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| Kurt Girks 60jähriges Bühnenjubiläum in der "Vorstadt" Unter der Schirmherrschaft von Bezirksvorsteher Franz Prokop feierte Kurt Girk im Kulturgasthaus "Vorstadt" in Ottakring sein 60jähriges Bühnenjubiläum unter dem Motto "Sternstunden des Wienerliedes". Dieser Name machte diesem großartigen Dämmerschoppen alle Ehre. |
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Gerhard Heger, Rudi Koschelu, Herbert Bäuml, Willi Lehner und Kurt Girk (v.l.) |
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| Ein Höhepunkt löste den anderen ab – was bei dieser Besetzung eigentlich kein Wunder
war und doch alle Erwartungen übertraf. Das Duo Herbert Bäuml und Rudi Koschelu begleitete musikalisch und natürlich auch gesanglich und dabei wurde
auch dreistimmig gesungen. Kurt Girks guter Freund und der Vierte im Bunde war Gerhard "Die Stimme Wien" Heger und später gesellte sich noch ein besonders
liebenswerter Gast dazu, der natürlich auch auf die Bühne gebeten wurde und dem freudig nachkam: Willi Lehner. Erst kürzlich berichteten wir von ihm in einem Artikel zu seinem
65. Geburtstag. Und wenn diese fünf Herrn
auf der Bühne stehen, da gibt es kein Halten mehr: zügig, humorvoll und fantastisch mit Musik und Gesang
verlief der Dämmerschoppen. Vorwiegend Lieder aus der "untersten Lad‘", über die wir uns besonders
freuten, weil sie ja nur mehr selten zu hören sind, wurden uns geboten. Kurt Girk, unser "Frank Sinatra
aus Ottakring", ist ein Unikat der "alten Garde" und setzt sich mich Leib und Seele für unser
Wienerlied ein. Ein besonderes Schmankerl war die Lesung von "Auch-Ottakringer" Ferdinand (Ferry) Kovarik, der Anekdoten und Gedichte aus seinem neuesten Buch "Hinter den Kulissen der Stadt" (Band III) vortrug sowie einige sehr interessante Einblicke in die Kulturgeschichte der Herbststraße gab. |
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Die "3 Tenöre" Kurt Girk, Gerhard Heger und Willi Lehner |
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Mag. Agnes Palmisano: Das war ein Vortrag! Das war eine Stimme! |
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| Mag. Agnes Palmisano übertraf sich selbst: Das war ein Vortrag! Das war eine Stimme!
Ganz ruhig war es im Saal und so manche kleine Träne der Rührung und Begeisterung glitzerte in einigen
Augen auf. Sie dudelte perfekt und ließ wieder einmal die Erinnerungen an unsere unvergessene Trude Mally in uns aufleben. Ein ganz besonders schwer zu singender Dudler, meisterhaft
vorgetragen, brachte alle zu bewunderndem Staunen und anschließendem, kaum enden wollendem Applaus, es war
der Dudler "A Tanzerl aus der untern Lad" von Ludwig Gruber. Viele der Gäste, so wie auch wir, hörten
ihn zum ersten Mal. Mit Rudi Koschelu, unserem einzigen männlichen Dudler, folgten dann ebenso großartig im Duett gedudelt und gesungen "Die Schintergruab'n", ‚s Haneferl" und noch einige mehr.Im Solo, im Duett, im Trio – Kurt Girk, Gerhard Heger, Willi Lehner hörten wir "Zauber der Vorrstadt", "Auf der Lahmgruam und auf der Wieden" "Scharf gehe'n mas an!" "Herrgott i bitt di' geh mach mir die Freud", den "Buschenmarsch", Lieder von Fritz Wolferl, Rudolf Kronegger, Victor Korze, Hugo Wiener, F.P.Fiebrich usw. Endlos weiter könnte man diese wunderschönen Lieder aufzählen und jeder einzelne Interpret war bewundernswert und der Dank des Publikums war sehr beeindruckend und berührend. Je weiter der Abend fortschritt, umso übermütiger wurden alle auf der Bühne Agierenden und sie sangen dann so aus "dem Hut heraus", wie es ihnen spontan einfiel – das war eine richtige "Wienerlied-Session"! Bei den Liedern "Schrammeln tuats uns net verlass'n" und "Im Himmel spielt der Zierer" von den "3 Tenören" wurde es wieder ganz still im Saal, eigentlich noch stiller als es ohnehin den ganzen Abend war, weil wirklich ein elitäres Publikum anwesend war welches jedes Lied genoß! |
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"Auch-Ottakringer" Ferdinand (Ferry) Kovarik |
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Kraftvoll, wie immer: Kurt Girk |
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| Ich persönlich durfte auch eine freudige Überraschung erleben, da sich ein Gast das Lied meines Vaters, Josef "Pepi" Kaderka, das ich schon sehr lange nicht gehört habe, und zwar "Der Herzenstürlschlüssel" (die Musik stammt von Edwin Kölbl aus dem Jahre 1949), wünschte. Kurt Girk erzählte ein wenig über meinen Vater und unsere Arbeit fürs Wienerlied und sang uns anschließend gemeinsam mit Herbert Bäuml diesen Oldie. Noch einmal steigerte sich der zu Ende gehende Abend mit Zugaberufen, bis – als "allerletzte" Draufgabe, Kurt Girk "Den traurigen Sonntag" sang. Gerhard Heger und Willi Lehner beendeten das Programm dann im Duett mit einem Evergreen-Medley und "Wann die Welt amol stirbt". Mit den "Letzten drei Pülchern" fiel dann der Vorhang endgültig! Langsam löste sich die Runde auf – Kurti Girks Meinung dazu war schlicht und einfach: "Warum geht's denn schon, jetzt fangt für mi' der Abend erst an" So kennen und lieben wir ihn! Und wir wünschen ihm noch viele Jahre Gesundheit und viel Freude am Singen im Kreis seiner musikalischen Freunde und Fans. Und wieder einmal kann man mit ruhigem Gewissen sagen: "I hab ka Angst ums Weanerliad!" | ||||||
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Charmeur der alten Schule: Kurt Girk mit Berta Later (li.) und Doris Kogler! |
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Dieser Blick aufs Publikum ist leider durch den vielen Zigarettenrauch ziemlich beeinträchtigt. |
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| Alle Fotos: daswienerlied.at/HSK |
HSK |
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erstellt am 02. 02. 10 © http://www.daswienerlied.at |
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