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| Hommage an Hermann Leopoldi und seine Textautoren Ingomar Kmentt widmet dem legendären Hermann Leopoldi, dem Komponisten, Schauspieler und Klavierhumoristen, einen ganzen Abend und beweist, wie viele Lieder man kennt, ja sogar mitsingen kann, ohne zu wissen, daß sie von Leopoldi stammen. Veranstaltungsort war das traditionelle "Wirtshaus Hansy" am Praterstern. |
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Ingomar Kmentt und "Hansy"-Wirt Wolfgang Lehmann |
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| Unmittelbar nach dem Hermann Leopoldi-Abend im "Goldenen Baum" (Miklau/Teodorowicz) besuchten wir eine weitere Veranstaltung zu
Ehren dieses legendären Komponisten, Schauspielers und Kalvierhumoristen im traditionellen "Wirtshaus Hansy" am Praterstern, wo an diesem Abend Ingomar Kmentt seine Hommage an Hermann Leopoldi und dessen Textautoren brachte. Als
wir dort ankamen, war der Saal bis auf den letzten Sessel besetzt und wir erhaschten gerade noch zwei Platzerln
hinter dem Künstler. Hat aber nichts gemacht, gehört haben wir alles, zum Mitschreiben war es auch ideal
und zum Fotografieren gab es zwischendurch immer wieder Gelegenheit. Kurz nach uns füllte sich auch noch der Schankraum mit Gästen und dann war wirklich nichts mehr frei. Der Hausherr, Wolfgang Lehmann, begrüßte seine Gäste, um dann das Mikrofon an Ingomar Kmentt weiterzugeben. Dieser ist ein hervorragender Musiker und Interpret, er spielte, sang, pfiff sich durch das Programm und flocht immer wieder interessante Geschichten aus dem Leben Hermann Leopoldis ein. Jedes einzelne Lied des genialen Komponisten war ein Ohrwurm, manchmal staunte man, daß das eine oder andere auch aus dessen Feder stammte, denn mitgesungen hatte man es schon oft. Um nur einige hier anzuführen: "In einem kleinen Cafe in Hernals", "Schön is so a Ringelspiel!", "Der Kalbsbraten is aus", dazu schrieb Peter Herz die Texte. "Der Fixangestellte" wurde gemeinsam von Peter Herz und Hans Haller getextet. "I bin a waschechter Meidlinger Bua", "In der Barnabitengassen", "Powidltadschgerln", "Schnucki,ach Schnucki" stammen aus der Feder von Rudolf Skutajan und auch der "Chinesenschurl" wurde gemeinsam von ihm mit Helli Möslein geschrieben. Vom Textautor Salpeter hörten wir "Komm gurgeln nach Gurgel", "A guater Tropfen … so dreimal täglich"und die "Spompanadln" ("Warum machen den die Madeln immer solche Spompanadln"). Viele andere Lieder hörten wir noch – unerschöpflich war das Schaffen Hermann Leopoldis. Am Tisch neben uns saß, wie sich durchs Plaudern herausstellte, die Betreiberin des "Café Dogenhof" gleich ums Eck und sie erzählte uns, daß sie kurzfristig ihr Café zugesperrt hatte, nur um das Lied "Der Krankenkassenpatient" zu hören und daß sie gerne Wienerlieder und auch griechische Lieder singt. Kurz darauf erzählte Wolfgang Lehmann, daß er einen italienischen Freund hat, der mit großer Begeisterung Wienerlieder singt. Was das für uns bedeutet? Wir werden die beiden aus Herzenslust singenden Naturtalente aufstöbern und besuchen! |
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Der vollbesetzte Saal im "Gasthaus Hansy" am Praterstern |
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| Ingomar Kmentt wurde am Karfreitag, dem 30. März 1945, als Sohn eines Patentanwalts in Wien geboren. Die ganze Familie war musikalisch, nicht nur sein berühmter Onkel Waldemar Kmentt, sang mehrstimmig Volks- und Weihnachtslieder. 1964 bis 1970 studiert Ingomar Kmentt an der Akademie für angewandte Kunst in der Meisterklasse für Innenarchitektur bei Prof. Soulek. 1968 heiratet er Ingrid Holzer, ein Jahr später kommt Tochter Sylvia, 1971 Sohn Arno zur Welt. Drei Jahre nach Abschluß des Studiums (1973)hat er ein eigenes Atelier und Aufträge als Designer, Gestalter zahlreicher Ausstellungen, Messestände, entwirft mitwachsende Möbel für Kinder (Sprössling), das erste achteckige Bett der Welt, das allein in Österreich über 600 mal verkauft wird, Acrylmöbel- Kollektionen, Polstermöbel, entwickelt eigene Patente (11) und läßt Prototypen (Lehnmobil ) und Kleinserien (Ergo) fertigen, wofür er auch 1989 in Brüssel auf der Erfindermesse "Eureca" die Goldmedaille erringt. Als Chefredakteur der Fachzeitschrift "einrichten" geht er von 1980 bis 86 intensiv journalistischer Tätigkeit nach, die er dann als Mitarbeiter bei der Tageszeitung "Die Presse" und verschiedenen Fachzeitschriften im In- und Ausland fortsetzt. | ||||||
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Musikalisch war er schon als Kind "auffällig": Ingomar Kmentt |
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| Musikalisch war er schon als Kind "auffällig": mit 2 1/2 Jahren intoniert er makellos beim Singen (Schallplatte für Weihnachten 1947!) mit 15 singt er beim "Jeunesse-Chor", mit 16 bekommt er für Auftritte im Raimundtheater schulfrei ("Die Schwestern von Prag, 1961). Von 1966 bis 1970 genießt er Gesangsausbildung bei Prof. Ferdinand Grossmann. Mit der Diplomarbeit und dem Eintritt ins Berufsleben setzt eine sehr lange musikalische Pause ein, erst 1987 beginnt Ingomar Kmentt wieder mit sängerischen Aktivitäten ( Liederzyklus Heiteres Herbarium). Spät, aber doch, wie er sagt, macht er 1991 erste Bekanntschaft mit dem Wienerlied durch eine CD mit Heinz Holecek, die Kmentt in seinem Ausstellungskonzept "HOLZWEG" auf der Messe "Interieur 91" über die "legnophonischen Klangtafeln" des Erfinders Stefano Nardi zum Klingen bringt. Mit Nardi verbindet ihn ab da eine enge Zusammenarbeit, was mit sehr viel Musikhören verbunden ist. Die Zuwendung zur Musik verändert sein Leben. Ab 1993 beginnt dann eine intensive Auseinandersetzung mit dem Wienerlied durch die Bekanntschaft mit dem Musikanten Walter Meda. 1995/96 nimmt er "stimmtechnische Korrekturen" bei Prof.Rudolf Holtenau vor, im Dezember 1998 erfolgt eine Rundfunkaufnahme der "Gesänge des Harfners" aus Wilhelm Meister, vertont von Schubert und Wolf. Der vollständige und daher auch umfangreiche Werdegang des Innenarchitekten und Designers zum bekannten und beliebten Interpreten und Musiker aus Leidenschaft ist auf dessen Homepage unter http://kmentt.at nachzulesen. | ||||||
| Fotos: daswienerlied.at |
HSK |
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erstellt am 29. 12. 08 © http://www.daswienerlied.at |
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