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| "Frühling in Wien" im Theater Längenfeldgasse Unter diesem Motto veranstaltete die Vereinigung "Das Wiener Lied" ihre "Große Festakademie"und bot einen abwechslungsreichen Nachmittag. Mit dabei: Prof. Marika und Herbert Sobotka, Ingrid Merschl, Prof. Herbert Prikopa, Peter Rosen, die "Vienna Schrammeln", das "Trio Wien", Horst Chmela, Prof. Leopold Grossmann am Klavier. H.P.Ö und Peter Rapp führten durchs Programm. |
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Prof. Marika Sobotka, Herbert Sobotka, Horst Chmela, Leopold Heider, |
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| Es war ein großer Erfolg! Ausverkauftes Haus! Trotz eingeschobener Sesselreihen! Und
es war ein wunderschönes Programm, welches die Vereinigung "Das Wiener Lied" mit Obmann Leopold Heider ihren Gästen unter dem Motto "Große Festakademie
– Frühling in Wien" im Theater Längenfeldgasse geboten hat. Eröffnet hat das "Vienna-Schrammeltrio" mit Karin Schlechter (Geige), Herbert Schöndorfer (Akkordeon) und Franz Horacek (Kontragitarre) mit dem schwungvollen Marsch "Wien bleibt Wien". Obmann Heider begrüßte alle und führte dann gemeinsam mit Peter Rapp durch den Nachmittag. Rapp begann seine Moderation mit einem kleinen Rückblick auf die vergangenen Jahre, erwähnte unter anderem, wie viel die beiden Wienerlied-Größen Christl Prager und Prof. Walter Heider für das Wienerlied getan hätten und betonte auch, daß er seit Monaten bemüht sei, eine Wienerlied-Seniorensendung beim ORF unterzubringen. Doch leider bisher ohne Erfolg. Nach diesen einleitenden Worten kam Peter Rosen auf die Bühne und wurde bei seinem Vortrag von Prof. Leopold Grossmann am Klavier begleitet. Da gab es gleich zwei schöne Kompositionen aus dessen Feder "Ein Frühlingstag in Wien" und "Wien, du bist die Königin der Lieder" sowie "Alle Wasser der Erde fließen" (Herbert Seiter). Zwischendurch spielte dann das auf der Bühne sitzen gebliebene Schrammeltrio swingend "Geh mach kan Tanz" und Rapp moderierte humorvoll mit vielen G'schichterln und, wie es in Wien so schön heißt, "g'schobene Wuchteln". Prof. Marika Sobotka bot auch die schönsten Lieder aus ihrem reichhaltigen Repertoire, wie z.B. "Die alte Zahnradbahn" und "Denk dir die Welt wär ein Blumenstrauß" einmal mit Klavierbegleitung, dann wieder mit dem Trio. Herbert Sobotka brachte im Soloauftritt "Mir hab'n die Straußbuam" mit Schrammelbegleitung und die "Fahrkarten nach Wien" und weiters "I därf an Wien net denken". Zwischendurch las Leopold Heider, nun wieder als H.P.Ö. Heider Poldi Österreich, Gedichte aus seinen Büchern, Herbert Schöndorfer brachte mit dem Trio seine Eigenkomposition "Ja, des is mei Land", ein mit dem Herz geschriebenes Lied. |
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Prof. Gerhard Track, Luise Seitler und Leopold Heider |
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| Dann kamen Prof. Marika Sobotka und Herbert Sobotka noch einmal als Duo auf die Bühne
mit "Spieln die Donaustadtschrammeln a Weanaliad" von Leo Bredl (seine Witwe, Grete Bredl, wurde als
Gast begrüßt) und u.a. "A gmüatlicher uralter Weaner" und mit "Zwa aus Ottakring"
endete der erste musikalische Teil. Doch vor der Pause kam Prof. Gerhard Track auf die Bühne und gemeinsam mit Obmann Heider baten sie Luise
Seitler dazu, um sich mit einer Ehrenmitgliedschafts-Urkunde der Vereinigung und Blumen bei ihr für
ihr Bemühen um die Wienermusik zu bedanken. Die Freude darüber war groß und auch Luise Seitler
