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Wienerlied im "Wein.Raum" in der Josefstadt

Der "Wein.Raum" gegenüber dem Theater in der Josefstadt hat sich als ein Platz für Weinkenner und Feinschmecker etabliert und gilt als "5-Stern- Wohnzimmer". Mit Wienerliedern, die Ingomar Kmentt dort präsentiert.
     

Der "Wein.Raum" in der Piaristengasse 41, gegenüber dem Theater in der Josefstadt

Es ist schon kolossal, was sich in den vergangenen Jahren in der Wiener Lokalszene getan hat. Viele neue Betriebe unterschiedlichster "Geschmacksrichtungen" – sowohl was das Ambiente, als auch, was "Küche und Keller" anbelangt – sind da in aufgelassenen Bankfilialen, Gasthäusern oder auch kleinen Geschäften entstanden. Darunter gibt es so richtige Schmuckkasterln, deren Innenausstattung, Service und Angebot eher an eine private Einladung zu einer wohlhabenden Familie erinnern, denn an an ein Restaurant. Mit dem wesentlichen Unterschied allerdings, daß man sich privat weder selbst nach Lust und Laune einladen, noch ungeliebte (wenn auch vielleicht sorgsam zubereitete) Speisen ablehnen kann. Was liegt also näher, als ein Lokal zu eröffnen, das all das Positive in sich vereint, in dem man sich der Gast aber trotzdem irgendwie wie in einem gediegenen Wohnzimmer fühlt?

In der Josefstadt, vielleicht zehn Meter vom berühmten Theater entfernt, hat
sich jemand (und uns) diesen Traum erfüllt und im Logo des "wein T raum" festgehalten: Ingrid Nairz, weitgereiste Münchnerin, hat eine zeitlang in Paris gelebt und sich, wie sie erzählt, an der Seine in den Wein verliebt. Nein, nicht nur in den vergorenen Traubensaft, sondern in das Thema Wein, in das viel mehr hineinspielt, wenn man es nur ernst nimmt.
     

Dorado für Wiener Weinliebhaber und Feinschmecker; links im Bild: Inhaberin Ingrid Nairz

Vor mehr als zehn Jahren kam eine neue Liebe hinzu: Wien und der österreichische Wein. Nun galt es, die "alte" Liebe mit der neuen zu vereinen, französischen und österreichischen Wein, französischen und österreichischen, auch deutschen ("Tölzer Kasladen") Käse in hochkarätiger Symbiose zusammenzuführen und den Wiener Weinliebhabern und Feinschmeckern anzubieten.

Den "Wein.Raum" gibt es seit Herbst 2004. In der Zwischenzeit ist eine beachtliche Kollektion an Weinen aus verschiedenen französischen Regionen und auch eine starke Vertretung typischer Sorten aus den bekanntesten österreichischen Weingebieten entstanden. Die meisten Weine werden offen und in wunderschönen Gläsern angeboten, alle aber sind im Geschäft zu kaufen. Mit dem Käsesortiment verhält es sich ebenso: in kleinen Portionen auf Designer-Porzellan serviert, läßt sich davon ebenso in größeren Mengen mit nachhause nehmen. Käse und Wein passen ja hervorragend zusammen, besonders aber dann, wenn jemand mit Liebe und entsprechender Erfahrung, wie eben Ingrid Nairz, bei der Auswahl behilflich ist. Dazu kommt Hammerfleisch von Otmar Tschürz ("der tschürtz") aus dem burgenländischen Loipersbach als Alternative zu "Parma & Co.". Das magere Schweinefleisch wird übrigens nach altem Rezept und viel Erfahrung nur mit Meersalz und Knoblauch gewürzt und mit erstklassigem Buchenholz kalt geräuchert (die Temperatur des Rauchs liegt da zwischen 16 und 20° Celsius und es bleiben sehr viele Vitamine und Eiweißstoffe erhalten).
     

Wohnzimmer-Feeling in bequemen Fauteuils

Erhalten bleibt, trotz gegenteiliger Unkenrufe, auch das Wienerlied. Im Wein.Raum sorgt dafür Ingomar Kmentt, der unter dem Motto "Wean by Nocht im Wein.Raum" Wienerlieder à la Carte singt, pfeift und spielt.

Ingomar Kmentt wird 1945 in Wien in eine durchwegs musikalische Familie geboren, deren herausragendes Mitglied Waldemar, der berühmte Onkel, ist. Die ganze Familie sang mehrstimmig Volkslieder und Weihnachtslieder. Dennoch macht Ingomar nicht für die Musik zum Beruf, sondern entschließt sich zum Studium an der Akademie für angewandte Kunst / Meisterklasse für Innenarchitektur. Ab 1973 betreibt er ein eigenes Atelier und erfüllt Aufträge als Designer, Gestalter zahlreicher Ausstellungen und Messestände, entwirft mitwachsende Möbel für Kinder u.v.a. und erreicht 1989 in Brüssel auf der Erfindermesse "Eureca" eine Goldmedaille. Auch im Journalismus ist der erfolgreiche Architekt Ingomar Kmentt intensiv tätig, so als Chefredakteur der Fachzeitschrift "einrichten", arbeitet in der Tageszeitung "Die Presse" und in verschiedenen Fachzeitschriften im In und Ausland mit.

1991 macht er erste Bekanntschaft mit dem Wienerlied durch eine CD mit Heinz Holecek, die Kmentt in seinem Ausstellungskonzept "HOLZWEG" auf der Interieur 91 über die "legnopho- nischen Klangtafeln" des Erfinders Stefano Nardi zum Klingen bringt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt sich sein Leben zu verändern – was schließlich dazu führte, daß er seine Berufe zugunsten seiner Berufung an den Nagel hängte: Der gefragte Architekt konzentriert sich auf das Wienerlied in einer besonderen Form, singt er doch mit besonderer Vorliebe Lieder, die nicht nur wegen deren Alter wenig bis kaum gesungen werden.

Wein.Raum
Handel & Genuss
Piaristengasse 41
1080 Wien
Tel. 0664 89 90 604
wein.raum@utanet.at
http://www.weinraum.at
täglich von 16 bis 24 Uhr (auch Sonn- und Feiertage)
 
   

MM

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Alle Fotos: daswienerlied.at

     

erstellt am 20. 01. 06 © http://www.daswienerlied.at