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Der erste und größte Wiener Kirtag

Wien feierte von 21. bis 24. Mai seinen ersten und zugleich größten Kirtag. Ein Fest der Superlative, für alle Sinne und natürlich für die ganze Familie. Vier Tage lang stand der Rathausplatz ganz im Zeichen Wiener Kulturguts und Wiener Unterhaltung – mit dabei: das Wienerled. Bürgermeister Michael Häupl war Schirmherr des Wiener Kirtags.
Gösser-Bierwagen am Rathausplatz

Ein zünftiges Fuhrwerk mit Bierfässern als Startschuß für Wiens größten Kirtag

Der Kirtag findet in ländlichen Gemeinden seit Generationen statt, womit verschiedene Bräuche und regionale Traditionen verbunden sind. Der Tag, an dem er angesetzt wird, hängt mit dem Namenstag des Schutzheiligen der Kirche zusammen. So wurde am 21. Mai der „Stefflkirtag“ vor dem Stephansdom offiziell eröffnet. „Zum achten Mal veranstalten wir dieses Fest rund um den Weihetag des Doms“, sagte Dompfarrer Toni Faber. „Diesmal haben wir es um vier Wochen auf Pfingsten verschoben und es gibt heuer in Wien auf zwei Plätzen einen gemeinsamen Kirtag – auf dem Stephansplatz und auf dem Rathausplatz“, so der Dompfarrer.
 
Eine lieb gewordene Tradition
„Der Stefflkirtag ist zu einer lieb gewordenen Tradition geworden. Er bietet viel für Leib und Seele“, sagte die Bezirksvorsteherin von Wien-Innere Stadt, Ursula Stenzel. „Dieser Kirtag im spirituellen und emotionalen Herzen der Stadt hat bescheiden begonnen und ist jetzt größer geworden. Die Wienerinnen und Wiener lieben Märkte und Feste, so werden sie auch den Kirtag auf dem Stephansplatz und dem Rathausplatz gerne besuchen“, erklärte der Bürgermeister der Bundeshauptstadt, Michael Häupl.

Dompfarrer Faber segnete einen Kirtagbaum, der anschließend auf dem Rathausplatz aufgestellt wurde, mit den Worten: „Guter Gott, wir sind zusammengekommen, um einige Tage ein Fest zu feiern. Wir bitten dich, segne diesen Kirtagbaum. Er ist ein Zeichen des Lebens. Viele Jahre mußte er wachsen und reifen, bis er diese Größe erreichte, viele heiße Sommer und eisige Winter überdauern, daß er heute als Festbaum bei uns aufgestellt werden kann“, so der Dompfarrer: „Segne alle, die an diesem Fest teilnehmen, daß sie gemeinsam fröhlich essen und trinken und sich am Leben erfreuen. Laß sie Zeit für gute Gespräche und Begegnungen haben. Möge diese Zeit für alle eine Zeit der Freude werden!“

Die viertägige Kirtagveranstaltung am Rathausplatz war die Premiere, laut Stadt Wien Marketing soll es 2011 eine erste Wiederholung des Festes der Superlative für alle Sinne und natürlich für die ganze Familie geben. Vier Tage lang stand der Rathausplatz ganz im Zeichen Wiener Kulturguts und Wiener Unterhaltung, selbstverständlich mit Michael Häupl als Schirmherrn.
Selten so viel Publikum fürs Wienerlied - im Bild die

Selten so viel Publikum fürs Wienerlied - im Bild die "16er Buam"

150.000 Menschen haben den Rathausplatz bevölkert
Biergartengenuß, Dosenwerfen und tolle Tombolapreise erwarteten Kinder, Jugendliche und natürlich auch Erwachsene bei einer Vielfalt an typischen Kirtagsattraktionen: Eine Hüpfburg für Kinder, Dosenwerfen, „Hau den Lukas“, „Dicke Berta“, Ringelspiele, Schifferlhutschen, Karussells, Ponyreiten, Luftrutsche und diverse Spielbuden. Der große „Biergarten“ lud zum Verweilen ein, um das künstlerische Programm aus nächster Nähe genießen zu können und wem das Glück hold war, der hatte täglich mehrmals die Möglichkeit, bei der „Bamkraxl-Tombola“ viele tolle Preise zu gewinnen.
 

