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Cremser Selection beim Schmid Hansl

Am Samstag, dem 22. Oktober, war die Veranstaltungsreihe "Wien im Rosenstolz" wieder beim Schmid Hansl zu Gast. Diesmal mit einem Quartett aus Niederösterreich, besser gesagt aus Krems, das sich: auf’s Wienerlied spezialisiert hat.
     

"Cremser Selection" beim Schmid Hansl 

     
Im Herbst 2001 gründeten drei Musikerinnen und ein Musiker das Ensemble "Cremser Selection", das die gemeinsame Liebe zur Musik rund um den Wein, Wien und die Wachau zum Ausdruck bringt. Von Anfang an hatte das aktuelle Programm "Weinberln und Zibeben" großen Erfolg beim Publikum.

Diese besondere Schrammelformation erhält durch die Besetzung mit Flöte, Violine, Kontragitarre und einem Sopran eine besonders feine kammermusikalische Note, die aber auch das Musikantische nicht zu kurz kommen läßt. Bekannte Melodien, abseits des Mainstream, verbreiten das gemütliche Gefühl der "guten alten Zeit" ohne Stress und


Peter Rauscher
Hektik. Peter Rauscher, Leiter des Ensembles, moderiert das Programm sehr launig und vermittelt das Gefühl, das, was er erzählt, sei ihm gerade erst eingefallen. So etwa: "Eigentlich geht es uns jetzt sehr gut. Denn heute ist die gute, alte Zeit von in 30 Jahren."

"Es wird a Wein sein…", "Die Kellerpartie", die "D-Tanz", "Das Mariandl" oder der "Wachauer Hauermarsch" erklingen ebenso, wie längst vergessene Lieder und Tänze, die Peter Rauscher in akribischer Forschungsarbeit aus vielen alten Notendokumenten zusammengesucht hat.

Peter Rauscher wurde 1952 in Hadersdorf am Kamp in Niederösterreich geboren und ist von klein auf sehr mit dem Kamptal verbunden, das sicher zu den schönsten Weinanbaugebieten in Österreich gehört. Früh hat er im großväterlichen Weingarten begonnen mitzuhelfen und hat so auch früh die Liebe zu diesem Metier entdeckt. Neben seinem Gitarrestudium an der Hochschule für Musik in Wien hat er immer wieder auch nach dem Weingarten geschaut und köstlichen eigenen Wein gekeltert.

Wann immer es seine Zeit erlaubt, sitzt er mit seiner Gitarre, Laute, Kontragitarre oder Theorbe im Weingarten und spielt seinen Trauben Stücke von Bach bis zu den Schrammelbrüdern vor. Aus dieser Naturverbundenheit holt er sich viel Kraft für seine vielseitigen musikalischen Tätigkeiten.

Zahlreiche Konzerte brachten ihn nach Deutschland, Polen, in die Türkei und bis Japan. Er ist auch als Komponist tätig und schrieb unter anderem Bühnenmusik fürs Theater, Musik zu einem Hör- und Fernsehspiel im ORF und ein Auftragswerk für das "Blockflötenensemble Wien" für den ZeitgeNÖssischen Herbst 1993 und das Festival "Orgel Modern" 2003.

Seine "Schrammellaufbahn" begann er vor mehr als 15 Jahren bei Prof. Schandl´s (dem bedeutendsten Komponisten der Wachau) "Wachauer Spielmusik". Wichtige Anregung war ihm seine Zusammenarbeit mit den "Neuen Wiener Concert Schrammeln", mit denen er eine Konzert- Tournee nach Japan unternahm und im Burgtheater mit ihnen zusammen auf der Bühne in Nestroys "Zerissener" (mit Karl-Heinz Hackl) musizierte.

Auftritte bei den beiden Wienerliedfestivals, Wean Hean und Wien im Rosenstolz standen im Herbst 2005 auf dem Programm. Auch leitet er das "Schrammel Consort Crems", das heuer, unter anderem, im Juni auf dem Donauschiff "Austrian Princess" die Bundespräsidenten von Österreich und Ungarn bei einer Fahrt von Melk nach Dürnstein unterhielt. Darüberhinaus spielt er im klassischen "Trio Notturno" und der Gruppe "Monas Melodisten", die ihre Besucher mit Schlagern


Monika Smetana
aus der Glitzerwelt der 20er-, 30er- und 40er-Jahre begeistern.