hatte eine kleine Überraschung mitgebracht: Sie gratulierte Leopold Heider mit einem selbstverfaßten
Gedicht zu seinem erst kürzlich begangenen 65. Geburtstag. Den 2. Teil des Nachmittags eröffnete Prof. Leopold Grossmann mit den Worten: "Da treff ich heute einen Menschen mit dem ich vor 63 Jahren einmal gespielt habe und ihn bitte ich jetzt zu mir auf die Bühne". Dieser Mensch war Prof. Herbert Prikopa, österreichischer Dirigent, Opernsänger, Schauspieler, Komponist, Schriftsteller, Pianist und Kabarettist. Gemeinsam spielten sie mit Begeisterung und Freude am Flügel das "Schwipslied". Grossmann verließ anschließend die Bühne und Prikopa begrüßte auf seine humorvolle Art mit den Worten: "Wenn ich bei einem Festprogramm eingeladen bin, sehe ich lauter glückliche Gesichter. Um diese zu vertreiben wurde ich engagiert!" Es folgte zur Einleitung seiner musikalischen Darbietung eine kleine Geschichte über den "Lieben Augustin", von dem er spaßhalber behauptete, er wäre der erste Wienerliedkomponist gewesen: Denn als er nach zu viel Alkoholgenuß aus der Pestgrube gestiegen sei, wäre mit diesem Lied der erste "Pestseller" geboren. Und was nachher an musikalischen Gustostückerln folgte, war einfach brillant. Auf Zurufe aus dem Publikum band er die Melodie vom Augustin-Lied in den unverkennbaren Kompositionsstil von Chopin, Beethoven, Wagner, Mozart usw. ein. Doch ein Zuruf vom im Publikum weilenden Prof. Gerhard Track war eine "harte Nuß", er rief "Gershwin!". Doch bereits nach kurzem Nachdenken schaffte Prikopa auch das spielerisch und der verdiente begeisterte Applaus blieb nicht aus. |
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Peter Rosen, Herbert Sobotka, Leopold Heider, Karin Schlechta, |
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| Ingrid Merschl kam nun auf die Bühne und brachte uns mit ihrem allen bekannten
heiteren und quirligen Vortrag mit Melodien von Robert Stolz in Operettenstimmung. Das "Trio Wien" Fredi Gradinger (Akkordeon und Gesang), Hans Radon (Gitarre und Gesang) und Franz Horacek (diesmal Baß und Gesang) brachten uns swingende Wienerlieder, unter
anderem auch die Kostproben "Mir san auf der Insel daham" aus der neuen CD "Eisbeer oder Erdbär
– Frag' den Alfred" und weiters aus der neuen "Trio Wien"-CD "I red im Schlaf" den Titel
"Rosa, liebe Rosa". Nach diesem swingenden Block kam Horst Chmela – ohne Playback – zum Trio dazu und es wurde ein sehr schöner, interessanter Programmabschnitt. Chmela hat eigene nicht so oft gesungene und gehörte Lieder aus "seiner untersten Lad" – mit sinnigen, schönen Texten und Melodien – mitgebracht und danach ging er über zu seinen großen, bekanntesten Hits und die Stimmung im Publikum heizte sich, wie immer bei seinen Auftritten, merklich auf. Alle sangen und klatschten mit und nach etlichen Zugaben kam dann mit seinem "Goggalan" der endgültige Abschied. Vermutlich hätte der Nachmittag, der ohnehin schon in den frühen Abend übergengangen war, noch einige Stunden dauern dürfen – wenn es nach den Gästewünschen gegangen wäre. Es war schön, doch einmal muß ja ein Ende sein und so gingen bestimmt alle mit den Erinnerungen an diese schöne Veranstaltung nachhause. |
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| Alle Fotos: daswienerlied.at/HSK (2) und Heinz "Adabei des Wienerlieds" Effenberg (1) |
HSK |
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erstellt am 06 05. 10 © http://www.daswienerlied.at |
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