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Fredi Gradinger-Special im "Währinger Gewölbe"

Zwei Drittel des "Trio Wien" haben ins "Währinger Gewölbe" zu einem Fredi Gradinger-Special gerufen und zahlreiche Fans haben dem Folge geleistet. Der Abend widmete sich dem musikalischen Schaffen von Gradinger, der, neben anderen, auch Texte von Josef "Pepi" Kaderka vertont hat. Als Überraschungsgast faszinierte Helmut Schneeweiß mit witzigen Liedern und perfektem Akkordeonspiel.

Fredi Gradinger und Hans Radon

Ins "Währinger Gewölbe", der – sozusagen – Heimstatt von "Trio Wien", lud Fredi Gradinger gemeinsam mit "Trio Wien"-Drittel Hans Radon zu einem "Special": Auf dem Programmzettel fanden sich ausschließlich Lieder, die Gradinger selbst komponiert und teils auch selbst getextet hat. Und da ist schon einiges zusammengekommen in seiner bisherigen Karriere; er schreibt auch Drehbücher zu Kabarettprogrammen, komponiert in verschiedenen Stilrichtungen und spielt in verschiedenen Ensembles wie den "Vindobona Schrammeln" in der Besetzung Fredi Gradinger, Harmonika, Rudi Koschelu, Kontragitarre, Prof. Richard Motz, 1. Geige, und Martin Lehnfeld, 2. Geige. Mit Koschelu gründete er auch das Duo "Die Weaner Spatz‘n".

Am bekanntesten dürfte jedoch die Formation "Trio Wien" sein, in der Fredi Gradinger – natürlich am Akkordeon – mit Franz Horacek am Bass und Hans Radon an der Gitarre kongeniale Musiker und Partner gefunden hat. Die drei sind weltweit engagiert, aber dennoch bescheiden geblieben. Man spricht nur selten von derartigen Erfolgen. Mit einer Ausnahme: Im Lied "Vom Wienerwald zum Palmenstrand", Text und Musik stammen vom Geburtstagskind, bekommt man ein wenig Gefühl dafür, wo die drei schon aufgetreten sind.

Als Überraschungsgast war Helmut Schneeweiß mit seinem Akkordeon ins "Währinger Gewölbe" gekommen und begeisterte das Publikum. Er ist jazzbegeistertem Publikum auch als Schlagzeuger der "Boogie-Woogie-Gang" bekannt. Schneeweiß hat sich auf ein schwieriges Repertoire eingelassen, bringt er doch vorwiegend Lieder zu Gehör, die dem Interpreten einiges abverlangen. Haben Sie schon einmal versucht, einen Text von Georg Kreisler auswendigzulernen und ihn dann auch noch in dem, von Kreisler vorgegebenen, Tempo zu singen? Da gehört schon einiges dazu. Auch das Lied über die Statistik, das Otto Reuther in den 30ern des vergangenen Jahrhunderts geschrieben hat, ist ein Beispiel für die Schneeweiß‘ Sprachfertigkeit. Lachstürme hat er mit dem Lied über ein Einkauf eines IKEA-Regals ausgelöst: Hier schildert er, welche Folgen das Ergattern des billigsten Regals haben können. Letztlich beziffert er die Gesamkosten – nach einem Tankwagenunfall und den Grabsteinkosten für seine Frau, wenn sich der Schreiber dieser Zeilen richtig erinnert, mit etwas mehr als 300.000 Euro. Nicht fivktiv, sondern real auf ihre Kosten sind die Besucherinnen und Besucher dieses Abends gekommen. Schade, daß Sie ihn nicht erlebt haben!
 

Das "Währinger Gewölbe"

Helmut Schneeweiß

Fotos: daswienerlied.at    
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erstellt am 13. 06. 09 © http://www.daswienerlied.at