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| Sternstunde beim "Wiener Klang" Am besten mit "bummvoll" ist die Veranstaltung des "Wiener Klang" im Rahmen der Bezirksfestwochen zu bezeichnen. Kein Wunder, war doch das Duo "Hodina-Koschelu" sowie das Wiener Kabinettorchester angesagt. Besondere Schmankerln erwarteten also die Gäste im Rittersaal des "Martinschlössls". |
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Rudi Koschelu mit seiner Kontragitarre und Prof. Karl Hodina mit seiner "Macourek"-Harmonika |
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| Abgesehen vom zahlreichen Stammpublikum strömten auch Gäste aus Mödling und
Baden herbei und wurden nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, die Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.
Über Prof. Karl Hodina zu schwärmen, heißt zwar Eulen nach Athen tragen, aber es sei trotzdem versucht: Wie es dieser so vielseitige Künstler versteht, mit seiner "Macourek"- Harmonika umzugehen, ist immer wieder beglückend. Schon die erste Nummer "A Ziagata" aus der "untersten Lad'" war eine wunderbare Einstimmung für das, was noch kommen sollte. Kongenial von der ersten Nummer weg sein Partner Rudi Koschelu, der es wieder einmal – man muß sagen, wie immer – verstand, mit seiner Kontragitarre den richtigen Contrapunkt zu setzen und damit eine wesentliche Basis für das harmonische Zusammenspiel zwischen den Instrumenten und dem Gesang zu schaffen. Kaum Bekanntes, wie z. B. "Das Vogerl am Bam", "In Wean wars a Gaude" (Wiener Gemütlichkeit), Lied aus der Metternich-Zeit, Huf- & Leiertänze, wechselte mit dem immer wieder gern Gehörten "A wengerl kurz und a wengerl lang…" oder dem hinreißend von Rudi Koschelu interpretieren Hodina Lied "I hab ma gestern a paar Vierteln gebn". Ein Staubkorn konnte man fallen hören als Karl Hondina sein Liebeslied " I liassat Kirschen für di wachsen ohne Kern" anstimmte. Gekonnt schwingt da viel Emotion mit, die sich auf das Publikum überträgt und einfach berührt. Als das Duo Hodina-Koschelu den Abend mit dem "Herrgott aus Sta" beschloß, da war jedem im Publikum klar, daß man wohl eine besondere Sternstunde im Rahmen des "Wiener Klang" miterleben durfte. Mit einem Applausorkan wurden die beiden Interpreten bedankt und viele sprachen aus, was sich alle dachten: "Schön war's und hoffentlich kommen's wieder". |
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Wolgang Lhotka, Silvester Janiba und Johann Enzlberger (v.l.) |
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| Nach der Pause erwartete das Publikum erstmalig auch beim "Wiener Klang" das "Wiener
Kabinettorchester". Was sollte man sich darunter vorstellen? Ganz einfach drei Musiker, nämlich Wolfgang
Lhotka, Geige, Silvester Janiba an der "Macourek"-Harmonika und Johann Enzlberger an
der Baßgeige. Ist das bereits ein Orchester? wird sich manch einer fragen. Die Antwort lautet schlicht: Ja!
Geige und Baßgeige als Eckpfeiler des Ensembles sind klar und wenn man dann einen Silvester Janiba hat, dann
ist die Ziehharmonika einfach der Rest (Bratsche, Cello, Trompete, Klarinette, Posaune etc). Welch ein Glück,
denn müßte man nämlich all diese Musiker auch noch engagieren, so wäre das der Bankrott des
Vereins, aber so… Los ging´s gleich zünftig mit dem Radetzkymarsch, gefolgt von Lehars "Gold und
Silber", da waren die ersten Begeisterungsstürme fällig. Wienerisch sollte es weitergehen mit dem
uralten Fiakerlied "I schrei hü, i schrei ho..." Hier erklang erstmals an diesem Abend der "Wiener
Klang Chor" – sprich: das Auditorium, animiert durch das Orchester, versuchte sich erfolgreich als Background-Chor.
Manches Talent wäre da noch zu entdecken, aber das ist eine andere Geschichte. Dann ging es Schlag auf Schlag: Trahüttner-Tanz, Vergnügungszug, die Pizzikato-Polka, hinreißend gezupft von Wolfgang Lhotka, die Annenpolka, gefolgt von "Wann ich mit meinem Dackel, von Grinzing heimwärts wackle", wieder unter heftiger Mitwirkung des "Chores". Nach dem Csardas von Monti – brillant dargeboten durch den Geiger – erreichte die Zustimmung des Publikums Orkanstärke, man hätte glauben können, man ist bei einem Popkonzert. Aber es sollte noch lange das Ende nicht erreicht sein. Im "Frühtau zu Berge", prächtig arrangiert auf ungarisch und russisch, ein "Strauß vom Strauß" und letztlich "Heut kommen d´ Engerln auf Urlaub…" trugen dazu bei, das Publikum glauben zu machen, daß die Engerln wirklich in Wien zu Hause sind. Musikalisch hatte der Herrgott jedenfalls drei Vorboten in Form dieser drei exzellenten Musiker zum "Wiener Klang" geschickt. Insgesamt ein Abend, der an Lokalkolorit, Stimmung und Schwung wohl kaum zu überbieten ist. |
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Monika und Peter Hana, Prof. Karl Hodina und Rudi Koschelu |
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Ein Blick ins Publikum |
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| Alle Fotos: Wiener Klang Peter Hana | ||||||
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erstellt am 05. 06. 08 © http://www.daswienerlied.at |
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