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Wienerisch und gemütlich

Wenn das nicht zusammengehört – für beides sorgten Rita Krebs, Agnes Palmisano, Gerhard Heger, das Duo Robert Kolar-Peter Havlicek, Roland Sulzer und die "Bohemia Blasmusik" unter der Leitung von Helmut Schmitzberger im Schutzhaus "Heideröslein".
     

Gerhard "Stimme Wiens" Heger, Agnes Palmisano, Peter Havlicek,
Robert Kolar, Roland Sulzer und "Hausherrin" Rita Krebs

Am Sonntag, dem 26.Februar 2006 bot die Gesellschaft "Freunde der Wiener Musik" im Simmeringer Schutzhaus "Heideröslein" ihren Gästen einen bunten, heiteren Faschings- nachmittag. Nachdem "Hausherrin" Rita Krebs ihre Gäste mit einem schwungvollen Lied und zwei lustigen Gedichten begrüßt hatte, legte sie den weiteren Programmablauf in die Hände unseres musikalischen "Nachwuchses" – und der ist gut!

Das Duo Havlicek-Sulzer war solo zu hören und in Folge als Begleitung der Interpreten. Roland Sulzer am Akkordeon ist als einfühlsamer Musiker bekannt, der auf "Knopfdruck" in jedes Lied einsteigen und sich jedem Interpreten ohne vorherige Absprache anpassen kann. Sein Repertoire ist beachtenswert. Man kann ihn solo, in Duos und diversen anderen Formationen hören und er ist seit langem der musikalische Weggefährte der großen Trude Mally.

Peter Havlicek, Kontragitarrist, nicht weniger bekannt, hat sich bereits mit dem Duo Steinberg- Havlicek und den "Neuen Wiener Konzert-Schrammeln" einen Namen gemacht und ist sehr viel im In- und Ausland tätig.

Agnes Palmisano, sie lernte das Dudeln bei Trude Mally, überraschte das Publikum mit perfekten, bravourös vorgetragenen Dudlern und Jodlern.

Gerhard "Die Stimme Wien" Heger sprang spontan für die erkrankte Trude Mally ein und trug, wie immer, die schönsten Lieder aus der "untersten Lad" vor. Zu seiner jungen Kollegin Agnes Palmisano stellte er fest: "Wenn man die Augen schließt, hat man die junge Trude Mally vor sich!"

Robert Kolar war auch mit von der Partie und brachte Lieder von Armin Berg und Fritz Spielmann, die vom "eingefleischten" traditionellen Wienerlied-Publikum zuerst etwas skeptisch angenommen wurden. Doch schon nach kurzer Zeit hatte er mit seinem amüsanten, herzerfrischenden Vortrag alle für sich gewonnen und wurde mit kräftigem Applaus bedankt.

Nach der Pause wurden wir von der spielend in den Saal einziehenden "Bohemia" unter der Leitung von Kapellmeister Helmut Schmitzberger überrascht. Sie ist die "Kleinste Blasmusikkapelle der Welt", nichtsdestoweniger wurde kräftig "aufg'spielt"!

Nach der Begeisterung der Gäste zu schließen kann ich mich des Gefühls nicht erwähren, daß eine ganze Urahnengalerie aufgewacht ist und sich mit Herz – und Powidltatscherkl-Gefühlen – hingebungsvoll der Musik gewidmet hat.

Schön war es! Wie immer ließ eine schöne Tombola auch diesen gut gelungenen, unterhaltsamen Nachmittag ausklingen.
 

Die "Bohemia Blasmusik" unter der Leitung von Kapellmeister Helmut Schmitzberger (am Akkordeon)

Text und Fotos: HSK

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erstellt am 03. 01. 06 © http://www.daswienerlied.at