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Festprogramm für Ingrid Merschl

Ingrid Merschl wurde von der Vereinigung "Das Wienerlied" für ihre Verdienste um das Wienerlied ausgezeichnet. So viele waren gekommen, daß man noch Tische und Sessel in die Königseggasse bringen mußte. Musikalisch gratulierten Rita Krebs, Prof. Marika Sobotka, Michael Perfler, Wolf Frank und Prof. Leopold Grossmann.

Prof. Leopold Grossmann, Heinz Effenberg, Prof. Marika Sobotka, Ingrid Merschl,
Wolf Frank, Michael Perfler, Rita Krebs und H.P.Ö. Heider Poldi Österreich (v.l.)

Am Sonntag, dem 8. Februar, einem typisch kalten, schneeregnerischen Wintertag, besuchten wir die Vereinigung "Das Wiener Lied" in "Haus der Begegnung" in der Königseggasse, um die Ehrung der beliebten Soubrette Ingrid Merschl mitzuerleben. Es war sehr erfreulich, daß trotz dieser widrigen Witterungsumstände so viele Gäste kamen – es mußten diesmal sogar noch Tische und Sessel dazugestellt werden. Unter der exzellenten Klavierbegleitung von Prof. Leopold Grossmann lief ein ein buntes, wunderschönes Programm ab. H.P.Ö. Heider Poldi Österreich, zweiter Obmann der Vereinigung, begrüßte - assistiert von Heinz "Adabei des Wienerlieds" Effenbergdie Gäste und vertrat damit Prof. Walter Heider, der aus gesundheitlichen Grünen leider noch immer nicht anwesend sein konnte. Michael Perfler führte schwung- und humorvoll durch den Nachmittag, musikalische Ständchen brachten Prof. Marika Sobotka, Rita Krebs, Wolf Frank und auch Michael Perfler. Und als Dankeschön revanchierte sich Ingrid Merschl mit vielen phantastisch vorgetragenen Liedern wie z.B. dem "Schwipslied", "Niemand liebt dich so wie ich", "Die Fiakermilli" usw.

Geehrt wurde Ingrid Merschl für ihre Verdienste um das Wienerlied mit der "Goldenen Johann Strauß-Statuette" und einer Urkunde. Mit einer herzlichen Dankesrede, die auch an Prof. Leopold Grossmann gerichtet war, der sie viele Jahre bis heute immer wieder freundschaftlich-musikalisch leitet und führt, nahm sie mit Freude diese hohe Auszeichnung entgegen. Unter den Gästen entdeckten wir BR Gerhard Blöschl von der Kultur 10., seine Sekretärin Roswitha Jarolin, das Ehepaar Ingrid und Willi Kolleger, Herausgeber der Zeitung "Wienerlied aktuell", Friederike Terkal, Ditha Lahner und Regierungsrätin Erika Strecker, Witwe nach dem unvergesslichen, großen Komponisten Heinrich Strecker, die extra aus Baden angereist war.
 

Heinz Effenberg, Ingrid Merschl und H.P.Ö. Heider Poldi Österreich (v.l.)

Nun lassen wir Ingrid Merschl selbst über ihr Leben erzählen erzählen:

"Nun, mich nennt man nicht Mimi, sondern Ingrid Merschl, ich bin geboren in Wien, besuchte ganz normal Kindergarten und Schulen (teilweise Klosterschule), und machte, nachdem die Familie meinte, es müsse ein anständiger Beruf sein, die Lehre zum Industriekaufmann und schloß diese auch mit sehr gutem Erfolg ab (warum weiß ich nicht, aber wahrscheinlich war es mein schauspielerisches Talent, das mir zum Abschluss verhalf). Zum Leidwesen meiner Eltern, eigentlich meiner Mutter, ließ mich die Liebe zur Musik und zum Theater nicht los, nur wollte ich nicht als Zuseher am Geschehen teilnehmen, sondern selbst aktiv sein. Ja, und so machte ich 1988 den Abschluß als Gesangssoubrette im Fach Operette. Meine Stimme trimmten Prof. Emmie Sittner, Harumichi Fujiwara, am Konservatorium Prof.Gertraud Martold-Kleinmond, und während einer Sommerakademie KS Esther Rethy. Partienstudium hatte ich bei Kpm. Prof. Heinz Lambrecht. Als "weiblichen Higgins" hatte ich drei Jahre lang Dr. Elisabeth Schrattenholzer (für nicht Musicalkundige: Rhetorikprofessorin). Das Rüstzeug zum Schauspiel gaben mir Prof. Franz Strohmer und Ida Krottendorf mit. Tänzerisches Gefühl bekam ich durch Prof. Regine Schlosser vermittelt.
     

Ingrid Merschl als "Fiakermilli"

Was ich mit dieser Ausbildung anfing, war ein buntes Gemisch. In der Firma meines damaligen Lebensgefährten kam mir, oder der Firma, der Industriekaufmann zugute, gab mir allerdings die Freiheit, immer auch künstlerisch tätig zu sein. Ich bin heute als freiberufliche Sängerin tätig, meine großen Lieben sind Operette, Film- und Operettenchansons, klassische Wienerlieder und Couplets. Und dieser Passion gebe ich mich hemmungslos hin. Ich stelle meine Programme nach Themen zusammen bzw. nach den Wünschen meiner Auftraggeber, und da mein Repertoire ziemlich groß ist, kann ich nach Lust und Laune Wienerlied und Brecht-Song oder Lehar und Weill mischen. Und da ich eine ewig Neugierige bin, suche ich ständig in Archiven und Bibliotheken oder bei ebenso neugierigen Kollegen nach neuen Liedern, wodurch sich über die Jahre hindurch ein sehr großes Repertoire angesammelt hat."

Die Redaktion von daswienerlied.at schließt sich den zahlreichen Glückwünschen zu dieser Ehrung gerne an!
 
     
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Alle Fotos: daswienerlied.at  

HSK

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erstellt am 20. 02. 09 © http://www.daswienerlied.at