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Der HBB ehrt Luise Seitler

Das Jahr 1923 war für die Musik bestimmt. Luise Seitler wurde am 13. Oktober geboren und der HBB (Humanitäter Bund der Berufssänger) im selben Jahr gegründet. Anlaß genug, um Luise Seitler zu ihrem 85. Geburtstag zu gratulieren und ihr die Ehrennadel des HBB zu verleihen.

Luise Seitler mit ihrer Ehrennadel, überreicht von Obmann Fredi Hartl

Das Jahr 1923 war für die Musik bestimmt. Luise Seitler wurde am 13. Oktober geboren und der HBB (Humanitäter Bund der Berufssänger) im selben Jahr gegründet. Anlaß genug, um Luise Seitler zu ihrem 85. Geburtstag zu gratulieren und ihr die Ehrennadel des HBB zu verleihen. Sie textete viele Wienerlieder wie, um nur einige davon zu nennen: "Heut' wollen wir wieder fröhlich sein", Wien, ich hab dich lieb", Wien, du bist ein bunter Blumenstrauß" und "Was mir alles haben", das sie auch im Duett mit Fredi Hartl zum Besten gab.

Durch das Programm führte Walter Gaidos mit einer netten Geschichte über ein Hunderl im Vergleich zur Ehefrau, einfach köstlich. Musikalisch hörte man ihn mit dem "kleinen Lausbuam" und dem "guten Himmelvater", sowie "Man müßte noch mal 20 sein", das – wie immer – mit dem dazu passenden Witz mit den zwei Pensionisten auf der Parkbank angekündigt wurde.

Begleitet wurden die Künstler souverän von Karl Macourek am Klavier. Tenor Thomas Markus, derzeit an der Wiener Volksoper als "Vetter Hans" in "Vetter von Dingsda" zu sehen, ließ mit "Freunde, das Leben ist lebenswert" die Wände vom Gasthaus Hiess erbeben. Im ersten Teil hörte man von ihm noch in herrliche Opern Arien in Italienisch und Französisch.

Yuko Mitani, die an diesem Abend auch in der Wiener Staatsoper im "Faust" auftrat, eröffnete ihren Musikreigen mit Johann Strauss, Kurz Weizmanns kaum bekanntem "Das Herz von Europa ist Wien" und "Möcht jubelnd in die Welt verkünden", von Franz Lehar.

Star des Abends, vom Publikum mit tosendem Applaus bestätigt, war Claudia Puhr, ihres Zeichens Magistra klinischer & Gesundheits-psychologie und Sängerin. Sie studierte mit Auszeichnung an der "Franz Schmidt Musikschule" in Perchtoldsdorf, sowie bei Cecilia Fusco in Latisana (Italien). Die Sopranistin ist Interpretin von Oper, Operette, Lied, geistlicher Musik – unter anderem Carmina Burana, Die schöne Galathee, Stabat mater – und kann auf rege solistische Konzerttätigkeit im In- und Ausland verweisen. Die Chorleiterin der Perchtoldsdorfer "Family Singers" begeisterte das Publikum des HBB mit Lehar's Zarewitsch "Einer wird kommen", Giuditta "Meine Lippen, sie küssen so heiß" und "Strahlender Mond" aus Vetter von Dingsda. Claudia Puhr hatte in der Saison 2007/08 ein Engagement als Opernsängerin bei Palazzo und daher sang sie eine Hommage an den Zirkus mit "Oh mein Papa" mit einem schwungvollen Bella Hop!

Im zweiten Teil des Programms lauschte das Publikum einem Gedicht über "G'sunde Kost" und "Der erste Schultag" von Landarzt Dr. Wolfgang Fuchs aus Weitra, vorgetragen von Walter Gaidos, das die Stimmung im Waldviertel hervorhob. Von Weitra ging's mit Walter Gaidos zum "Nußdorfer Sternderl" und auf den "Gallitziberg" mit Fredi Hartl.

Im Publikum sah man auch NachwuchsMusical-Star Evi Jandrisits, die derzeit in der 4. Klassse des Franz Schubert Konservatoriums dem Abschluß entgegensieht und bei den letzten zwei Aufführungen in "My fair Lady" und "Kiss me Kate" ihr Können unter Beweis stellte. Ihre Zukunft stellt sie sich in der großen weiten Welt vor. Lassen wir uns überraschen, aus welcher "Ecke der Welt" ihre Stimme einmal erklingen wird.

Der gelungene Nachmittag im HBB fand seinen Abschluß mit "Sag beim Abschied leise Servus" und der gesamte Chor des Publikums stimmt mit ein. Ein Dank an Fredi Hartl, der diesen Nachmittag mit ausgezeichneten Künstlern gestaltet hat.
 

Bericht und Fotos: Sissi Gaidos

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erstellt am 03. 11. 08 © http://www.daswienerlied.at