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| Fulminantes Donauinselfest 2008 Das Donauinselfest ist das größte Open-Air-Festival Europas, Tausende Musikbegeisterte umringten ihre Lieblinge, die ein fulmunantes Programm boten. Mit dabei – Kurt Landsmann sei Dank – auch das Wienerlied. Und das drei Tage lang und nahezu rund um die Uhr. |
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Sabine Mach, Herbert Rimpl, Prof. Marika Sobotka, Rudi Luksch, Uli Wehofer, Victor Poslusny und Prof. Walter Heider |
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| Die Wienerlied-Bühne auf der Wien-Insel gibt es erst das 4. Jahr. Die Besucherzahl stieg
zwar von Jahr zu Jahr, aber heuer kann man ohne Übertreibung von einem explosionsartigen Anstieg sprechen. Tausend Sitzplätze waren zwar vorhanden, aber bei den Auftritten einiger Künstler saßen viele Zuschauer auf der Wiese und an den beiden Seiten der Bühne scharte sich zusätzlich noch eine unüberschaubare Anzahl an begeisterten Fans. Über 2 Stunden stehen! Das kann man nur, wenn einen die Musik mitreißt, sodaß man vergißt, daß man keinen gemütlichen Sitzplatz hat. Obwohl am Freitag die ersten Künstler - "D' Schlawiner" - erst um 16:00 Uhr auftraten, saßen bereits eine Stunde davor viele Besucher bei den Heurigentischen zwischen den Heurigen-Standeln und ließen sich all die Schmankerln und natürlich auch die guten "Tröpferln" die hier ausgeschenkt werden gut schmecken. "Den Schlawinern", Alex Cenker, Fritz Kamenik und Peter Riener gehörte ab dem ersten Wienerlied die komplette Aufmerksamkeit. Zusätzlich trugen sie noch zur Vermehrung unserer Lachfalten bei. So nebenbei unterhielten wir uns köstlich über etliche sehr gut erzählte Witze. Da kamen die Besucher gar nicht mehr auf die Idee "weiterzuwandern". Für viele war natürlich ganz klar, welche Künstler sie auf keinen Fall verpassen wollten. Aber wer einmal diese familiäre Stimmung hier spürt, bleibt auf jeden Fall sitzen. Und wer kennt nicht schon längst die Lieder des unverwechselbaren Duos, "Die Weltpartie" - Heinz Grünauer und Franz Eder - und will sie genießen. Sie sind nicht grundlos ein fixer Bestandteil beim Donauinselfest. Wenn dann die eingefleischten Fans bei dem Lied "Meine Freunde die san für mi a Weltpartie" aufspringen sich an den Händen halten und mitsingen, dann kennt vor allem die Begeisterung von Kurt Jellinek, der durch's Programm führt, keine Grenzen. Mit der Aufforderung, daß auch jene Besucher mitmachen können, denen diese Aktion noch fremd ist, läuft er scheinbar offene Türen ein. Da schließt sich kaum jemand aus und das wiederum trägt zu einer ungemeinen Lockerheit bei. Von Michael J. Morgen mit der Harald Fendrich Band sind wir deshalb überrascht, weil wir wissen, daß sie von Oldies und aktuellen Schlagern über volkstümliche Musik bis hin zum Partysound alles bringen, aber daß bei ihnen auch Musik aus Wien nicht zu kurz kommt, hat uns sehr gefreut. Am Rande bemerkt: "Michael J. Morgens Stimme erinnert stark an die Stimme von Tom Jones." Horst Chmela - was braucht man da noch viel schreiben! Mir fällt dazu spontan nur ein: "kam, sah und siegte!" Er betritt die Bühne und das Publikum tobt. Er hat eine Anhängerschar, die das Wort Treue nicht nur vom Papier her kennt. Sie liegt ihm zu Füßen. Was auffällt ist, daß viele Jugendliche die Texte seiner Lieder ebenso beherrschen wie wir "alten Hasen". Dabei wiederum sind es die Burschen, die sich bei vielen Liedern als