|
|
||||||
|
||||||
| Triovial und Tesak & Blazek beim "Schmid Hansl" Den Abschluß des erfolgreichen Wienerlied-Festivals "Wien im Rosenstolz" bestritten "Triovial" Julia Lacherstorfer und Horst Lackinger (Laura Wösch war leider krank) und das Duo Christian Tesak & Martin Blazek im ausverkauften "Konzertcafé Schmid Hansl" nicht ein einziger Stehplatz war noch frei. |
||||||
|
|
||||||
|
Horst Lackinger, Martin Blazek, Julia Lacherstorfer, Christian Tesak,
|
||||||
| Es ist wirklich ausgesprochen erfreulich, daß sich junge Musikerinnen und Musiker dem
Wienerlied öffnen. Nun könnte man meinen, daß dann vielfach nur Wienerisch gesungen würde,
wo doch, hört man bisweilen, Wienerlied nur dann wirklich Wienerlied ist, wenn es alt, selten gesungen, wissenschaftlich
dokumentiert ist. Bei der Oper, zum Beispiel, die, wie man weiß, nicht auf eine Stadt wie Wien begrenzt
ist, macht man keinen Unterschied: Oper ist Oper, ob es nun die um 1600 von Jacopo Peri "L'Euridice"
ist oder das vom Grazer Viktor Fortin komponierte Werk "Franz Jägerstätter" ist, das am 22.
September 2007 uraufgeführt wurde. Niemand käme auf die Idee, letztere nicht als "Oper" zu
bezeichnen, nur weil sie nicht so klingt, wie eine vielleicht von Mozart. "Nur unser Wien" leistet sich
den zweifelhaften Luxus, unseren gesungenen Dialekt dermaßen zu klassifizieren. Was ja, bekanntermaßen,
so weit geht, daß sogar das öffentliche Regionalradio Wien sogenannte Programm-Musik ausstrahlt und
das Wienerlied außer es kommt von Ambros oder Fendrich (nichts gegen die beiden, wohlgemerkt). Undenkbar
im Gegensatz dazu wäre es, würde sich Radio Kärnten oder Radio Tirol weigern, Kärntner oder
Tiroler Volksmusik zu spielen! Umso interessanter scheint es, daß sich, siehe oben, junge Menschen dazu entschließen, sich intensiv und, das sei hier ausdrücklich ergänzt hochprofessionell einer Musikrichtung widmen, die von keinen großen Publikumsmassen gefragt, geschweige denn von Rundfunk oder Fernsehstationen entdeckt und/oder "gespielt wird. Der einzige Weg zu einer Gegenleistung führt über Eintritte oder Spenden. Die Herausgabe einer eigenen CD erfordert meist den Einsatz privater Mittel, die (wenn überhaupt) teils über Jahre erst über den spärlichen Verkauf wieder zurückfließen. Kehren wir aber wieder zurück zum Abend im "Schmid Hansl". Es war ein wahres musikalisches Feuerwerk, das die beiden Gruppen miteinander fabrizierten. Leider war Laura Wösch von "Triovial" erkrankt (sie singt und spielt Kontrabaß), weshalb Julia Lacherstorfer (Geige und Gesang) mit Horst Lackinger (Saxophon, "Böhmischer Bock" das ist ein spezieller Dudelsack unserer Nachbarn und Gesang) wenngleich von einem befreundeten Gitarristen begleitet den Abend zu zweit bestreiten mußten. Doch dann entstand ein sehr erfreuliches Zusammenspiel mit Christian Tesak an der Knopfharmonika und Martin Blazek an der Kontragitarre. Letztere fanden Unterstützung durch "Kathi", die mit hervorragender Stimme einige Lieder vortrug. Natürlich singen auch die beiden, erinnern in ihrer Fertigkeit an Pirron & Knapp, so leicht geht ihnen die Musik scheinbar von der Hand. Gemeinsame gespielte und gesungene Stücke begeisterten dermaßen, daß zu hoffen ist, daß Triovial und Tesak und Blazek auch dann wieder miteinander auftreten, wenn Laura Wösch mit dabei ist. Jedenfalls war dieser Abend ein mehr als würdiger Abschluß von "Wien im Rosenstolz" man kann sich also schon auf die nächste Veranstaltungsreihe 2008 freuen! |
||||||
![]() |
||||||
|
Julia Lacherstorfer, Christian Tesak, Horst Lackinger und Martin Blazek |
||||||
![]() |
||||||
|
Unter den begeisterten Besuchern im Publikum: Trude Mally, Altmeisterin des Dudelns |
||||||
|
Fotos: daswienerlied.at |
||||||
|
|
||||||
|
erstellt am 15. 11. 07 © http://www.daswienerlied.at |
||||||