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| Rathausgala 2007: "Wien und seine Künstler" Am letzten Sonntag im Oktober fand die große Gala unter dem Ehrenschutz von Bgm. Michael Häupl statt mit Christl Prager, Prof. Walter Heider, Prof. Marika Sobotka, Horst Chmela, Ingrid Merschl, Peter Rosen, H.P.Ö., Prof. Karl Hodina, Rudi Koschelu, Rudi Luksch, Herbert Schöndorfer, Viktor Poslusny, Prof. Leopold Grossmann, Wolf Aurich u.v.a. |
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Ein Blick in den wunderschönen Festsaal des Wiener Rathauses (Foto: Österreich Journal") |
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| "Wien und seine Künstler": unter diesem Motto stand die 9. Große Wienerliedgala,
die, wie jedes Jahr bisher, im Prunksaal des Wiener Rathauses stattfand. Und es regnete! Und zwar in Strömen! Aber was macht das schon dem Wiener aus, wenn er in seinem Rathaus seine geliebten Wienerlieder von seinen Künstlern geboten bekommt. Zugegeben: Der Altersdurchschnitt lag nicht gerade um die 30 herum, aber woher soll die jüngere Generation diese Art der Musik kennen, wenn man sie im Radio und Fernsehen so spärlich zu hören bekommt. (Erich Zib, Du bist die rühmliche Ausnahme mit Deinen weltweiten Ausstrahlungen des Wienerliedes von "Radio Wienerlied".) Nachdem Kurt Landsmann, (Präsident des Vereines "D‘ echten Wiener") alle Gäste, auch die Prominenz, kurz begrüßt hatte, zeigte Wolf Frank, wie vergnüglich es sein kann, durch ein Programm zu führen. Dieser Mann ist scheinbar für die Bühne geboren. Gleichzeitig mit dem "Ansagen" der Künstler unterhielt er das Publikum so, als wäre er selbst nur zu seinem eigenen Vergnügen hier. Alles an ihm wirkte locker, beschwingt und natürlich. So mancher Showmaster müßte hier vor Neid erblassen. Prof. Walter Heider, den wohl jeder Wienerlied-Liebhaber kennt und liebt – und dem kein Wienerlied fremd ist, hatte, wie immer, keine Schwierigkeiten, das Publikum zu begeistern. Hier muß erwähnt werden, daß jedes Jahr ein Megafan aus Holland nach Wien kommt, nicht ohne sich vorher genau zu erkundigen, daß die Möglichkeit besteht, Heider live zu sehen und zu hören. Von ihr, Erna Jurka-Oudenhooven, könnte so mancher Wiener Texte unserer Wienerlieder lernen. Den ganzen Nachmittag bzw. Abend waren sowohl vokal wie auch instrumental Herbert Schöndorfer am Akkordeon, Victor Poslusny mit der Kontragitarre und statt Barbara Konrad, ganz hervorragend Angelika Treml als gefühlvolle Geigerin im Einsatz. Sie zeigten ihr unumstrittenes Können als Trio, zusätzlich auch als Begleitung für fast alle auftretenden Künstler. Nach Walter Heider wirbelte die erste Sängerin auf die Bühne: Ingrid Merschl. Sie verkörpert das typisch "quirlige Wiener Mädl", das vor allem die älteren Semester unter uns in frühen Erinnerungen schwelgen läßt. Zu diesem Zeitpunkt – traue ich mich wetten –, haben (einschließlich mir), sich all diese Leute so jung und beschwingt gefühlt wie die Sängerin auf der Bühne. Als Begleitung waren abwechselnd der legendäre Prof. Leopold Großmann am Klavier und Schöndorfers Trio zu hören. Konträr dazu der nächste Künstler: Fast ehrfurchtsvoll lauschten die Gäste den Liedern von Prof. Karl Hodina. Trotz seines Könnens wird Rudi Koschelu als Begleitung mit der Gitarre bei dem Bekanntheitsgrad Hodinas viel zu wenig Beachtung geschenkt. Aber nicht nur Insider wissen, wo man ihn finden und genießen kann. Und danach ein Angriff auf das Zwerchfell: HPÖ "Heider Poldi Österreich" liest (obwohl er sie Wort für Wort im Kopf hat) aus seinem Buch heitere Kurzgeschichten in Reimen aus dem Alltag. Und wie er sie bringt! Das macht ihm nicht so schnell