Sie befinden sich hier: Das Wienerlied > Veranstaltungen  

Ihre MItteilung zu diesem Thema >>> 


"Wien im Rosenstolz"

Im soeben neu übernommenen Konzertcafé "Schmid Hansl" fand "Wien im Rosenstolz" mit dem ersten Abend mit Agnes Palmisano, Prof. Karl Hodina und Rudi Koschelu einen würdigen Einstand 2008. Es wurde ein weiter Bogen gespannt: von den "Kremser Alben" über Lieder von Karl Hodina bis hin zu einer Komposition von Charlie Chaplin – mit einem Text von Agnes Palmisano.

Agnes Palmisano, Rudi Koschelu und Prof. Karl Hodina

Bei der Veranstaltungsreihe "Wien im Rosenstolz" eröffneten im neu übernommenen Konzertcafé Schmid Hansl drei Künstler den ersten Abend. Und ihre Namen versprachen ein exklusives Programm: Prof. Karl Hodina, Rudi Koschelu und, zum ersten Mal mit diesem Duo, die Sängerin Agnes Palmisano. Randvoll – wie in alten Zeiten – war das Café und Hanns Schmid, Sohn des legendären "Schmid Hansl", ließ es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen.

Prof. Karl Hodina leitete den Abend ein und kündigte an, daß Alt-Wienerisches und eigene Kompositionen geboten werden würden. Und so griff das Duo gleich mit einem Marsch schwungvoll tief in die Tasten und Saiten. Sie sangen solo und im Duett, auch Agnes Palmisano stimmte gesanglich bald mit ein und sang, u.a., "Wo i gebor'n bin" (Häuserln aus Lahm), "I bin a Madl von aner ganz eig'nen Rass', dudelte fantastisch die "Fischerhütt'n", war doch die Altmeisterin Trude Mally ihre Lehrmeisterin.

Hodina sang dann einige seiner Lieder wie z.B "'s Vogerl am Bam", "Mir hab'ns mein Schrebergarten g'nommen" usw. Gesungen und gespielt wurde auch zu altbekannten Melodien wie u.a "Misty", 1954 vom Pianisten Erroll Garner komponiert, fantastisch neu getextet von Agnes Palmisano: "I waß net i g'spür so a klans Schwipserl in mir".

Abwechslungsreich ging es weiter im Programm, Palmisano und Koschelu dudelten gemeinsam zu dem vor ca 150 Jahren komponierten Lied "I hab di gar so gern", Hodina jazzte gekonnt bei seinen eigenen Liedern und nach der Pause stieg er gleich mit einem seiner Bravourstücke "Die Leierkasten-Tanz" ein. Es folgten wieder Dudler einstimmig und zweistimmig gesungen, dann wieder mit deutschem Text von Palmisano "Lach, wann dei Herz dir weh tuat" zu "Smile" von Charly Chaplin. Gleich darauf griffen die drei "'s Hanäferl" usw. wieder tief in die "unterste Lad". Es gab auch eine kleine Premiere für einen sehr lustigen Text aus der Feder von Agnes Palmisano zu Lee Hazelwoods und Nancy Sinatras Evergreen "I love you". Hodina kannte das "umgekrempelte" Lied nicht und war sehr überrascht, als er gebeten wurde, es am Akkordeon zu begleiten. Doch so schnell kann den Altmeister nichts aus der Ruhe bringen: "Macht ja nix! Fangts an, i hau mi scho' dazua!", meine er. Ja, so sind die Profi's und noch dazu "a echter Weaner".

Zum Abschied gab es dann noch wunderschön dreistimmig gesungen "Der traurige Bua", zu dem Hodina erklärte, "es hört sich zwar sehr ländlich an, ist aber ein echtes Wienerlied". Natürlich kamen sie ohne Zugaben "nicht davon" und so gab es noch zwei "Zuckerln": "Herrgott aus Sta" und "'s Grüaberl im Kinn". Weder weitere "Zugabe"-Rufe noch viel Applaus nützten etwas, dieser wunderschöne Abend war unwiderruflich aus!
   

HSK

     
Hier geht es zur Fotoseite vom 08. Oktober >>>
Alle Fotos: daswienerlied.at    
zurück  

     

     

erstellt am 02. 11. 08 © http://www.daswienerlied.at