textsicher zeigen. Chmela spricht also recht deutlich schon die Jugend an. Das zeigt sich auch bei den Autogrammbitten. Daß Horst Chmela am Donauinselfest an allen drei Tagen eingesetzt war, hat sicher seine Berechtigung. Denn an allen drei Tagen gab es Zuschauerrekorde. Er wird mit seinem Bekanntheitsgrad immer ein "Zugpferd" sein. Am Samstag eröffnet den Reigen der Wienerlieder das Trio Wien: Fredi Gradinger, Franz Horacek und Hans Radon hätten sich nicht besser finden können. Ergänzung pur! Hier spürt man Professionalität gepaart mit Charme und Witz. Sie verdienen ein Publikum, das imstande ist dem Wohlklang der drei Instrumente und Stimmen zu lauschen. Das Duo Prof. Karl Hodina und Rudi Koschelu hörten wir nicht in der Originalbesetzung. Karl Hodina, nach einer Operation noch nicht voll einsatzfähig, wurde von Fredi Gradinger bestens vertreten und das heißt im Klartext, daß wir die Lieder Hodinas nicht missen mußten. Der stürmische Applaus galt nicht nur den Liedern, sondern in gleichem Maße den beiden Künstlern. Ein Überraschungsgast war Kurt Girk. Er wurde auf die Bühne gebeten und mit seiner unverwechselbaren Stimme ließen wir uns von ihm mit ganz alten Wienerliedern in die Vergangenheit zurück versetzen. Er ist ein Liebling der älteren Wiener! Bei Rudi Luksch und Victor Poslusny kann man sich den Namen "Die zwei Strawanzer" nur so erklären, daß sie schon viel in der Welt herum gekommen sind. Unter anderem aber auch jedes Jahr als Duo beim Opernball im Heurigenstüberl. Daß man dabei auf Qualität achtet ist wohl jedem klar. Jedes weitere Lob wäre Eulen nach Athen tragen. Dieses Duo begleitete Sabine Mach die für mich persönlich die Netrebko des Wienerliedes ist. Diese Klarheit der Stimme, die Sicherheit, diese Ausstrahlung. Als würde sie diesen Job seit Jahrzehnten ausüben. Sie müßte schon längst der ganz große Star sein! Einen Sänger zu vertreten ist etwas schwierig und wenn es Gerhard "Die Stimme Wien" Heger ist, wird es noch schwieriger. Wir alle kennen Uli Wehofer und er fügte sich gut in den Strauß der in diesem Block auftretenden Sänger ein. Auch Herbert Rimpl gehörte, so wie im Vorjahr, auch heuer wieder zu den auserwählten Interpreten. Wir freuten uns über die selteneren doch eben so schönen Wienerlieder wie: "Gestern war's, in ana stillen Seit'ngassn" oder: "Im Leben is' wia am Schachbrett". Es gefällt uns nicht nur sein auffallend elegantes Outfit sondern auch seine Stimme. Marika Sobotka und Walter Heider! Zwei Professoren, die sowohl solo als auch im Duo stimmgewaltig sind. Das Temperament der halben Griechin, bei der aber bei jedem Wienerlied die Liebe zu ihrem Wien spürbar ist, animiert jeden Zuhörer zum spontanen Mitsingen. Walter Heider wäre für mich "Die Stimme Wien und Umgebung". Bei der Vielfalt an Interpreten hat man die Qual der Wahl, aber wer sich geballt Gutes tun will, gönnt sich "Wien und seine Künstler" am Sonntag dem 9. November 2008 um 15 Uhr im Großen Rathaussaal. Wenn wir bis jetzt teilweise sogar melancholische Wienerlieder zu hören bekamen, dann ist nun der Moment gekommen, wo es überwiegend heißt: Action, Wortwitz auch im Lied - und viel Schwung. Wir meinen damit das "Hans Ecker Trio": Hans Ecker, der das Sagen hat, Rudi Bichler, nach dessen Rhythmus sich seine Musiker-Kollegen zu richten haben, und Peter Jägersberger, der alle Blicke magisch auf sich lenkt, weil erstens die Optik dazu verführt und er außer der Gitarre ein Virtuose auf etlichen Blasinstrumenten ist. Dem Trio zuzuhören macht den größten Langweiler zu einem übermütigen Spitzbuben. Bei einer Band, wo heuer schon die vierte Schifffahrt ausgebucht ist, lassen sich die Fans nicht mehr so genau zählen. Es geht sehr steil bergauf! Wie gewohnt, brachten sie auch an diesem Tag wieder eine grandiose Leistung! |
