|
||||||
| "Wien im Rosenstolz 2005" Ein Fest des Wienerliedes und der Wiener Musik. Von Dr. Yvonne Rutka. |
||||||
|
Die "16er Buam" Patrick Rutka und Klaus Peter Steurer mit Publikum
am Spittelberg |
||||||
| Trotz bewölkten Himmels und für einen hochsommerlichen Augusttag kühlen Temperaturen
zog es viele Gäste am Samstag, dem 6. August 2005, ab 19 Uhr in die Fußgängerzone am Spittelberg.
Der liebe Herrgott hatte nicht nur für das Wienerlied, sondern auch für die zahlreichen Gäste und
Schaulustigen ein Einsehen, das Wetter hielt durch. In diesem alten Gretzel im 7. Gemeindebezirk fand im Rahmen der Konzertreihe "Wien im Rosenstolz 2005" ein Fest des Wienerliedes und der Wiener Musik im herrlichen Ambiente der alten Häuserfassaden statt. Überall in den Schanigärten, als auch im Theater, konnte man bei gutem Essen und Trinken verschiedenen Gruppen lauschen. Die Organisation dieses Spektakels hatte die Leiterin des Theaters am Spittelberg, Nuschin Vossoughi (eine Perserin!) übernommen. Unterstützt wurde sie nur vom Kulturverein "Voice-Mania". Für diesen Abend wurden sieben teils junge Nachwuchsgruppen aus der Wienerliedszene gefunden, die an fünf Plätzen im Spittelberggretzl unter freiem Himmel in abwechselnder Reihenfolge auftraten. Das jüngste in traditioneller Besetzung spielende Wienerliedduo, die "16er Buam", war genauso anzutreffen wie das "Duo Tesak & Blazek" oder "Triovial". Bei den beiden Duos spielte man auf den traditionellen Wienerliedinstrumenten Kontragitarre und Knopfharmonika. "Triovial" jodelte und gab Gstanzln zum Besten. Weiters konnte man den konzertanten Klängen des Quartetts "Spielmusik Schönfeldinger" lauschen oder der Gruppe Bratfisch mit Wienerliedern und Elementen von Klezmer bis Blues. Das "Suchy-Drio" ließ nicht nur Harmonika und Klarinettenlaute hören, sondern auch Dudelsachklänge und Posaunentöne. Die klassische Truppe "Trio Wienerley" mit den bekannten Musikern Peter Havlicek und Roland Sulzer, sowie der Nachwuchsdudlerin Agnes Palmisano interpretierten klassische Wienerlieder. Die großen Menschentrauben um die einzelnen Musiker waren nicht zu übersehen und auch die Musiker nicht zu überhören. Sogar um Zugaben, wie zum Beispiel bei den 16er Buam wurde gebeten. Eine gelungene Veranstaltung, sowohl aus künstlerischer, als auch organisatorischer Sicht. Alles in Allem war dies ein Beweis dafür, dass das Wienerlied lebt - und wie. Auch wenn es gewisse Geister und vor allem Wiener nicht für möglich halten. Ein Interesse am Wienerlied hat diese Veranstaltung wieder einmal gezeigt. Das Wienerlied ist nicht ausgestorben. Nein - es lebt und wie! Man kann es nicht einfach in den Hintergrund verdrängen. Vielleicht erwecken solche gut besuchten Wienerliedveranstaltungen einmal auch das Interesse der Politiker oder größerer Medien, damit das Wienerlied wieder den Stellenwert bekommt, den es einmal in Wien gehabt hat. |
||||||
| Hier geht es zur Fotoseite vom 6. August >>> | ||||||
|
|
||||||
|
erstellt am 23. 08. 05 © http://www.daswienerlied.at |
||||||