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Palmisano, Havlicek und Stippich
im BM Floridsdorf

Der Präsident der Wienerlied-Vereinigung "D' echten Weaner", Kurt Landsmann, lud diesmal das hervorragende Trio Agnes Palmisano (Gesang), Peter Havlicek (Kontragitarre) und Helmut Stippich (Akkordeon) zu einem wienerischen Abend der Extraklasse ins Bezirksmuseum Floridsdorf.

Helmut Stippich, Agnes Palmisano und Peter Havlicek

Der Präsident der Wienerlied-Vereinigung "D' echten Weaner", Kurt Landsmann, lud diesmal das hervorragende Trio Helmut Stippich, Agnes Palmisano und Peter Havlicek zu einem wienerischen Abend der Extraklasse ein. Nur vereinzelte Besucher hatten die Künstler schon vorher gekannt – die aber wußten, warum sie sich diesen Abend für diese Darbietung reservierten: Wer einmal Agnes Palmisano singen hörte, erliegt unweigerlich dem Zauber dieser Stimme. Diese kann süchtig machen, was auch an der Art der Darbietung liegt. Hier wird jedes Lied zu einer Geschichte. Man wähnt sich in einem Theatersaal und die Sängerin auf der Bühne spielt eine Rolle. Es könnte ein Musical, eine Operette, was auch immer sein, aber es ist nicht nur ein Lied. Sie singt nicht nur für uns, sie läßt uns vielmehr teilhaben an dem, was sie bei dieser Musik, bei diesen Texten fühlt. Es macht ihr, wie es scheint, nicht die geringste Mühe, von den tiefsten Tönen mit sofort darauffolgender zarter, fast zerbrechlicher Stimme uns ihre musikalische Geschichte miterleben zu lassen. Sie zelebriert jede einzelne Passage der sprachlich oft anspruchsvollen, aber trotzdem leicht verständlichen, dann wieder sehr heiteren Texte und der musikalisch so vielschichtigen Nuancen der Lieder, die ich noch nie bei jemandem so intensiv zu hören bekam. Das ist Schauspiel und Gesang in vollendeter Perfektion. Als Zuhörer kann man sich da eines wohligen Gänsehautfeelings nicht erwehren.
 

Agnes Palmisano

Helmut Stippich



Peter Havlicek
Dabei muß unbedingt erwähnt werden, daß sowohl Peter Havlicek mit seiner Kontragitarre wie auch Helmut Stippich am Akkordeon die Lust an dieser Art Musik deutlich spüren lassen und so das vielseitige Können der Sängerin noch deutlicher zum Ausdruck kommt. Havlicek entlockt seiner Gitarre, wenn angebracht, so zarte, wohlklingend unterstreichende Töne, daß man versteht, warum Palmisano dessen Begleitung schätzt. Die "uralten" Wienerlieder", die wieder zum Leben erweckt wurden, können nur dann wirken, wenn jemand den Dudler so beherrscht, wie Palmisano. Trude Mally, Dudel-Legende von Wien, hätte dieser Auftritt wiedereinmal sehr stolz gemacht. Sie kann die Sicherheit haben, daß mit Agnes Palmisano ihre Wiener Dudler in bester Qualität weitervermittelt werden.

Geht es bei den dargebrachten Wienerliedern um die echten Wiener, Pokorny oder Novotny, dann sitzt Stippich der Schalk im Nacken und seine Augen blitzen. Dementsprechend vergnügt tanzen auch seine Finger über die Tasten und der Übermut, den die zwei Musiker bei der gesanglichen Unterstützung dabei versprühen, springt wieder auf die Gäste über.

Dieses Trio wirkt so harmonisch, daß man sich nicht vorstellen kann, dieselbe Qualität in veränderter Formation nochmals zu erleben. Das Publikum war schon während der kurzen Pause voll des Lobes über diesen wunderbaren Abend und das ließ auch der nach jedem Lied nicht enden wollende Applaus erkennen. Trotz Zeitnot kamen die Musiker nicht ohne Zugabe davon.
 

Helmut Stippich, Agnes Palmisano, Peter Havlicek und Präsident Kurt Landsmann

Text und Fotos: Helga Schenk

     
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erstellt am 15. 05. 09 © http://www.daswienerlied.at