
Waltraud Rabl mit den Penzinger Salonschrammeln auf, stößt dann 1998 zu den "Wiener Frauen Schrammeln". |