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| Das Wienerlied hat ein eigenes Gasthaus Das "Löwenbeisl" in der gleichnamigen Gasse im dritten Wiener Gemeindebezirk ist ab sofort ein "Wienerlied-Gasthaus". Ingrid Stassner, seit einigen Jahren mit dem "Wiener G´schichten Ensemble" erfolgreich in der Szene unterwegs, hat das Gasthaus gekauft, um dort regelmäßig Wienerlied anzubieten. |
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Ein Blick ins gemütliche WIenerlied-Lokal "Löwenbeisl", vorne rechts "Stimme Wien" Gerhard Heger |
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| Wir wollen ein wenig ausholen, um den weiten, aber kurzen Weg nachzuzeichnen (weit: von "ein
wenig Singen" bis zum "eigenen Wienerlied-Lokal", "kurz", da fünf Jahre dafür
wirklich rekordverdächtig sind). Vor etwa fünf Jahren nämlich haben Ingrid Stassner und Helmut Schneider
sicher nicht im Entferntesten daran gedacht, einmal professionelles Wienerlied darzubieten oder gar ein Wienerlied-Gasthaus
ins Leben zu rufen. Wie sagte schon Wilhelm Busch? "Erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt."
Doch zurück zum Anfang. Ingrid und Helmut lernten einander durch eine gemeinsame Freundin kennen und haben des öfteren Heurige in Gumpoldskirchen besucht. Helmut, der in seiner Jugend von einem befreundeten Kammersänger ein wenig Singen gelernt hatte, sang dort oft und gerne – nicht nur zu seiner, sondern auch zu der der Heurigenbesucher – Wienerlieder. Nach einiger Zeit zeigte Ingrid Interesse an dieser Art der Musik und begann, "wie ein kleines Vögelchen", wie sie erzählt, "leise und schüchtern mitzupiepsen". Es wurde aber sehr schnell klar, daß in ihrer Stimme mehr steckte. Helmut zeigte ihr verschiedene Atemtechniken und, siehe da, schon nach kurzer Zeit konnte sie mit ihrer Stimme ein ganzes Heurigenlokal füllen, der erste Applaus stellte sich ein. Bei einen Weinfest in Gumpoldskirchen besuchten sie ein für sie neues Heurigenlokal und lernten dort Leo Fritzsch kennen, einen ausgezeichneten Musiker und Akkordeonspieler. Der erkannte, was in Ingrid steckte, und wurde so zum Lehrer der beiden. Mit der Zeit wurden sie immer besser, auch stimmstärker, so daß es ihnen bald nicht mehr möglich war, als "normale" Gäste eines Lokals ihre Lieder zu singen. Die Lösung war, daß sie in eine Art Musikstammtisch eines Wiener Lokals aufgenommen wurden, wo sie diesmal mit Fritz, einem sehr liebenswerten Musiker und Harmonikaspieler, musizieren konnten. Helmut meinte darauf scherzhalber, daß er, sobald Ingrid das "Vilja"-Lied aus Franz Lehárs "Die lustige Witwe" singen könnte, mit ihr ein Duo gründen würde. Schon beim nächsten Heurigenbesuch sang Ingrid dieses Lied perfekt und erntete dafür tosenden Beifall. Helmut hielt - erstaunt - Wort, und so entstand aus einem Scherz eine ernstzunehmende Idee: man begann, sich einen Namen für ein Duo zu überlegen. Man einigte sich auf "Wiener G‘schichten Duo". Ein Heuriger in Perchtoldsdorf engagierte die beiden in der nun folgenden Sommersaison mehrmals, sie spielten und sangen dort mit verschiedenen Musikerkollegen – damals noch ohne Gage – und überließen alles Finanzielle ihren Musikerkollegen. Denn für das Duo zählte nur die Liebe zur Musik und alles zu lernen, was nur möglich war. Der Sommer ging zu Ende, aber nicht alle Gäste waren mit den Darbietungen der beiden zufrieden gewesen. Immer wieder war zu hören, wenn man so etwas hören wollte, ginge man ins Theater und nicht zum Heurigen. Ingrid und Helmut überlegten daraufhin, wie es nun weitergehen sollte. Dann entstand die Idee, eine Wienerlieder-Show mit kabarettistischen Einlagen zu machen. Diese würde doch sicher in die Heurigenathmosphäre passen. In dieser Zeit lernte das Duo zwei Musiker kennen, mit denen sie auch heute noch zusammen sind, nämlich Erwin Coudek, einen hervorragenden Akkordeonspieler, und Rudi Vogel, einen ebenso ausgezeichneten Kontragitarristen. Gemeinsam absolvierten sie erfolgreiche Auftritte beim Schmid Hansl, im Lindenhof, im Falkensteiner Stüberl etc. Diese Erweiterung zog natürlich die Änderung des Namens nach sich, aus dem "Wiener G´schichten Duo" wurde das "Wiener G´schichten Ensemble". |
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Kurt Girk sen., Gerhard Heger, Rudi Luksch und die "Singende Wirtin", Ingrid Stassner |
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| Immer wieder fragten Gäste nach, wo man sie denn regelmäßig sehen und hören
könnte. "Mal da, mal dort“, lautete dann die Antwort, je nach dem, wo man halt gerade engagiert wurde.
