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"Weana Jazz" im Kulturcafé Max

Rudi Koschelu ist wohl jedem als einer der Besten auf der Kontragitarre bekannt. Auch als Sänger – speziell als "Dudler" – hat er sich längst einen Namen gemacht. Viele seiner Fans haben bemerkt, daß er gerne "Ausflüge" ins stärker Rhythmische macht, ein wenig außerhalb des Wienerliedes. Mit dem Jazzgitarristen Eric Lary feierte er nun im Kulturcafé Max Premiere mit "Weana Jazz".

Rudi Koschelu, "Max"-Chefin Tamara Yilmaz und Eric Lary 

Und es war nicht nur ein einmaliges Erlebnis, denn bereits am 16. Juli und auch am 13. August (jeweils ein Donnerstag, Beginn um 19 Uhr), gibt es ein Wiedersehen und Wiederhören im Kultur-Cafe Max. Dieser Mix aus Wienerischem und Jazz war beeindruckend und die Gäste waren begeistert: Rudi Koschelu spielte auf seiner Kontragitarre und sang, Eric Lary spielte auf seiner, wie er uns erklärte, ganz einfachen, normalen Jazz-Gitarre, einer "Hagstrom". Den besonderen Klang erzielt er durch extra dicke Saiten. Das abendfüllende Programm der beiden war faszinierend und bestand aus einer Mischung, von deren Klang wir vorher keine Vorstellung gehabt hatten. So hörten wir, zum Beispiel, Lieder von Prof. Karl Hodina "Es war a Freitag Nacht", "I hab ma gestern a paar Vierteln geb'n", "'sVogerl am Bam" usw. oder auch "I suach a Braut mit 17 Häuser" v. Frank Filip. Dabei zeigte auch Siegi Preisz, der als Gast gekommen war, daß er gerne swingt und "jazzelt". Ebenfalls unter den Gästen Kurt Girk sen. und jun.

Dann folgten Lieder von Horst Chmela, Richard Czapek, Kurt Schaffer, Rudi Luksch, auch das von Heinz Conrads gesungene Lied "A schräge Wies'n am Donaukanal", ein "echtes" Wienerlied-Potpourri mit "I hab die schönen Maderln net erfunden" – "I marschier mit mein Dulidiliö" – "Die alte Zahnradbahn" usw. Viele Lieder und herrliche lustige Texte auf amerikanische Hits stammen aus der Feder von Rudi Koschelu.

Eric Lary ist 1962 in Haifa (Israel) geboren. Seine musikalische Karriere begann mit seiner ersten Gitarre im Alter von fünf Jahren. Er spielt bis heute gerne im Stil der 60er- und 70er- Jahre und sein aktueller Stil bewegt sich zwischen Bebop, Funk und Fusion (vor allem mit seinem "Eric Lary Trio"), auch läßt er gerne manchmal auch die Integration von Elementen der hebräischen Volksmusik einfließen (mit dem "Desert Wind Jazz Quartett"). Mit 16 Jahren spielte er auf seinem ersten Jazz-Akkordeon und später nahmen Pat Martino und John Coltrane großen Einfluß auf seine Spielrichtung – und er ging zum Studium ans Berklee-Konservatorium in Boston (Massachusetts, USA). Es folgten Konzertreisen nach Nordamerika und Europa, die ihn schließlich nach Österreich führten. Er wurde in Wien ansässig und arbeitet seither als Gitarrist, Lehrer, Komponist und Arrangeur.
http://www.ericlary.com

HSK

Rudi Koschelu

Eric Lary

Siegi Preisz

Kurt Girk jun., Max"-Chefin Tamara Yilmaz, ein Gast, Kurt Girk sen. Willi Klaunig

Alle Fotos: daswienerlied.at    
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erstellt am 06. 07. 09 © http://www.daswienerlied.at