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| "Urwienerisch g´sungen und g´spielt" Der Verein "Wiener Klang“ eröffnete seine Saison 2008 in seinem Vereinslokal, dem „Martinschlössl“ in Wien 18. Am Programm standen Wiens Dudlerkönigin Trude Mally, Robert Kolar, Roland Sulzer sowie die „Mondscheinbrüder“, personifiziert durch Walter Czipke und Robert Reinagl. |
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Robert Kolar, Agnes Palmisano, Roland Sulzer, Robert Reinagl, Walter Czipke und Peter Hana |
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| Groß war vorerst die Enttäuschung bei allen Freunden des Dudelns, als Obmann Peter
Hana mitteilen mußte, daß Trude Mally leider krankheitsbedingt absagen mußte. Aber – und das war besonders erfreulich – es konnte in niemand Geringerem als in der "Kronprinzessin des Dudelns", Agnes Palmisano, Ersatz gefunden werden. Robert Kolar führte mit Esprit und Schwung durch das Programm und eröffnete mit Roland Sulzer mit der Frage: „Es is ka Fuchs, es is ka Has, sakramentski was is das…", um dann gleich anschließend mit einigen zünftigen Sprüchen von Ernst Kain zu brillieren. Roland Sulzer setzte sodann mit einem pfiffigen Wienerlied fort. Wenn er so hinter seiner Ziehharmonika entweder ein spitzbübisches Lächeln im Gesicht tragend oder mit stoischem Ausdruck recht kräftig Deftiges von sich gibt, reißt er das Publikum immer wieder zu Lachsalven und Applausstürmen hin. Jedenfalls sorgten die beiden gleich eingangs für lockere Stimmung, die die "Mondscheinbrüder" für sich zu nutzen wußten. Robert Reinagl und Walter Czipke erreichen gerade durch ihre unterkühlte Vortragsweise, daß das Publikum wie auf Nadeln sitzt und ihnen gebannt bei den Liedern aus der "untersten Lad‘" zuhört. „Die letzten 2 Pülcher“, "Die Leut habn z´wenig Geld", lokale Ausdrücke … das waren Schmankerln, die man sich gerne auf der Zunge zergehen ließ. Agnes Palmesano begann ihr Programm mit „In der „Lahmgruam und auf der Wieden“ und ließ da bereits ihre Lust am Dudeln erkennen. Solodudler sollten noch folgen, sowie Chansons der unvergleichlichen Cissy Kraner, an deren 90. Geburtstag damit erinnert wurde. "Der Nowak" läßt wohl nicht nur die Kraner nicht verkommen, sondern auch die Palmesano. Und daß Letztere auch den Novotny nicht leiden kann, ja, wer hätte das gedacht… Köstlich auch die Rezitation vom unvergessenen Fritz Grünbaum mit dem Titel „An mein Publikum“. Mit Wehmut stellt man fest, wie nicht nur witzig, sondern auch wie gescheit man damals zu formulieren wußte. Schön allerdings, daß dies von den Jungen, wie z. B. Robert Kolar, erkannt wird und uns dadurch dieser Genuß erhalten bleibt. Von den "Mondscheinbrüdern" bleibt noch zu berichten, daß sie sich „z´schwoch auf der Brust“ fühlen, ihr "Schatz is a Schneider“ behaupten und überhaupt, daß "das größte Glück" für sie unumstößlich die "untere Wienerische Lad‘ is". Besonders gelungen auch "das Laterndl“, im Duett vorgetragen von Agnes Palmesano und Robert Reinagl. Als Robert Kolar mit der unvergleichlichen Telefonbuchpolka von Kreisler endete, war wohl jeder erstaunt, wie schnell drei Stunden vergehen können. Was man von diesem Abend allerdings auch mitnehmen konnte, ist die Feststellung, daß es wohl um das Wienerische nicht gar so schlecht bestellt sein kein, wenn sich die Jungen so intensiv und authentisch damit beschäftigen. Und das Publikum so mitreißen können. |
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Ein Blick in den vollbesetzten Saal des "Martinschlössels" |
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Agnes Palmisano |
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Robert Kolar und Roland Sulzer |
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Walter Czipke und Robert Reinagl |
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| Fotos: Peter Hana / Sissi Gaidos | ||||||
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Peter Hana |
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erstellt am 06. 02. 08 © http://www.daswienerlied.at |
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