Das Stammpublikum wanderte zwar oft gerne mit, es war aber nicht gerade einfach. Also entstand die Überlegung,
doch eigene vier Wände für das eigene Programm zu finden, eine eigene "Musikheimat" zu finden.
Ingrid begab sich auf die Suche nach einem geeigneten Gasthaus und nach mühseliger Besichtigung unzähliger
Lokale stieß sie auf das "Löwenbeisl". Sie und Helmut waren sofort hingerissen von diesem
gemütlichen und heimeligen Lokal und beide waren überzeugt: „Das wird unser Lokal, das wird unsere Musikheimat
und auch eine neue Heimstätte des Wienerlieds für alle ausgezeichneten Musiker Wiens.“ Mit Hilfe sehr guter Freunden wurde das "Löwenbeisl" auf Hochglanz poliert und "auf Vordermann gebracht", bis am 27. Mai zur feierlichen Eröffnung in privatem Rahmen eingeladen werden konnte: Und es gaben sich viele Künstler des Wienerliedes die Ehre: Rudi Luksch, Gerhard Heger, Prof. Franz Belay, Kurt Girk sen. und jun., Franz Horacek und Herbert Bäuml. Auch Cafétier Schmid Hansl in Begleitung seiner Mutter und Heinz "Adabei des Wienerliedes" Effenberg mit seiner Gattin Inge waren gekommen. Große Freude herrschte bei der Wirtin und ihren "Getreuen" auch, als die Familie Hans Paul Bisani und Sabine R. Suttner- Bisani mit Töchterl Pia zur Eröffnung extra dafür aus dem bayerischen Deggendorf angereist war: "Wir sind halt Wienerlied-Fans, da muß man halt ein bißchen Reise in Kauf nehmen", erklärten sie, die schon am darauffolgenden Sonntag wieder heimfuhren. Etwas Besonderes konnten alle Anwesenden aber noch erleben, denn es gab eine Uraufführung: Rudi Luksch komponierte zu einem Text von Ingrid Stassner, die "Löwenbeisl-Hymne", die von der "singenden Wirtin" dort auch regelmäßíg zum Besten gegeben wird.. Bis zu 60 Sitzplätze bietet das "Löwenbeisl", im Sommer einen straßenseitigen Schanigarten und einen kleinen Hinterhofgarten. Aus der Küche kommt Bodenständiges, also Wiener Küche, mehrere preisgünstige Mittagsmenüs sind wichtiger Bestandteil des Angebots. Das musikalische Menü konzentriert sich auf Freitage und Samstage, wo die besten Wienerlied- Musiker und -Interpreten singen und spielen werden. Wer sich über diese Termine informieren möchte, findet alles Wichtige unter http://www.loewenbeisl.com. Zwei Mal monatlich wird übrigens "Das Wiener G´schichten Ensemble" im "Löwenbeisl" zu erleben sein, in gewohnter Art, aber ohne "Technik" und direkt am Tisch der Gäste. Witz und Gesang werden nicht zu kurz kommen, mitsingen und mitlachen ist natürlich erwünscht. Löwenbeisl Löwengasse 3 1030 Wien Telefon: 713 66 41 |
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| Hier geht es zur Fotoseite vom 27. Mai >>> | ||||||
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Fotos: daswienerlied.at |
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erstellt am 05. 06. 06 © http://www.daswienerlied.at |
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