|
||||||
| Moser und Kaderka-Matinee in Döbling Unter dem Motto "Bei den Schrammeln z´Haus" lud die Gesellschaft der Freunde der Wienermusik am 11. September in die Villa Wertheimstein. |
||||||
|
|
||||||
| Durch das Programm führte deren Präsident, Gerhard Menhard, für den musikalischen Teil dieser Matinee zeichneten die "Malat Schrammeln" mit Prof. Rudi Malat an der Altwiener Knopf- harmonika, Paul Fields, 1. Geige, Thomas Gröger, 2. Geige. und Edi Reiser an der Kontragitarre verantwortlich. Für den Gesang konnten Erika Kreiseder und Rita Krebs gewonnen werden. | ||||||
| Gerhard Menhard stellte eingangs fest, daß ohne die beiden Wiener Hans Moser und Josef "Pepi" Kaderka "unsere schöne Wienerstadt viel ärmer gewesen wäre" und übergab dem ehemaligen Bezirksvorsteher des 1. Bezirkes und jetzigen Moderator von Radio Stephansdom, Dr. Richard Schmitz, das Wort. Der widmete sich Leben und Schaffen von Hans Moser, dessen Geburtstag sich am 6. August zum 125. Mal jährte. Hans Moser war ja nicht nur ein großer Schauspieler, sondern auch ein begnadeteter Wienerlied-Interpret. Vor allem in seinen Filmen hat er eine regelrechte Wienerliedrenaissance eingeleitet, in einer Zeit, in der das Österreichische gar nicht so gefragt war. | ||||||
|
|
||||||
| "Hans Moser", so Dr. Schmitz, hat "jedenfalls nicht nur einen eigenen Wiener Dialekt gesprochen, oder besser gesagt genuschelt, er hat auch einen eigenen Typ des Wieners verkörpert: Den des grantigen, mieselsüchtigen Wiener Kleinbürgers, der aber im Krisenfall das Herz am rechten Fleck hat. Den hat er in vielen von seinen 150, manche sagen es waren nur 137 Filmen gespielt - gespielt ist wahrscheinlich der falsche Ausdruck: er war immer die Person, die er darstellte. Etwa der ekelhafte Kellner im Film "Wiener Gschichten". | ||||||
|
|
||||||
| Der zweite Teil der Matinee spiegelte Leben und Wirken von Josef "Pepi" Kaderka
wider. Präsident Menhard leitete seine Worte mit dem Liedtitel "I hab ka Angst ums Weanerlied" ein,
dessen Autor als Musiker, Sänger, Komponist, Textautor und Zeichner in die Geschichte des Wienerliedes eingegangen
ist. Sein Geburtstag jährte sich im Juni dieses Jahres zum 95 Mal. Josef Kaderka war immer schon sehr musikalisch, bekam bereits mit acht Jahren die heißersehnte Zither. Über die Jahre spielte er Sketches, sang und musizierte. Unter anderem waren dabei seine Kollegen Hilde Krahl, Jane Tilden und Richard Eybner, um nur einige zu nennen. Nach dem Krieg spielte Kaderka in der Tanzkapelle Ferry Hecht und blieb 16 Jahre lang der legendären Tanzschule "Thumser" treu. Das von Bruno Hauer vertonte Lied: "Zwa Bleamerln steh´n am Wiesenrand" löste mehr oder weniger den Startschuß zu über 1.000 Liedertexte aus, die aus der Feder von Josef Kaderka entstammen. Vertont wurden die Texte unter anderem von Lothar Steup, Fritz Jellinek, Rudi Schipper, Herbert Seiter, Hans Neroth, Horst Chmela, Hans Land und Robert Stolz. |
||||||
|
Alle Fotos: daswienerlied.at |
||||||
|
|
||||||
|
erstellt am 15. 09. 05 © http://www.daswienerlied.at |
||||||