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| "Wienerisch g´redt, g´sungan und g´spült" So könnte jeder Sonntag beginnen: Wienerisch vom Feinsten, diesmal in der "Orig. Stehgreifbühne Tschauner" mit Prof. Karl Hodina und Rudi Koschelu, als Gast im ersten Teil Tini Kainrath, und, zur großen Überraschung und Freude aller: Trude Mally. Und Prof. Franz Böhmer trug mit Texten verschiedener Autoren wesentlich zu hervorragender Stimmung bei. |
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"Wienerisch g'redt, g'sungan und g'spült!": Prof. Karl
Hodina, Tini Kainrath, |
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| Das Etablissement "Tschauner", 1909 von Gustav Tschauner gegründet und letzte
Stegreifbühne Europas, ist nicht nur Ort des spontanen Theaters, hier haben Helmut Qualtinger und André
Heller ihre ersten schauspielerischen Erfahrungen gesammelt, sondern auch Ort musikalischer Darbietungen. "Wienerisch g'redt, g'sungan und g'spült!" nannte Prof. Karl Hodina, Sänger, Akkordeonspieler, Komponist und Maler, das Programm dieses Sonntagvormittags. Gemeinsam mit Rudi Koschelu an der Kontragitarre brachte er bekannte Wienerlieder, Lieder aus der "Untersten Lad´", natürlich auch eigene, wie "´s Vogerl am Bam" oder "Herrgott aus Sta´". |
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Das Etablissement "Tschauner", letzte Stegreifbühne Europas, ist auch Ort musikalischer Darbietungen |
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| Tini Kainrath, auch bekannt durch die "Rounder Girls" "Pawlatschen AG" und "Lebkuchen- Herzen", ist begnadete "Dudlerin"
und tradiert so die spezielle Wiener Art des Jodelns. Sie meinte bescheiden, daß sie "Die Schintergruam",
einen "Hit" der großen Dudlerin Trude Mally, singen würde, obwohl sie ihrem großen Vorbild "nachhinke".
Das Publikum empfand das nicht so und forderte mit langanhaltendem Applaus Zugaben ein. Als Hodina dann Tini Kainrath
verabschiedete, meinte er, das Wienerlied finde "immer wieder eine Fortsetzung. So dachten wir, daß
die große Altmeisterin Trude Mally die Letzte dieses Genres ist und dann kommen Junge ….ist das nicht schön?"
Dann überraschte die nach langer Krankheit wieder genesene Trude Mally nicht nur Tini Kainrath, als sie unerwartet
die Bühne betrat und ihre "Nachfolgerin" beigeistert und "aufrichtig" lobte, die hohe
Qualität deren Darbietung würdigte. Der anerkennende Beifall zeigte deutliche Zustimmung des Publikums,
darunter übrigens Kammerschauspielerin Gusti Wolf, Kammersänger Peter Minich sowie Brigitte Fröhlich-Sandner,
ehemalige Vizebürgermeisterin von Wien. Nun ließ sich Trude Mally nicht zweimal bitten, aus einem Lied wurden zwei, dann drei und dann noch Zugaben, das Auditorium war begeistert - und sie war überglücklich. Dem Motto der Matinee entsprechend hatte auch "Wienerisch g´redt" breiten Raum. Und den füllte Prof. Franz Böhmer, Prim. Prof. Dr. und Schauspieler, mit Vorträgen aus Werken von Trude Marzik, Ernst Kuhn, Josef Mayer-Limberg und Gerhard Rühm. Nach der Musikmatura hat Böhmer erste Gesangserfahrungen als Chorsänger im „Wiener Madrigalchor" gemacht, genoß dann Stimmbildung bei Xaver Meyer
Nur das Medizinstudium verhinderte seinen großen Durchbruch auf der Bühne, trotzdem ließ ihn das Schauspiel nicht los und er trat, unter anderem, im Salzburger Festspielhaus, im Bruckner Haus Linz, aber auch in Trauttmannsdorf und Tulln, zuletzt bei den Sommerspielen in Berndorf 2004 gemeinsam mit Felix Dvorak, auf. Böhmers künstlerischer Schwerpunkt liegt jedoch bei den Lesungen, speziell der Wiener Literatur, von Abraham a Santa Clara bis hin zur zeitgenössischen Wiener Mundart, die bei ihm einen besonderen Stellenwert einnimmt. Bei einer Vielzahl von Dichterlesungen und Rezitationsabenden ist er Partner prominenter Solisten und Ensembles, wie z.B. Gusti Wolf, Heinz Zednik, den Malat Schrammeln usw. Besonders angenehm gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Karl Hodina und Freunden. Eine Reihe von sehr erfolgreichen Veranstaltungen dokumentieren diese künstlerische Freundschaft. Franz Böhmer ist Ärztlicher Direktor des SMZ Sophienspital, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, Präsident des CliniClowns Forschungsvereins, Medizinisch wissenschaftlicher Leiter der Akademie für Ergotherapie, Mitglied der Medizinischen Fakultät an der Universität Witten / Herdecke, usw. Es ist nicht bekannt, ob der "Arzt Böhmer" sich nachher um das Einrenken malträtierter Lachmuskel gekümmert hat. Man weiß nur, daß es in der Pause das urtypische "Tschauner-Menü", 1 Seidl Schwechater-Bier und eine Knackwurst mit Schwarzbrot, gegeben hat. |
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Im begeisterten Publikum: Kammersänger Peter Minich und Kammerschauspielerin Gusti Wolf |
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erstellt am 03. 01. 06 © http://www.daswienerlied.at |
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