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| "Tramwayschienenritzenkratzer" bei "Alten Wienern" Walter Cozik (li.), alias "Tramwayschienenritzenkratzer", war im Rahmen der Wiener Bezirksfestwochen beim "Ersten Alt- Wiener Club Meidling (1927)" zu Gast und bot eine Zeitreise durchs österreichische Kabarett. |
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Vereinsobmann Franz Chaloupka (re.) stellt "Tramwayschienenritzenkratzer" Walter Cozik vor |
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| Wer wissen möchte, was genau ein "Tramwayschienenritzenkratzer" ist, sollte
sich das Programm von Walter Cozik nicht entgehen lassen. Dabei kann man nicht nur lachen, sondern auch noch etwas
lernen. Nämlich über Berufs- und Bevölkerungsgruppen, die es heute schon längst nicht mehr
gibt (z.B. Ziegelböhm, Gleisböhm etc.). Dazu hat der "Erste Alt -Wiener Club Meidling (1927)" ins Gasthaus "Pikner" eingeladen. Geboten wurde eine nostalgische Rückschau auf amüsante Wiener Typen sowie einige der lustigsten Lieder der Zwischen- und Nachkriegszeit. Der unterhaltsame Bogen reicht vom "Überzieher" der 30er Jahre über Bronners legendären "G'schupften Ferdl" und den "Wild'n auf seiner Maschin" bis hin zum "Nackerten vom Hawelka". Walter Cozik, Musiker seit seinem 13. Lebensjahr, liebt es, auch optisch in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Das Outfit des "Tramwayschienenritzenkratzers", der früher für das Säubern der Schienen zuständig war, ist samt seinem "Ritzenstingl" laut Wiener Linien mehr als originalgetreu. Als Alleinunterhalter gestaltet Cozik einen "Bunten Abend", wie es in der Nachkriegszeit üblich war. Zwischen den typischen Gesangseinlagen, die wohl jedem "Wienkenner" geläufig sind (z. B. die "Liebe, kleine Schaffnerin"), stehen Gedichte von Josef Weinheber, Anton Krutisch, Brigitte Pixner und Herbert Pirker auf dem Programm. Auch Anekdoten zu spezifischen Wiener Ausdrücken kommen nicht zu kurz. Nicht zu vergessen die ewigen Kabarettgrößen wie Karl Farkas, Fritz Grünbaum, Gerhard Bronner und Georg Kreisler, denen zu Ehren Cozik auch kleine Sketches spielt. |
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"Tramwayschienenritzenkratzer" Walter Cozik |
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| Die Liebe zu den "Bunten Abenden" stammt noch aus einer Zeit, in der Walter Cozik
als dreizehnjähriger Klavierbegleiter bei verschiedenen Cabaret-Ensembles mitwirkte. 1953 waren dies vor allem
Hans Höchsmann und Leopold Hawelka. Zwei Jahre später gründete er eine Schülerband, wo sich
Kontakte zu Felix Lee und Hannes Schlader ergaben und war dann als Baßgeiger und E-Bassist von 1958 bis 1963
Berufsmusiker in Lokalen in Wien und Deutschland sowie in Winter- und Sommerkurorten tätig. Auch als er 1963 einen anderen Hauptberuf ergriff (zuerst vier Jahre in der Stellenvermittlung für Musiker in der Hermanngasse und Embelgasse), ist er seiner Liebe zur Musik immer treu geblieben. Er spielte in Ballorchestern und Big-Bands, am Opernball aber auch in kleinen Besetzungen. Von 1966 bis 1969 war er trotz Büroberuf täglich bei den "Wiener Buben", einer Formation ähnlich den Spitzbuben, im Restaurant "Sanfter Heinrich" in Hütteldorf engagiert. Seit 1982 tritt er mit seinem Keyboard als "One-Man-Band" bei diversen Feiern und Veranstaltungen auf. Zusätzlich ist Walter Cozik seit 2002 dem Theater sehr verbunden. Gemeinsam mit dem "Loser Kulturverein" spielte er bereits in mehreren Produktionen, darunter Renate Woltrons "Der letzte Vorhang", Nestroys "Mädl aus der Vorstadt", Shakespeares "Viel Lärm um Nichts" sowie die jährlich neue Produktion: "Praterg'schichtn", die von Juni bis August 2006 immer Do. und Fr. im Lokal "VORSTADT" aufgeführt wird. Walter Coziks Liebe jedoch gehört dem Kabarett, das er einer Zeit widmet, die er selbst miterlebt und die Großartiges hervorgebracht hat. |
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erstellt am 17. 06. 06 © http://www.daswienerlied.at |
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