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7. Wienerlied- und Operetten-
Wettbewerb des HBB

Der jährliche Wettbewerb des Humanitären Bundes der Berufssänger zu Ehren von Franz Stanner wird immer internationaler – was sich diesmal auch bei den SiegerInnen zeigte. Die vierköpfige Jury hatte es nicht leicht. Obfrau Dr. Ingrid Pachmann meinte, man hätte wohl gerne zwölf Mal einen ersten Preis vergeben.

Angela Kiemayer, Daniela Stepanik, Maria Mucha, Madina Serebryakova, Karl Fleck, Obfrau Dr. Ingrid Pachmann, Eun Seok Choi, Karin Wagner, Karin Adelmeier, Qiaoyi Lai, MMag. Joachim Claucig, Patricia Steindl und Cindy Köller (v.l.)

Auch heuer bot sich wieder jungen Gesangstalenten die Möglichkeit, ihr Können auf dem Sektor Wienerlied und Operette zu präsentieren. Diesmal fand der Wettbewerb wieder im Sitz des Humanitären Bunds der Berufssänger (HBB) im Gasthaus Hiess im 16. Bezirk, Koppstraße 23. statt. Dr. Ingrid Pachmann eröffnete den Nachmittag mit der Begrüßung der Gäste und übergab dann an Waltraud Kessler, der langjährigen Lebensgefährtin von Franz Stanner. Sie gab uns einen kleinen Einblick in dessen Künstlerleben. Dann folgte als musikalische Eröffnung und aus Tradition das "HBB-Lied".

Prof. Fritz Brucker war an diesem Nachmittag durch einen Termin in der tschechischen Stadt Brünn (er war dort kurzfristig für einen erkrankten Kollegen eingesprungen) und konnte so seine "Schäfchen" musikalisch nicht durch den Wettbewerb führen. Doch der brillante Pianist Günter Schneider sprang ein und schaffte diese sicher nicht leichte Aufgabe hervorragend. Man bedenke, daß er keine Möglichkeit hatte, mit den BewerberInnen zu proben. Er übernahm einfach die Notenblätter und spielte drauf los. Drei Mal konnte er pausieren, denn Angela Kiemayer begleitete MMag. Joachim Claucig und umgekehrt, Madina Serebryakova hatte die Pianistin Ketevan Sepashvili zur Begleitung mitgebracht.

Es ist nicht leicht für den Nachwuchs, diesen Wettbewerb zu bestreiten. Auch wenn hier nicht das große Publikum in großem Saal vertreten ist: Das auf Wienerlied und Operette bestens eingestimmten und auch sehr kritischen Mitglieder und Stammgäste des HBB achten sehr genau darauf, wie sich die jungen Sängerinnen und Sänger bewegen, wie sehr sie sich bemühen, mit ihren Beiträgen nicht nur Sympathien, sondern – und das vor allem – Punkte bei der Jury zu ergattern. Und die hatte es, wie auch bisher schon, alles andere als einfach bei ihrer Entscheidung.

"Die Ruhe vor dem Sturm" – die Sängerinnen und Sänger wenige Minuten vor Beginn des Wettbewerbs

DIesmal hatten sich als Jury zur Verfügung gestellt:

Prof. Hermi Lechner-Fasching, Textautorin, Sängerin und langjährige Präsidentin der Vereinigung österreichischer Textautoren

Stefanie Kopinits, bekannt durch Ihr umfangreiches Bühnenrepertoire von Mozart bis Puccini, von Franz Lehar bis Johann Strauß, von Giuseppe Verdi bis Richard Wagner, ihre internationale Konzerttätigkeit sowohl im Opernbereich wie auch in der Kirchenmusik. Von ihrer langjährigen Bühnenerfahrung profitieren seit kurzem die Studierenden des Masterstudiums Oper an der Konservatorium Wien Privatuniversität.

Hedy Slunecko-Kaderka, die "treue Seele des Wienerlieds", ist nicht nur Tochter von Josef "Pepi" Kaderka", sondern auch selbst Autorin zahlreicher Liedtexte, die von bekannten Musikern der Wienerlied-Szene vertont wurden und aufgeführt werden; sie ist Mitgestalterin der Internet-Plattform daswienerlied.at und, nicht zuletzt, langjährige Mitautorin der Zeitschrift "Das Wienerlied" (ehemals "Der liebe Augustin").

Robert Becherer, textet und komponiert Chancons; er kann auf unzählige Auftritte und Engagements in Film, Theater, Werbung und in 60 TV- Spots zurückblicken; 13 Jahre hindurch prägte er als Conferencier die Modenschau im Wiener Gartenbau-Kino.
Stefanie Kopinits, Dr. Ingrid Pachmann, Prof. Hermi Lechner-Fasching, Robert Becherer und Hedy Slunecko-Kaderka

Stefanie Kopinits, Dr. Ingrid Pachmann, Prof. Hermi Lechner-Fasching,
Robert Becherer und Hedy Slunecko-Kaderka (v.l.)

     

Durchgang

Liedtitel, Komponist  

1. Platz
Eun Seok Choi

I.

"Da geh ich ins Maxim"
aus: "Die lustige Witwe" von Franz Lehar

II.

"Schön ist so ein Ringelspiel"
Hermann Leopoldi

2. Platz
Madina Serebryakova

I.

"Mein Herr Marquis"
aus: "Die Fledermaus" von Johann Strauß

II.

"Im Prater blüh'n wieder die Bäume"
Robert Stolz

3. Platz
Maria Mucha

I.

"Heut könnt einer sein Glück bei mir machen"
aus: "Madame Pompadour" von Leo Fall

II.

"Alois"
Hermann Leopoldi
ex aequo  
3. Platz
Daniela Stepanik

I.

"Im Frühling, im Mondschein, im Prater in Wien"
Robert Stolz

II.

"Mein Liebeslied muß ein Walzer sein"
aus: "Im weißen Rössl" von Robert Stolz
     

Caren Adelmayer

I.

"Ach wir armen Primadonnen"
Carl Millöcker

II.

"Alles, weils einmal zu schön war"
Hermann Leopoldi

MMag. Joachim Claucig

I.

"Aber du bist mei Kittelfalten"
Roland J. L.Neuwirth

II.

"Der g'schupfte Ferdl"
Gerhard Bronner

Karl Fleck

I.

"In der Kellergass'n"
Sepp Fellner

II.

"Nehmens an Alten!"
Otto Reutte

Angela Kiemayer

I.

"Oid und blad"
Paul Skrepek

II.

"Kaffeehäferl-Ländler"
Karl Föderl

Cindy Köller

I.

"Einer wird kommen"
aus: "Der Zarewitsch" von Franz Lehar

II.

"Wien wird bei nacht erst schön"
Robert Stolz

Qiaoyi Lai

I.

"Frühjahrsparade-Marsch"
Robert Stolz

II.

"Warum singen die Vöglein im Prater so schön"
G. Winkler

Patricia Steindl

I.

"Drei zarte Rosen"
Heinrich Strecker

II.

"Das ist der Frühling in Wien"
Robert Stolz

Karin Wagner

I.

"Mein Herr Marquis"
aus: "Die Fledermaus" von Johann Strauß

II.

"Mei Muatterl war a Weanerin"
Ludwig Gruber

   
Es gibt aber für die Nichtgekürten keinen Anlaß zum Traurigsein, alle haben ihr Bestes gegeben und wir wünschen ihnen viel Glück und Erfolg für ihren weiteren musikalischen Werdegang!
   

HSK

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erstellt am 24. 04. 10 © http://www.daswienerlied.at