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Musik und Humor im "Schutzhaus Neugebäude"

Im bis auf den letzten Platz besetzten Saal im "Schutzhaus Neugebäude" gab es für das Publikum einiges zu genießen: Christl Prager, Gerhard Heger, H.P.Ö., der Lustige Hermann und Herbert Schöndorfer, der als Sänger und als "Kapellmeister" für die richtige Begleitung sorgte.
     

Gerhard Heger, Herbert Schöndorfer, Christl Prager, der "Lustige Hermann" und H.P.Ö. Heider Poldi Österreich

Das kommt eigentlich eher selten vor, daß wir innerhalb so kurzer Zeit zwei Mal hintereinander einen Veranstaltungsort besuchen, wie diesmal das "Schutzhaus Neugebäude". Sie erinnern sich, am 6. November waren wir beim ersten "Christl Prager-Runde" der Saison. Diesmal reizte uns die "Zusammensetzung" des Programmes, hatte doch Christl Prager die "Stimme Wien" Gerhard Heger, Herbert Schöndorfer, den "Lustigen Hermann" und, nicht zu letzt, ihren Bruder H.P.Ö., Heider Poldi Österreich eingeladen, mit ihr gemeinsam Musik zu machen. Wer den "Lustigen Hermann" und H.P.Ö. kennt, kann sich vorstellen, daß auch die Lachmuskel einigermaßen angestrengt wurden.

Den ersten Teil des Spätnachmittags bestritten Christl Prager und Gerhard Heger, wanderten durch die Welt des Wienerliedes, spannten einen weiten Bogen von der "untersten Lad‘" bis zum oftgehörten "Ohrwurm", sangen solo und auch im Duett, was Sie hätten hören müssen – das ging unter die Haut. Begleitet wurden die beiden von "Kapellmeister" Herbert Schöndorfer, der auch selbst einige Lieder sang. H.P.Ö. hatte, neben der Moderation, auch wieder Geschichten aus seinen Büchern vorgetragen.

Der zweite Teil "gehörte" zum Großteil dem "Lustigen Hermann", von dem man eigentlich nicht recht weiß, wie man ihn beschreiben soll (vielleicht sollten wir ihn einmal nach einer "Selbstdarstellung" fragen, damit Sie auch hier etwas zum Lachen haben). Ein Versuch: Eigentlich erzählt er so vor sich hin, aus seinem Alltag (der, so wünschen wir ihm, nicht so ausschauen möge), aus der Politik, von den Koalitionsverhandlungen (wir wußten bis dato nicht, daß Politik so lustig sein kann). Zwischendurch "singt er einen", begleitet sich auf seinem Akkordeon, hört ins Publikum, nimmt Zurufe auf, um sie sofort in sein "Programm" einzubauen. Und das Programm ist einfach er selbst. Der "Lustige Hermann" verdient seinen Namen zurecht, denn er ist einer der wenigen, die nicht nur lustig sein wollen, sondern auch lustig sind. Und das scheinbar von Natur aus, denn er ist es auch im Gespräch außerhalb der Veranstaltungen (stöhnen tut er allerdings dann, wenn er uns anvertraut, daß man ihm tausend Witze pro Tag erzählt, die er alle schon kennt). Und so ist er gern gesehener, gern gehörter "Bestandteil" vieler Veranstaltungen. Er gestaltet übrigens auch eigene Abende – stellt sich nur die Frage, wie das das Zwerchfell aushalten soll. Einen Versuch ist es allemal wert!
 

Gerhard Heger, solo, im bis zum letzten Platz ausgebuchten Saal im "Schutzhaus Neugebäude"

     

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erstellt am 17. 12. 06 © http://www.daswienerlied.at