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"Walzermelodien sind ein Gruß aus Wien"

Prof. Leopold Großmann hat für die "Wiener Volkskunst" – wiedereinmal – ein tolles Programm zusammengestellt und damit wieder das "Schutzhaus Ameisbach" bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit dabei: das "Trio Rudi Malat", Johannes Gisser, Sonja Kulatek, Terumi Shima und Andreas Sauerzapf, der sourverän durch den Abend führte.
     

Thomas Gröger, Prof. Leoipold Grossmann, Terumi Shima, Prof. Rudi Malat, Johannes Gisser,
Sonja Kutalek, Andreas Sauerzapf, Peter Hirschfeld und "Wiener Volkskunst"-Obmann Heinz Daxböck

Eines sei gleich vorausgeschickt: Überrascht waren wir nicht, als wir am 21. März den Saal des Schutzhauses "Am Ameisbach" betraten: er war randvoll, bis auf den letzten Platz besetzt. Und es waren nicht nur Vereinsmitglieder der "Wiener Volkskunst", es wollten sich auch viele andere dieses wunderbare Programm nicht entgehen lassen, das Prof. Leopold Grossmann in bewährter Art zusammengestellt hatte. Es waren auch Gäste aus Japan gekommen, die von Terumi Shima Abschied nehmen wollten. Wir können beruhigt sein, denn ihre Heimreise in die Heimat ist nur von kurzer Dauer, hat sie doch versichert, spätestens im Dezember dieses Jahres wieder zurück in Wien zu sein. Doch der Reihe nach:
 
Es ist schön, zu erleben, wie ein überaus talentierter, junger Mann eines Tages bei einem Wienerlied-Wettbewerb des "Bundes humanitärer Berufssänger" antritt und dort das Publikum von seinen Fähigkeiten überzeugt. Die Rede ist von Andreas Sauerzapf. Nun trat er "Am Ameisbach" nicht nur als Sänger ("Von was leben die Leut" oder "Das Lied von der Torte"), sondern auch als Moderator auf und führte mit der Selbstsicherheit eines "alten Hasen" durch den Abend. Eine seiner Wettbewerbskolleginnen, Sonja Kutalek (sang "Auf der Lahmgrubn" und aus den Kremser Alben) ansagen konnte, die – wie die anderen auch – mit lange anhaltendem Applaus bedankt wurde (unseren Beitrag über den Wettbewerb 2006 können Sie hier nachlesen, den im März 2007 finden Sie hier).
 
Das erste Mal erlebten wir den Baßbariton Johannes Gisser. Er stammt aus Wien-Rodaun und sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen er als Mitglied der Wiener Sängerknaben in der Zeit von 1975 bis 1979. Daneben lernte er Klavier, Geige und Klarinette. Nach der Matura am Wiener Musikgymnasium studierte er Musikerziehung an der Hochschule für Musik in Wien mit den Hauptfächern Klavier (Prof. Anna Pfeiffer) und Gesang (Prof. Kurt Hofbauer). 1991 legte er seine Diplomprüfung mit Auszeichnung ab. Seit 1997 ist Johannes Gisser Mitglied des Wiener Staatsopernchores und tritt als solches auch immer wieder solistisch in Erscheinung. Neben seiner Tätigkeit in der Wiener Staatsoper ist ihm vor allem die Kirchenmusik ein großes Anliegen. So ist er immer wieder in Messen und Oratorien zu hören. Die Baß-Solopartien von "Messiah" (Händel), der "Johannespassion", "dem Weihnachtsoratorium" (Bach), der "Schöpfung" (Haydn) und des Mozart-Requiems gehören ebenso zu seinem Repertoire wie Mendelssohns "Elias" und Schuberts Liederzyklen "Winterreise" und "Schwanengesang". Und eine weitere künstlerische Vorliebe ist ihm – zu unserer besonderen Freude – die Pflege des Wienerliedes. 
Terumi Shima hat sich, wie eingangs bereits erwähnt, entschlossen, ein paar Monate in ihrer Heimat und bei ihrer Familie zu verbringen. Nicht aber ohne vorher versprochen zu haben, bei ihren Konzerten in Japan einerseits Wienerlieder vorzutragen, andererseits aber bald wieder zurückzukehren. Als Beweis dafür, daß Sie im Winter wieder zurück sein wird, zählt sie ein paar bereits vereinbarte Konzerttermine auf. Wie uns ihr Mentor und "Wahlgroßvater" Hubert Rosner erzählte, gab einen Abschiedsabend, zu dem die engste Fangemeinde eingeladen war. Und wie uns Prof. Leopold Grossmann erzählte, hat Terumi Shima ihre schon lange geplante Abreise eine Woche aufgeschoben, nur um diesen Auftrittstermin "Am Ameisbach" wahrnehmen zu können. Schließlich wurde ihr, nach einstimmigem Vorstandsbeschluß des Vereines "Wiener Volkskunst" das "Goldene Vereinsabzeichen" verliehen.
     
Das "Malat-Trio" (Prof. Rudi Malat, Peter Hirschfeld und Thomas Gröger) begleitete nicht nur, sondern bot uns auch ein paar ausgewählte Solostücke. Besonders beeindruckend war, als sie mit Prof. Leopold Grossmann am Klavier, sozusagen im Quartett, Terumi Shima den musikalischen Rahmen gaben, die sich mit der Grossmann-Komposition "Wenn im Frühling die Magnolien blühen" unter frenetischem Applaus von ihrem Publikum verabschiedete. 
     
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Fotos: daswienerlied.at    
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erstellt am 03. 04. 07 © http://www.daswienerlied.at