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| Ein Nachmittag zum 80er von Franz Belay Eine der vielen Geburtstagsfeiern zu Ehren von Franz Belay richtete die Vereinigung "Das Wienerlied" aus. Unter den Gratulanten: Rita Krebs, Prof. Marika Sobotka, Prof. Walter Heider, Prof. Leopold Grossmann, Trio Wien und, nicht zuletzt, H.P.Ö – Heider Poldi Österreich. |
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Prof. Franz Belay |
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| Am Sonntag, dem 9. April 2006, fand bei der Wienerlied-Vereinigung "Das Wienerlied"
in der Königseggasse im 6. Bezirk eine große Festveranstaltung zu Ehren des Musikers und Komponisten
Prof. Franz Belay statt. Er feierte heuer seinen 80. Geburtstag – wer ihn sieht und kennt, der glaubt es nicht.
Jugendlich und mit viel Elan steht er auf der Bühne und bietet ein exzellentes Programm. Franz Belay erblickte am 11. März 1926 im 10. "Hieb" (Favoriten) in der Knöllgasse das Licht der Welt: "Bei uns in der Familie wurde immer viel gesungen und musiziert, meine Mama spielte Zither und so erlebte ich meine Kindheit schon mit viel Musik und meine Liebe zu ihr entwickelte sich schon damals. Mit acht Jahren bekam ich meine erste Harmonika und mein gutes Gehör für die ,richtigen Töne‘ ließ mich bereits die damaligen Wienerlieder und Schlager ohne Noten, doch mit viel Begeisterung nachspielen", erzählt Belay. Später besuchte er das Konservatorium in den Ehrbarsälen im 4. Bezirk und lernte dort "mit allem Drum und Dran" richtig Akkordeon spielen, Harmonielehre etc. Dann folgten zwei Jahre an der Musikakademie. Mit seinem Freund Edi spielte er im Duett und hat im "Ronacher" unter dem strengen Auge von Prof. Emmerich Arleth die Artistenprüfung bestanden. Es folgten Auftritte im Variete "Leicht", in der "Dobner Diele, im "Simpl" und auch im Konzerthaus. Später spielte er zwei Jahre bei der "Löwinger-Bühne", wurde.1943 zum Militär eingezogen, war zwei Jahre in englischer Gefangenschaft und kam am 1. Mai 1946 endlich wieder nachhause. "In der Nachkriegszeit spielte ich vorwiegend in Cafehäusern und Bars und mein Repertoire bestand vorwiegend aus Wienerliedern und Evergreens. 1958 bis 1962 war ich mit einer kleinen 4-Mann-Kapelle in der Schweiz tätig und wieder bestand unser Programm vorwiegend Wienermusik und Konzertstücken", erzählt Franz Belay. Es folgten Gastspiele in Italien und Deutschland, dann blieb er Wien treu, spielte zwölf Jahre bei "Judy Marchart", sechs Jahre im "Alten Hof", elf Jahre abwechselnd im Cafe "Nordbahn" und Cafe "Rosenhügel", sechs Jahre im Konzertcafe "Schmid Hansl" und zwei Jahre in der "Peterle -Bar". Und auch in diesen Jahren stand für ihn das Wienerlied immer im Vordergrund. Am 19. Oktober 2005 wurde ihm, wie er sagt, die Freude und Ehre zuteil, für sein Bemühen um die Wienermusik zum Professor ernannt zu werden. Die Ehrenveranstaltung von der Vereinigung "Das Wienerlied" reihte sich ein in mehrere Ehrungen und Veranstaltungen rund um Belay´s Geburtstag. In der Königseggasse wurde er vom Vorstand der Vereinigung "Das Wienerlied" mit dem "Johann Strauß Relief" und einer Urkunde für seine besonderen Verdienste um das Wienerlied bedankt und geehrt. |
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H.P.Ö. - Heider Poldi Österreich, Prof. Franz Belay, mit "Johann Strauß Medaille" und Urkunde, und Prof. Walter Heider |
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| Die singenden und musizierenden Gratulanten waren der Obmann der Vereinigung, Prof. Walter
Heider, Solo und im Duo mit Prof. Marika Sobotka (sie wurde von dem Geehrten persönlich am Akkordeon und auch
von unserem unermüdlichen Prof. Leopold Grossmann begleitet) und sang unter anderem die Lieder "In Klosterneuburg,
da bin i gern" und "Sag mir, wia dir ums Herz is", die beide aus der Feder von Franz Belay stammen.
Später trat sie noch einmal mit dem "Trio Wien" auf, das sich singend und swingend in die Herzen
des Publikums spielte. Auch sie hatten ein Lied von Belay in ihrem Repertoire, und zwar "Klanes Sternderl
von Favoriten". Rita Krebs war auch solo und im Duett mit Prof. Walter Heider zu hören und wieder waren
Lieder von Belay dabei: "Wann a Schrammler a Weanaliad singt" und "Di und mei Wean". Als Überraschungsgast trat "Franky-Boy von Ottakring" Kurt Girk auf und neben den herrlichen Vorträgen mit Liedern "aus der untersten Lad'" wurden auch Erinnerungen ausgetauscht. Er brachte das "Barlied" von Jurmann mit der Erklärung, daß ihn dieses "der Franzi" schon in seiner Jugend gelehrt hätte. Es folgte die rumänische Volksweise "Das stolze Herz", welche er auch schon vor 55 Jahren gesungen hat. Ja, wenn zwei so "alte Profihasen" auf der Bühne zu plaudern beginnen, hört das Publikum fasziniert zu. Mit viel Humor, Witzen und Gedichten aus seinem Buch führte H.P.Ö. unterhaltsam und charmant wie immer durch das Programm. |
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HSK |
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erstellt am 18. 04. 06 © http://www.daswienerlied.at |
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