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| Für Sonntag 10:30 Uhr war ein Frühschoppen mit den Wiener Blue(s) am Programm. Obwohl ich viel zu früh gekommen war, saßen bereits
viele Besucher in der Morgensonne und deckten sich bei den Heurigen-Standeln auch schon mit einem deftigen, scheinbar
zweiten Frühstück ein. Da sie alle ausgeschlafen schienen, verwarf ich den Gedanken, sie wären der
Einfachheit halber vom Vortag noch immer hier. Vereinzelt hörte ich allerdings später, daß doch
manche erst um 4:00 Uhr morgens den Weg nach Hause fanden und trotzdem der Wiener Blues wegen schon wieder hier
anzutreffen waren. Von Peter Steinbach, Frontsänger der Band, hören wir viele Lieder die passend
zu seinem Beruf als Polzeibeamten, von "Strizzis, Pülcha und dem Häfn" handeln. Alles recht
bluesig dargebracht und mit teilweise unterhaltsamen Texten von längst vergessen geglaubten Liedern wie zum
Beispiel dem "Schneeflockerl und Ruaßflankerl", oder dem "G'schupften Ferdl". Man glaubt
nicht, wie breit diese Palette ist. Er beherrscht auch das vielleicht nicht so bekannte Kazzoo. Auf dem Akkordeon
begleitet wurde er von Heinz Jiras, der ein Gründungsmitglied dieser Band ist und dessen Name so mancher
ganz zu Recht mit 4xang in Verbindung bringt. Wer Fredl Petz in seiner Band hat, der kann davon ausgehen, daß er mit diesem Mann
einen "Goldfisch an Land gezogen hat". Mit Klaus Kofler besitzt diese Truppe einen Mann, der auf der Akustikgitarre ebenso einsetzbar
ist, wie am Cajon. Gute Sänger sind sie alle. Fredy Tezzele auf der E-Gitarre, komplettiert dieses mit einem unterhalsamen weil sehr
amüsanten Repertoire ausgestattete Quintett, bestens. Ein Horst Chmela exakt um 12 Uhr Mittags, da wird auf das Essen verzichtet, denn da wird mit gesungen und das wird mit vollem Mund eher schwierig. Auch wird das Essen kalt. Diese Erfahrung habe ich bereits hinter mir und daraus gelernt. Zwei Mal am Abend und dann noch um die Mittagszeit. Der Chmela kann auftreten wann er will, seine Fans werden immer zur Stelle sein. All die Pausen, die durch Umbauten auf der Bühne etc. entstanden, verkürzte uns Rocking Fritzi alias Fritz Schar. Wir hörten von ihm Wienerlieder ebenso, wie solche von Dean Martin, Elvis, Rock `n' Roll, Evergreens und Schlagermusik. Da kann man ohne Übertreibung sagen: "Kleiner Mann - ganz groß!" Was vielleicht an Körpergröße fehlen könnte, macht er mit seiner Stimme wett. Etliche Besucher fragten, ob der Mann Playback gesungen hat. Für die, die nicht fragten und es wissen wollen: Nein, Rocking Fritzi sang live. Nur die Instrumentalaufnahmen kamen aus der Dose. So wie es z.B.auch Chmela und Jazz-Gitti handhaben. Birgit Sarata serviert uns danach die Malat Schrammeln und das ist unumstritten Musik allerfeinster Sahne. Es sind Künstler, die schon mit oftmaligen Auftritten in Japan, China, USA und selbstverständlich auch in vielen Teilen Europas das Publikum begeisterten. Wir hatten diesmal die Möglichkeit, nicht nur Musik mit dieser typischen Wiener Tradition unter freiem Himmel zu genießen. Diesmal begleiteten die Malat-Schrammeln die quicklebendige Ingrid Merschl, in deren Stimme so viel