|
||||||
| Jahresbeginn in Meidling Am 6. Jänner läutete der Erste Alt-Wiener Club Meidling (1927) mit dem ersten Vereinsabend das Neue Jahr ein. Vereins-Obmann Franz Chaloupka und Pepi Novak als Conferencier begrüßten die beiden jungen Sängerinnen Elisabeth Bauer und Elisabeth Wolfbauer und Siegi Preisz und Rudi Bauer. Gerti Straka begleitete den ganzen Abend über am Klavier. |
||||||
![]() |
||||||
|
Pepi Novak, Elisabeth Bauer, Gerti Straka, Elisabeth Wolfbauer, |
||||||
| Es ist einfach toll, wie es dem 1. Alt-Wiener Club Meidling immer wieder gelingt, seine Programme
zusammenzustellen: Diesmal bot man gleich zwei Sängerinnen auf, die es gewohnt sind, vor großen Publikum
aufzutreten – was natürlich, und da legen wir ganz besonders Wert darauf, die Leistung der "Stamm-Künstler"
der Wienerlied-Szene keineswegs abschwächt! Elisabeth Wolfbauer hat während ihrer Zeit am Wiener Musikgymnasium Querflöte am Konservatorium der Stadt Wien studiert, setzte nach ihrer Matura das Studium der Schulmusik sowie Instrumental- und Gesangspädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien weiter. 2004 schloß sie erfolgreich den Lehrgang für Lied und Oratorium bei Kammersängerin Edith Mathis ab, darauf folgte die Opernklasse am Konservatoriums der Stadt Wien, die sie 2005 mit Auszeichnung abschloß, dann besuchte sie Meisterklassen, unter anderem in Wien bei Kammersänger Walter Berry, aber auch in Salzburg und Stuttgart. Als Altsolistin singt sie zahlreiche Konzerte sowie klassische und romantische Messen und freut sich über zahlreiche Engagements, etwa bei den "Murauer Operettenfestspielen", der "Salzburger Mozartwoche", war in "Jabuka" in Brünn, aber auch in der "Zauberflöte" in Japan zu hören. Nicht zuletzt gibt sie auch Konzerte als Wienerliedsängerin, u.a. mit dem "Alten Pack’l" und den „Philharmonia Schrammeln“. Und eben, begleitet von Gerti Straka, beim "Pikner" in Meidling. |
||||||
| Elisabeth Bauer ist ausgebildete Kindergärtnerin und Horterzieherin mit mehrjähriger Berufserfahrung und ist, unter anderem, im Betriebskindergarten des ORF tätig. Seit Herbst 2002 ist sie Studentin der Musikwissenschaft der Universität Wien, hat aber bereits 1998 ein Studium des klassischen Gesangs bei Mag. Petra Chiba im Vocal Art Studio und in der Musikschule Perchtoldsdorf mit Hauptfach Stimmbildung begonnnen und im Sommersemester 2006 abgeschlossen. Außerdem wirkt sie am Lehrgang Oper und Operette an der Künstlerischen Volkshochschule Wien mit. In Zusammenhang damit kann sie schon auf zahlreiche Auftritte zurückblicken, unter anderem als Lisa in "Land des Lächelns"), als Gräfin Mariza in der gleichnamigen Operette, als Gräfin in "Wiener Blut" oder als Rosalinde in der "Fledermaus". Auch bei der "Knappenhofoper Perchtoldsdorf" hat sie 2003 als Ernestine in "Salon Pitzelberger" und zuletzt als Erste Dame in "Zauberflöte" brilliert. | ||||||
| Rudi Bauer ist überraschte das Publikum und uns mit einer Eröffnung: Er würde
sich, so sagte er sichtlich gerührt, "mit dem heutigen Tag aus dem Veranstaltungsleben zurückziehen".
Man sollte aufhören, "wenn es am schönsten ist – und das ist heute", schloß Rudi Bauer
und verabschiedete sich mit "Heut hat mi a Fiaker g‘führt" von Prof. Leopold Grossmann. Damit wir nicht vergessen: Im ersten Teil des Programmes gab
er den Tewje aus "Anatevka", wie immer, mit entsprechender Garderobe (siehe unser Bild auf der Fotoseite). Rudi Bauer, Jahrgang 1935, ist ausgebildeter Lithograph und trat 1954 in den Dienst der Stadt Wien in der Stadtvermessung – von wo er nach 41 Dienstjahren als Technischer Kanzleirat in den Ruhestand ging. Da er, wie er erzählt, seit seiner Kindheit schon immer gern gesungen hat, folgte er 1970 seiner Frau in den Kirchenchor und lernte dort zum ersten Mal so richtig nach Noten zu singen. Das Interesse stieg weiter und er hatte das Glück, einen ausgezeichnetet Privatlehrer zu finden, der ihn zum Solisten ausbildete. Das führte ihn zu Höhepunkten, wie die zweimalige Rolle des "Erzengel Raphael" in Josef Haydns Oratorium "Die Schöpfung" und in Chorwerken und Messen. 1980 gründete Bauer mit Freunden die Chorvereinigung "Hortus – Musicus Wien", wo er heute – nach wie vor – als Solist, Moderator und Chorsänger tätig ist. Und dort kann er sich auch seinem Hobby Schlager-, Operetten- und Musicalrollen widmen. Wir wünschen Rudi Bauer noch viele, viele Jahre Freude an der Musik und hoffen, daß seinen Abschied vom Wienerlied vielleicht nicht ganz so strikt einhalten wird. |
||||||
![]() |
||||||
|
Rudi Bauer sagte, einmal müßte Schluß sein |
||||||
| Doch nun zurück zum Abend: Obmann Franz Chaloupka leitete, wie gewohnt, die erste Veranstaltung
des Jahres ein, konnte auch Helga Kral (Witwe des verstorbenen Obmann-Stv. Ferdinand Kral) zum Geburtstag gratulieren,
auch Stadtrat a.D. Franz Nekula (er war 10 Jahre für die Städtischen Unternehmungen zuständig) feierte
Geburtstag und wurde beglückwünscht. Dann übernahm Pepi Novak das Mikrofon und führte durch ein beschwingtes Programm, das wie gewohnt vom Wienerlied über die Operette führte, wobei Siegi Preisz sich dem Wienerlied, Pepi Novak eher der Operette widmete. So beschloß er, gemeinsam mit Elisabeth Wolfbauer, den Abend mit "Was Österreich ist", eine Komposition vom großen Johann Schrammel, der Text stammt vom Volkssänger und Bühnenautor Wilhelm Wiesberg. Nicht zu vergessen: Gerti Straka, Pianistin und Chorleiterin des Arbeitersängerbundes Hietzing, begleitete alle Interpreten den ganzen Abend über am Piano. |
||||||
![]() |
||||||
| Hier geht es zur Fotoseite vom 6. Jänner >>> | ||||||
|
Alle Fotos: daswienerlied.at |
||||||
|
|
||||||
|
erstellt am 18. 01. 07 © http://www.daswienerlied.at |
||||||