150.000 Menschen genossen zum Pfingstwochenende Wiens größten Kirtag.

Kirchbaumsegen, Gratis-Bier und jede Menge Stimmung
Auftakt war, wie eingangs erwähnt, die Segnung des Kirchbaums durch Dompfarrer Toni Faber am Wiener Stephansplatz. Danach wurde der geschmückte Baum in einem feierlichen Korso über den Graben zum Rathausplatz geführt und vor dem Wiener Rathaus aufgestellt. Dann erfolgte die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Häupl und im Anschluß wurde dann – zur Freude aller Hopfen- und Malzfans – ab 17.30 Uhr Gratisbier vor der Festbühne ausgeschenkt. Ein abwechslungsreiches Programm wie die Auftritte von Volkstanzgruppen, vom Wienerlied Duo Jäger & Czipke bis zur Unterhaltungsband Dolce Vita auf der Hauptbühne, sorgte für großartige Stimmung am Eröffnungstag. 

Karl Merkatz, …, Dompfarrer Toni Faber, Bürgermeister Michael Häupl,
Jazz Gitti, Hans Schmid und Adi Hirschal (vl.l.)

Wolfgang Ambros, die Verleihung des "Augustin"-Preises und Top-Kulinarik
Als zwei absolute Highlights seien an dieser Stelle hervorgehoben: Am Abend des Samstag war Wolfgang Ambros – nach der Vorgruppe Rokitansky, die mit ihrem FunRock bereits auf sich aufmerksam machen konnte – auf der Hauptbühne aufgetreten und Am Pfingstmontag verlieh Bürgermeister Michael Häupl den „Lieben Augustin“-Preis, im Rahmen derer Adi Hirschal, Prof. Karl Hodina und Rudi Koschelu, das Trio Wien und weitere prominente Wiener Künstler wie Agnes Palmisano, Peter Havlicek und Roland Sulzer auftraten. Am Pfingstsonntag und -montag gab es außerdem Frühschoppen, bei dem das Wienerlied-Duo „16er-Buam“ unterhielt. 
 
Der »Liebe Augustin«
Bürgermeister Häupl nahm heuer den Kirtag zu Anlaß, auf der Festbühne

 
  "Der liebe Augustin"

am Rathausplatz den „Lieben Augustin“ an „Jazz Gitti“, an den (Volks-) Schauspieler Prof. Karl Merkatz und den Industriellen Hans Schmid als Dank für deren Einsatz für die Stadt Wien zu verleihen. Ausgezeichnet wurden u.a. bisher auch 1966 Altbundeskanzler Alfons Gorbach, 1967 Prof. Robert Stolz, 1969 Bruno Kreisky, 1971 Prof. Elfriede Ott, 1974 Anton Benya, 1976 Prof. Otto Schenk, 1977 Michael Heltau, 1981 Maxi Böhm und Prof. Hugo Wiener etc.

Wien ist eine Stadt des Humors, der Gastfreundschaft und der Geselligkeit, in der gerne schöne Feste gefeiert werden. Bisweilen gesellt sich zum Humor ein wenig die Melancholie, auch das ist wienerisch. Der „Liebe Augustin“ war ein typisches Kind dieser Stadt. Er soll im 17. Jahrhundert die Pestgrube überlebt haben. Die gleiche Überlebenskraft und den Humor, auch in schwierigen Zeiten, haben die Österreicher, besonders die Wiener, schon oft bewiesen. Die Figur des Lieben Augustin gilt als Symbol der Lebensfreude und der Lebensweisheit und ist das Sinnbild des Ur-Wieners.
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Alle Fotos: http://helga.schenk.or.at/ – danke dafür!
Text: http://www.oesterreichjournal.at
   
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erstellt am 10. 06. 10 © http://www.daswienerlied.at