gute Laune mitschwingt und auch Peter Rosen kam in den Genuß dieser Begleitmusik. Zu guten Stimmen gehört eben auch das passende Orchester und diese Kombination empfand ich als außergewöhnlich harmonisch. Mit Wiener Melodien, gespickt mit heiteren Geschichtchen und Witzen, zieht Christian Müller vom ersten Augenblick an das Publikum in seinen Bann. Er kann nicht nur singen, sondern entwickelt beim Erzählen der Witze und Geschichtchen eine Atmosphäre, als stünde man Mitten in diesem Geschehen. Bekannte Schlagermusik, Oldies und all das wo wir so gerne mitschunkeln bekommen wir zu hören. Auch Marika Sobotka läuft zur Höchstform auf und Stimme und Stimmung halten sich die Waage. Sie ist ein Temperamentbündel hoch zwei. Als Duo ernten sie tosenden Applaus. Hier profitiert ganz deutlich einer vom anderen. Das sollten sie beibehalten. "Blasmusik vom Feinsten" wird uns mit der Kapelle der Wienerwaldmusikanten versprochen. Sie halten sich ganz exakt an diesen Titel. Es ist Blasmusik, die dem Ohr schmeichelt. Eine Vielzahl an Wienerliedern, aber auch einige Kostproben aus einem reichhaltigen Repertoire. Alles mit Präzision vorgetragen. Ohne Zugabe kamen sie nicht von der Bühne. Die Jazz Gitti drohte in's Wasser zu fallen. Der Regen lauerte schon am Himmel. Aber das schien diese resolute Dame nicht im Geringsten zu stören. Vorerst wurde sie von ihren Fans belagert und sie schrieb ein Autogramm nach dem anderen und stellte sich bereitwillig zu jedem, der ein Foto mit ihr wollte. Nicht jeder Künstler hat die Nervenkraft vor einem Auftritt dafür. Und gerade das ist es, was wir so sehr an ihr schätzen. Sie weiß immer, wie sie ihre Fans behandeln muß. Dafür liebt man sie und auch ihre so aussagekräftigen Lieder. Keine Wienerlieder, aber Lieder für uns Wiener geschrieben. Lieder, in denen wir uns und unsere Lebenssituation wiederfinden. Es ist eine Stimmung wie zu Silvester am Stephansplatz, wenn die Korken knallen. Das Wetter schlägt nach einer knappen Stunde um und es beginnt zu regnen. Einige spannen Regenschirme auf. Es wird nun noch kühler und unangenehmer. Die Stimmung läßt mich das ungute Wetter kaum spüren. Noch ein Lied und noch ein Foto. Einzelne Besucher gehen doch nach Hause. Mein "Chauffeur" läßt auch mir keine Wahl; Schluß mit Jubel. Schade - 3 schöne Tage sind zu Ende! Wir wissen, daß es all diese musikalischen Leckerbissen, die wir kostenfrei auf der Wienerlied-Insel genießen können nicht gäbe, hätte sich Kurt Landsmann vor 4 Jahren nicht so dafür eingesetzt und fest daran geglaubt, daß die Wiener diese Gelegenheit auch wahrnehmen werden. Ich glaube, daß ich im Namen vieler sagen kann: "Wir sagen Dir und allen die Du dafür einsetzen mußtest, ein herzliches Dankeschön!" |
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Ihm ist die "Wienerlied-Bühne" beim Donauinselfest zu verdanken: Kurt Landsmann |
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| Die Fotos sind nach der Reihenfolge der Auftritte gereiht und stammen alle von Helga Schenk
– die angeführten Namen lauten immer von links nach rechts. Viele weitere Fotos finden Sie auf der Site von Helga Schenk! Hier geht es zur Fotoseite 1 vom 4. September >>> Hier geht es zur Fotoseite 2 vom 4. September >>> |
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Helga Schenk |
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erstellt am 29. 09. 08 © http://www.daswienerlied.at |
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