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Jahresauftakt beim
"Bund humanitärer Berufssänger"

Der zweitälteste Wienerlied-Verein ist auch der einzige, der zwei Mal im Monat, jeweils am Samstag, Lieder-Nachmittage bietet. Mit dabei: Operetten, alte Schlager und "Ohrwürmer" zum Mitsingen.
     

Prof. Marika Sobotka bei ihrem Vortrag im Saal des Gasthauses Hiess in der Koppstraße

     
Am Samstag, dem 28.Jänner, eröffnete der "Humanitäre Bund der Berufssänger" die lange Reihe seiner heurigen Klubabende mit einem sehr schönen, interessanten Programm. Rudi Olster, er war bis zum Jahr 2000 Obmann dieser Vereinigung und singt als Bariton an der Wiener Staatoper, führte launig, witzig und auch mit gesanglichen Solovorträgen durch das Programm. Am Klavier begleitet wurden die Künstler von Prof. Karl Macourek und es waren sich alle einig: Bei so einem Pianisten kann nichts passieren, half er doch – wenn auch äußerst selten – über die eine oder andere kleine Panne hinweg.

Es wurde ein gemischtes Programm von Operettenmelodien, Evergreens und Wienerliedern geboten, ein Auszug davon sei hier angeführt: Im Duett entführten uns Rudi Olster und Johanna Scharon (Mezzo-Sopran an der Wiener Volksoper) zu "Florentinischen Nächten" und an den "Strand von Havanna" und dann weiter in das Land der Oper mit "Schöne Nacht, du Liebesnacht" aus der "Barcarole". Von Mario Labastida, einem jungen Tenor aus Mexiko-City, der auch an der Wiener Volksoper singt, hörten wir zum Beispiel "Quiereme Mucho" (Serenata Criolla von Gonzalo Roig) oder "Siboney, Nr.291" ein kubanisches Lied, aber auch ein wunderschönes argentinisches Lied mit dem Titel "Cancion al Arbol del Olvido" von A. Ginastera.

Weiter ging die musikalische Reise zum "Mariandl-Lied" aus dem Film "Der Hofrat Geiger" und "Brüderlein fein" aus "Der Bauer als Millionär". Das Programm wechselte dann mit Prof. Marika Sobotka ins Wienerische Genre mit reschen, feschen Wienerliedern aus ihrem reichhaltigen Repertoire, so auch das Lied "Wien, dich hab ich gern" von Joe Hans Wirtl und Luise Seitler, die auch an diesem Abend unter den Gästen war.

Auch der Obmann vom "XIIer-Bund", Karl Rauchberger, ließ es sich nicht nehmen, bei diesem ersten Abend des neuen Jahres mit dabei zu sein. Mit dem Lied "Sag' beim Abschied leise Servus" verabschiedete sich das Ensemble von seinem Publikum und dieses dankte mit viel Applaus. Plaudernd, händeschüttelnd und dem Versprechen, bald wieder zu kommen, ging dieser nette Abend zu Ende.
 

 

Prof. Marika Sobotka

 

Johanna Scharon

 

Rudi Olster

 

Mario Labistida

Am Klavier: Karl Macourek, neben ihm "XIIer-Bund"-Obmann Karl Rauchberger,
der sich beim "Schwesterverein" diesmal um die Beschallung kümmerte

Mit kritischen Blick verfolgt BhB-Obmann Alfred Hartl das Geschehen. Erst wenn
wirklich alle zufrieden sind, ist er es auch "ein wenig"

Alle Fotos: daswienerlied.at   

HSK

     
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erstellt am 06. 02. 06 © http://www.daswienerlied.at