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Wolf Aurichs 1.Wienerlied-Abend
bei "Zum Haydn"

Es war ein wunderschöner, abwechslungsreicher Abend mit Operetten - und Musicalmelodien und natürlich auch Wienerliedern, den Wolf Aurich in der gemütlichen Weinschenke "Zum Haydn" in der Haydngasse im 6, Bezirk ins Leben rief. Als Gast holte er sich seinen Sohn Wolf Frank, am Klavier begleitete Karl Macourek und für den "guten Ton" sorgte Ernst Pichler.

Wolf Frank, Karl Macourek und Wolf Aurich (v.l.)

Das war ein wunderbarer Abend in der gemütlichen Weinschenke "Zum Haydn" in der Haydngasse im 6. Bezirk, war er doch auch der Start für Wolf Aurichs erstes Zusammentreffen mit vielen Freunden und Bekannten. Besonders freute sich der über unsere Grenzen hinaus bekannte Schauspieler und Sänger über das Kommen von Renate Kastelik, Schauspielerin, Regisseurin und künstlerische Leiterin der Festspiele im deutschen Röttingen. Sie arbeitet auch seit 20 Jahren eng mit dem Raimundtheater Wien in Sachen Wiener Kinderfreunde zusammen. Weiters war auch Tom Weller, Journalist aus Bad Mergentheim, mit Gattin Michaela Pfautz angereist.

Wer den vielseitigen Künstler aus der Welt des Theaters und des Musicals bereits kennt, weiß auch, daß er bei einem Stadtheurigen sogar den nicht allzugroßen freien Platz in eine Bühne verwandeln kann. Mit "Ich hab mein Herz in Heidelberg (,beim Haydn hier' als aktuelle Textänderung) verloren" eröffnete er sein Programm. Heiter erzählte er aus seinem Leben und über seinen beruflichen Werdegang, so auch, warum "Von der Kelle zur Kehle" zu hören war: Wolf Aurich hatte einst als Maurer begonnen und bei der Arbeit immer gesungen. Doch schon nach kurzer Zeit stellte damals sein Polier fest: "Du solltest lieber das Fach wechseln und singen!" Sein Traumberuf als Teenager war der des Kochs, daraus wurde aber auch nichts, also versuchte er sich als Zuckerbäcker. Aber auch da hielt es ihn nicht lange. Zwischen seiner Plauderei sang er für uns "Granada", zuerst spanisch dann deutsch, mit der Bemerkung: "Da könnt ihr euch so ungefähr vorstellen, wie das in der Künette geklungen hat." In seiner weiteren Laufbahn fand er in Georg Luksch seinen großen Mentor und drei Jahre lang trat er als Schlagersänger beim "Stillen Zecher" im Prater auf. Mit 18 Jahren erschien bei Philips seine erste Single mit dem Lied "Ohne deine Liebe…" Die damals beliebten und bekannten Schlager, von ihm gesungen, waren unter anderen: "Die Welt ist wie ein wunderbarer Traum für mich", "Sonne, Mond und Sterne", "Du!" u.v.m. Und alle stammten aus der Feder von Georg Luksch, übrigens Vater von Rudi Luksch, der ebenfalls sehr erfolgreich musiziert, singt und komponiert. Von Hans Neroth, Komponist, Kapellmeister , Musiker und Träger des "Blauen Bandes" – auch schon Legende – hörten wir "Ein Tag ohne dich!"

Ab 1965 begann dann für Wolf Aurich die Wanderung vom Schlager zum Musical und zur Operette, Vorsingen in Baden bei Wien für "1001 Nacht", 1966-1969 ein Plätzchen als Operettenbuffo, nach seinen eigenen Worten war es "eine schwere Anlaufzeit". 2007 gab es dann die Begegnung mit Intendantin Kastelik für die Aufführung "Der Mann von La Mancha" und so entstand eine enge Theater-Beziehung nach Röttingen, bei der kommendes Jahr die 4. Saison anläuft.

Nach einer kurzen Pause freute er sich mit uns auf seinen Gast, den er zu seinem ersten Abend eingeladen hatte: Seinen tüchtigen, künstlerisch vielseitigen "Nachwuchs", auf den er zu Recht sehr stolz sein kann, seinen Sohn Wolf Frank. Und dieser stieg gleich mit seinen beliebten Witzerln und köstlichen Schmankerln ein, sang mit seinem Vater im Duett "Man sagt, Verliebtsein wäre wunderbar". Der "kleine Wolfi" stand bereits mit sechs Jahren mit ihm auf der Bühne und zur Erinnerung brachten die beiden das Duett von damals "Wir Männer halten fest zusammen", zu dem vor ziemlich langer Zeit Josef "Pepi" Kaderka den Text geschrieben hatte. Es war übrigens nicht der einzige, er schrieb damals er eine ganze Menge für Vater und Sohn.

Wolf Frank brachte uns einen großen Ausschnitt aus seinem Programm "Not Only Love" mit und natürlich waren alle begeistert. Nach diesem Auftritt ging es dann noch mit Wienerischem mit Wolf Aurich weiter, er gab etliche Zugaben, denn so schnell ließen wir ihn nicht davonkommen!

Nach dem wienerischen Schlußlied "Bei dir hab i a Platzerl" und als Zugabe "Sag beim Abschied leise servus!" folgten das "Wolgalied" und "Dein ist mein ganzes Herz". Schließlich sei noch angemerkt, daß Karl Macourek den ganzen Abend hindurch großartig am Klavier begleitete, für den "guten Ton" sorgte Franz Pichler.

Wolf Frank mit seinem Vater Wolf Aurich – am Klavier: Karl Macourek (v.l.)

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HSK

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erstellt am 11. 12. 09 © http://www.daswienerlied.at