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"Die Strottern" beim Schmid Hansl

Ganz im Zeichen des gegenwärtigen Wienerliedes steht die Reihe "Wien im Rosenstolz", die heuer von 4. bis 27. Oktober im Konzert-Café „Schmid Hansl“ über die Bühne geht. Wir haben "Die Strottern" Klemens Lendl und David Müller besucht. Sie wurden 2006 mit dem Österreichischen World Music Award ausgezeichnet.

"Verstehgeiger" Klemens Lendl, Nuschin Vossoughi, Cafétier Hanns Schmid und Gitarrist David Müller(v.l.)

"Wien im Rosenstolz" heißt eine alljährliche Veranstaltungsreihe, in der von Nuschin Vossoughi (sie leitet das "Theater am Spittelberg") im Herbst möglichst unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler der Wiener Musik und des Wienerliedes ins legendäre Konzert-Café "Schmid Hansl" im 18. Wiener Gemeindebezirk eingeladen werden. Unter ihnen etwa Karl Hodina, Roland Neuwirth, das Walter Sojka-Trio, Steinberg & Havlicek, das Kollegium Kalksburg, um nur einige zu nennen.
 

Klemens Lendl

 

David Müller

Stellvertretend seien hier zwei Vertreter genannt, denen es spielend leicht gelingt, das Wienerlied und die neue Wiener Musik zu vermengen, wie wenn beide ohnedies seit jeher untrennbar verbunden wären: Klemens Lendl, ein Stehgeiger, der sich aufs Wienerische versteht und diesem immer wieder neue Zwischentöne entlockt. Und der zartbesaitete Gitarrist David Müller, der beim dritten Viertel des Dreivierteltaktes griffige Zeitlosigkeit verspricht. Ihr Name könnte nicht passender sein: Die Strottern, frei nach dem Wiener Mundartwörterbuch "Die nach Verwertbarem Suchenden", werden im reichhaltigen Wiener Liedschatz stets fündig. Unermüdlich rebeln und keltern sie das Wienerlied abseits von Weinseligkeit. Und wenn sie einmal nichts finden, komponieren sie ihre eigenen Lieder oder vertonen Texte des Wiener Poeten Peter Ahorner (der hat Lendl einmal als "Verstehgeiger" bezeichnet). So viel Hartnäckigkeit gehört belohnt: 2006 wurde das Duo mit dem Österreichischen World Music Award ausgezeichnet.
Jedenfalls war es ein überaus erfreulicher und abwechslungsreicher Abend, der aber so machen verwehrt blieb. Denn beim "Schmid Hansl" gab es keinen einzigen Sitzplatz mehr. Übrigens: Dort gibt es regelmäßig Musik von Rudi Luksch und Gerhard Heger – natürlich auch mit Wienerliedern.

Hier finden Sie weitere Informationen: http://www.diestrottern.at/, http://www.schmidhansl.at/
Fotos: daswienerlied.at    
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erstellt am 20. 10. 07 © http://www.daswienerlied.at