jemand nach. Das Publikum dankt es ihm mit schallendem Gelächter und dem Wunsch nach mehr. Er imitiert danach noch singend den legendären Schmid Hansl. Bei Peter Rosen, in Begleitung von Prof. Leopold Grossmann, tritt wieder Ruhe ein und es geht beschwingt weiter. Nochmals erfreuen uns Treml, Schöndorfer und Poslusny mit Musik und Gesang, bevor eine Frau auftritt in der eine Stimme wohnt, die diesem "zarten Persönchen" ein Fremder nie zutrauen würde. Der Wiener aber kennt sie – und für sie hätte man das Mikrofon nicht erfinden müssen. Nicht einmal der Prunksaal hier im Wiener Rathaus wäre zu groß für sie: Christl Prager aus der Familie Heider. Vor der Pause ging es noch einmal so richtig rund. HET erschienen auf der Bühne. Hans Ecker mit Rudi Bichler und dem schrillen Peter Jägersberger. Das sind Vollprofis, die jede Stilrichtung in Sachen Musik im kleinen Finger haben. Jeder beherrscht auf`s Beste gleich mehrere Musikinstrumente und der oft philosophische Wortwitz zeigt das Köpfchen dieses Trios. In der Pause war Gelegenheit zur Stärkung und auch die Tonträger der diversen Künstler gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Das Aufgebot an Künstlern ließ an Qualität keine Wünsche offen. Man hörte sowohl Prof. Paul Fields mit seiner Geige und am Klavier als Begleitung Prof. Leopold Grossmann, als auch Hofrat Prof. Franz Zodl, am Klavier begleitet von Prof. Sieglinde Michalko. Anschließend Rudi Luksch am Akkordeon, den man regelmäßig musizierend und singend im Konzertcafé "Schmid Hansl" findet. Mit glockenheller, voll ausgebildeter Stimme begeistert uns Sabine Mach, die, jung und hübsch wie sie ist, zusätzlich mit Ihrem Auftreten beeindruckt. Die "Hernalser Buam" zeigten sich von ihrer besten Seite als Heurigensänger und man wünschte sich auf der Stelle, ein Glaserl Wein in der Hand zu halten. Aber Prof. Marika Sobotka ließ niemandem Zeit zum Träumen. Von ihr zum Mitsingen aufgefordert, ließen sich die Zuhörer nicht lange bitten und dieser stimmgewaltige Chor wurde von der temperamentvollen Frau gebührend gelobt. Nicht gern ließ das Publikum die Sängerin von der Bühne. Aber der nächste Interpret scharrte schon in den Startlöchern und sein Name, Wolf Aurich, ist nicht nur in St. Pölten ein Begriff; auch der Wiener schätzt diesen Mann der Operette. Den Applaus hat er sich redlich verdient. Horst Chmela überraschte das Publikum an diesem Tag mehrfach. Er sang zwei Lieder aus seinem neuen Album, das am 8. November im Wr. Gasometer präsentiert wurde, und Prof. Karl Hodina sang auch an diesem Tag den "Apfelbaum" mit ihm. Die neuen Lieder Chmelas berühren das Herz, aber da man von ihm auch Lieder wie den "Gockala" kennt, ließ sich das Publikum von ihm so richtig mitreißen, als Poslusny und Schöndorfer "Mir san a Weltpartie" anspielten. Auf der Bühne tanzte ein nie älter werdender Chmela, dem man nicht anmerkte, daß er am nächsten Tag seinen 68. Geburtstag feiern würde. Gratulation, Horsti! Es verabschiedet sich das schönste und natürlich auch das beste Wienerlied-Geschwisterpaar, Christl Prager und Walter Heider, mit wunderschönen Melodien, von einem begeisterten Publikum. Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr! |
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Text und Fotos: Familie Schenk |
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| "daswienerlied.at" bedankt sich bei der Familie Schenk für die tatkräftige und professionelle Unterstützung unserer Arbeit! Die Redaktion. | ||||||
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erstellt am 18. 11. 07 © http://www.daswienerlied.at |
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