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Frühling in Wien bei der
Vereinigung "Das Wiener Lied"

Mit einer Großveranstaltung leitete die Vereinigung "Das Wiener Lied" im ausverkauften Theater Längenfeldgasse den Frühling ein.

vordere Reihe v.l.: Prof. Leopold Grossmann, Prof. Walter Heider, Prof. Gerhard Track.;
mittlere Reihe v.l.: Herbert Schöndorfer, Mag. Diona Fischer, Ingrid Merschl, Horst Chmela,
Prof. Marika Sobotka, Victor Poslusny;
hintere Reihe v.l.: Thomas Müllner, Franz Horacek, Peter Malcher, Wolf Frank, Kurt Strohmer,
Michael Schrenk, Fredi Hartl und H.P.Ö. Heider Poldi Österreich.

Diese Veranstaltung am Sonntag, dem 5. April, im Theater Längenfeldgasse in Meidling war eigentlich als Ehrennachmittag für Prof. Walter Heider, Obmann der Vereinigung "Das Wiener Lied" gedacht, der heuer im Herbst seinen 70. Geburtstag feiert. Bis zuletzt aber waren sich die Mitglieder der Vereinigung nicht sicher, ob er würde daran teilnehmen würde können, war er doch einige Zeit zuvor erkrankt. Doch er kam, nahm im Publikum als Gast daran teil und wurde auch zur Freude aller auf die Bühne gebeten und mit Urkunde und Ehrengeschenk für seine Verdienste um das Wienerlied und seinem 70.Geburtstag, überreicht von Prof. Gerhard Track, Präsident der Vereinigung, geehrt. Der Publikumschor und die Interpreten sangen ihm ein Geburtstagsständchen und Heider bedankte sich mit den Liedern "I hab ka Angst ums Weanerliad", "Einen Wiener kennst sofort", dem "Fiakerlied" und dem wunderschönen Lied aus der Feder von Prof. Leopold Grossmann "I g'hör zu dir". Walter Heider erzählte aus seinem musikalischen Leben und seinem Werdegang als Sänger.

Im ersten Teil des Nachmittags moderierte Michael Schrenk witzig und humorvoll, im zweiten Teil – ebenso köstlich – Wolf Frank sowie H.P.Ö. Heider Poldi Österreich, Auch er rundete mit vielen Witzen und Gedichten aus eigener Feder das "Moderatorenteam" perfekt ab.

Prof. Leopold Grossmann begleitete abwechselnd mit den Vienna Schrammeln (Mag. Doina Fischer, Herbert Schöndorfer und Victor Poslusny) KS Helga Papouschek, Prof. Marika Sobotka, Ingrid Merschl, Prof. Walter Heider, KS Kurt Schreibmayer am "Geflügel", wie Grossmann das Klavier liebevoll bezeichnet. Für den Auftritt von HR Prof. Franz Zodl übergab Grossmann das Klavier an Zodls ständigen Begleiterin, Prof. Sieglinde Michalko. Heider begleitete KS Helga Papouschek zu ihrem Auftritt auf die Bühne und erzählte, daß er 1954 Statist und Papouschek Elevin am Raimund-Theater waren und er die Ehre hatte, mit ihr getanzt zu haben. Und an diesem Nachmittag tanzte sie nach ein paar Takten Operettenmelodien wieder mit ihm – und beide wurden dafür mit viel Applaus belohnt.
     

Prof. Gerhard Track überreicht Urkunde und Ehrengeschenk für dessen Verdienste um das
Wienerlied an Prof. Walter Heider (Mitte). Rechts im Bild: H.P.Ö. Heider Poldi Österreich.

Ein Blick in den bis auf den letzten Platz besetzten Saal im Theater Längenfeldgasse

KS Schreibmayer erklärte, daß er hier auf dieser Bühne zum ersten Mal in seinem Leben das Lied "Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde" vortragen würde und er tat es sehr, sehr schön.


Es gab Gedichte von Trude Marzik, Johann Nestroy, Couplets und natürlich viele Wienerlieder u.v.m. von allen Interpreten. Prof. Marika Sobotka gab ein paar Kostenproben aus ihrer neuen CD, Ingrid Merschl sang schwungvoll, wie wir sie kennen, Kurt Strohmer hatte ein lustiges G'schichterl von einer "Fotosafari" und natürlich auch Wienerlieder mitgebracht. Fredi Hartl übertraf sich wieder einmal mit seinen diversen, köstlichen Parodien selbst. Die phantastische Geigerin der Vienna Schrammeln, Mag. Doina Fischer, spielte den "Csardas" von Monti, ein Paradestück für Geiger. Das Duo Hannes Schlader und Fritz Oslansky brachte Heurigen- und Evergreenmedleys mit "Bambis-Nostalgie" und kleine Gschichterln zwischendurch, die "Strebersdorfer Buam" brillierten mit Witzen und Blödeleien – diesmal am Baß Franz Horacek, da sich der Chef des Trios, Franz Müllner, nach einer Krankheit auf Rehabilitation befand.

Dann kam Horst Chmela auf die Bühne und riß mit seinem Vortrag das ganze Publikum ohne Altersbeschränkung mit und löste Begeisterung aus. Am Schluß seines Auftritts brachte er "I leb' no!" sehr eindrucksvoll und als Draufgabe ein ganz frisches Lied, zwei Tage vorher erst aus seiner Feder "geboren": "Die Leut von heut'" mit den Worten: "Viele sagen, ich sei abgehoben, verschroben und so alles mögliche, aber ich kann nur sagen: was wär' ich ohne meine Musik! Darum möchte ich meinen Fans – als Danke – dieses Lied zu Füßen legen. Noch einmal kam Prof. Walter Heider auf die Bühne und beendete gemeinsam mit Chmela den Nachmittag mit "Die Weltpartie von Wien".
 
Fotos: daswienerlied.at/HSK, Heinz "Adabei des Wienerlieds" Effenberg  

HSK 

     
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erstellt am 20. 04. 09 © http://www.daswienerlied.at