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| "Im klanen Beisl wisawi" Wien-Premiere mit dem Hans Ecker Trio beim "Selitsch" Des einen, Josef Köbers, Passion ist der Wiener Dialekt, wie schon seine vier diesbezüglichen Bücher beweisen. Des anderen, Walter Schwanzers, Kapellmeister, Arrangeur und Komponist, Passion ist die Musik. Das kongeniale Paar setzte sich zusammen und schuf etwas typisch Wienerisches: das erste Wiener Beisl-Musical "Im klanen Beisl wisawi". Und dieses Beisl-Musical vertrauten die beiden dem Hans Ecker Trio an. |
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v.l.n.r.: Rudi Bichler, Walter Schwanzer, Hans Ecker, Josef Köber
und Peter Jägersberger |
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| Es ist schlicht und einfach eine Milieu-Studie. Das kleine Beisl, wie es an jeder Straßenecke
sein könnte, hat auch schon bessere, turbulentere Zeiten erlebt. Heute sind außer dem Wirt nur zwei
Gäste anwesend. Der eine (Rudi Bichler) ist Musiker und hat wie jeden Tag seine Ziehharmonika mit. Er trinkt
relativ wortkarg ein oder auch mehrere Bierchen und bringt mit Feuereifer seine Quetschn zum Klingen, wenn einer
der Gäste etwas zum Besten geben möchte. Hans Ecker, der andere Gast, ebenfalls ein Wirt, der heute Ruhetag
hat, besucht seinen Kollegen (Peter Jägersberger) und frischt Erinnerungen auf. Aber er erzählt nicht
nur, er schlüpft in deren Rollen. Nein, er ist jeder einzelne der fast ein Dutzend Typen, über die er
berichtet. Er ist nicht nur der Opernsänger Tristan Tonverächter, der Maurer Maxl Mörtelwerfer,
der Pompfineberer Leopold Leichenbitter, nein, er ist auch die Politesse (der Duttlsheriff Maria Mistelbacher)
und die Prostituierte Beatrix Bettverziehrer. Und fast jeder der Gäste kämpft mit einer heimtückischen
WC-Stufe, wenn er zur "Claudia" muss. Und da war noch etwas mit einem verloren gegangenen Autoschlüssel.
Nun Schluss! All zu viel soll noch nicht verraten werden. Eines noch: Es gibt ein gutes Dutzend neuer schwungvoller,
wunderbarer Wienerlieder in diesem Stück, interpretiert auf die für das Hans Ecker Trio typische Weise! Eine Vorpremiere bei Krems ließ die Fans des Hans Ecker Trios auf einiges hoffen, hörte man doch, daß im niederösterreichischen Rohrendorf helle Begeisterung herrschte. Nun trudelten die Scharen am Samstag, dem 12. März, beim "Selitsch" jenseits der Donau ein, um sich überraschen zu lassen. Man war gespannt, wie die drei, Hans Ecker "himself", Rudi Bichler am Akkordeon und Peter Jägersberger an der E-Gitarre (ab und zu greift er auch zur Zugposaune) ein Musical aufführen würden, das ursprünglich für eine ganze Schauspieltruppe konzipiert war. Walter Schwanzer und Josef Köber waren natürlich aus Niederösterreich angereist, um zu sehen bzw. zu hören, was das Hans Ecker Trio schlußendlich aus dem "klanen Beisel wisawi" gemacht hat: Denn die beiden Urheber hatten dem energiegeladenen Trio dem Vernehmen nach ziemlich freie Hand für die Darstellung gelassen. Wenn ein und die selbe Person mehrere Charaktere darzustellen hat, überhaupt, wenn sich diese - wie im Falle des Hans Ecker - äußerlich nur durch Kapperln, Hüte oder Perücke unterscheiden, ist dies wahrscheinlich auch der kürzeste Weg zum gemeinsamen Ziel. Wie sich in den folgenden fast drei Stunden mit einer kurzen Pause herausstellte, ist hier nicht nur ein überaus spritziges, witziges, Kabarett-ähnliches Prorgamm entstanden: Nein, vielmehr ist es gelungen, einige neue Akzente in der Wienermusik zu setzen. Ein neues Fiakerlied etwa, rhythmisch und modern, aber dennoch mit der so typischen wienerischen Note, wird, wie einige andere auch, mit Sicherheit demnächst auch außerhalb einzelner Veranstaltungen zu hören sein. Es sind Wiener Schlager, die es im Stande sind, ein musikalisches Verbindungsglied zur heutigen "Radiomusik" zu sein. Herzlichen Applaus für diese Leistungen! |
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| http://www.selitsch.at | ||||||
| Hier geht es zur Fotoseite vom 12. März >>> | ||||||
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erstellt am 16. 08. 04 © http://www.daswienerlied.at |
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