Kontinuierlicher Gedankenaustausch und musikalische Zusammenarbeit mit international tätigen Musikern, wie z. B. den für den Grammy nominierten Tim Story und dem Altmeister der Elektronischen Musik, Roedelius, gehören zu Fixpunkten in seinem Terminkalender. Durch diese Anregungen ist seine "wein.musik" entstanden, eine Performance, bei der sich elektronische Klang-Collagen mit Sounds aus seinem Weinkeller mit Altwiener Tänzen mischen.

Bei der "Cremser Selection" wird Rauscher tatkräftig von 3 charmanten Damen unterstützt.

Monika Smetana, Sopran, wurde in Wien geboren. Mit acht Jahren begann sie Gitarre zu lernen. Sie studiert seit 1994 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Musikerziehung, seit 1998 auch Gitarre bei Prof. Brigitte Zaczek. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie bei Prof. Gerhard Hörl, KS. Hilde Rössel-Majdan, Brigitte Ekle und KS Edith Lienbacher. Sie nahm an Meisterkursen für Gesang bei Margarete Zimmermann, Wolf Matthias Friedrich und Kurt Widmer teil. Ihr Repertoire reicht von alter Musik – Dowland, Purcell, Strozzi, Frescobaldi, Händel und Bach – über romantische, gesungen oder auf Originalinstrumenten – Diabelli, Giuliani, Coste, Sor, Mertz, Hummel – bis zur zeitgenössischen Musik – darunter eine für sie komponierte Kantate von Peter Rauscher, die beim Festival "Orgel Modern" im Mai 2003 uraufgeführt wurde –, beinhaltet aber auch Wiener Lieder und Tonfilmschlager aus den 30er-Jahren. Sie trat unt


Eva Sattler
er anderem in Schloß Grafenegg, Schloss Thürnthal, Burg Rapottenstein und bei den Gmundner Festspielen auf.

Ihre Liebe zur Wiener Musik entstand in ihrer Kindheit bei Proben und Hausmusikabenden ihres Vaters. Seither ist sie mit den "Neuen Wiener Concert Schrammeln", den "Penzinger Konzertschrammeln", den "Original Wiener Donau Schrammeln" und ihrer Klavierbegleiterin Atsko Kogure bei zahlreichen Konzerten mit Wienerliedern, Opern- und Operettenmelodien aufgetreten.
Das Interesse an der Thematik: Wein nicht nur durch das Trinken, sondern auch durch die Arbeit im Weingarten und -keller von Peter Rauscher zu erfahren. Ihre Stimme wird in Zeitungskritiken als glanzvoll und weich gelobt.

Eva Sattler, Violine, erhielt seit ihrem 5. Lebensjahr Geigenunterricht bei Marianne Ronez an einer öffentlichen Musikschule der Stadt Wien. Am Konservatorium der Stadt Wien vertieft sie ihre Kenntnisse im Studium bei Eleonora Geanta und erlangt 1990 das Konzertdiplom bei Prof. Hertha Binder an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und belegt einige Kurse, unter anderem bei Dora Schwarzberg. Schließlich hat sich bei Mag. Doris Bogner an der Ludwig Ritter von Köchel Musikschule in Kremsauch eine Gesangsausbildung angeeignet.

Eva Sattler ist Substitutin im Bühnenorchester Wien, im Radio Symphonie Orchester Wien, am Stadttheater St. Pölten sowie des NAK-Österreichorchesters. Sie ist Konzertmeisterin des "Kremser Kammerorchesters", Mitglied bei "Wien Modern" und tritt vielfach mit dem "Danubia


Regina Stummer
Quartett", der "Wachauer Spielmusik" dem "Schrammel Consort Crems" und dem "Trio Notturno" auf. Natürlich kann auch sie auf mehrere Schallplatten- und CD- Aufnahmen verweisen. Hauptberuflich unterrichtet sie seit 1992 an der Musikschule Furth bei Göttweig.

Regina Stummer, Flöte, nahm bereits mit fünf Jahren ersten Querflötenunterricht beim ihrem Vater, Prof. Josef Leeb, in Stadt Haag/ NÖ. Ab dem 6. Lebensjahr absolvierte sie bereits solistische Auftritte in Ost- und Westeuropa. Nach einem Studium bei Prof. Louis Riviére an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien legte sie 1985 die Lehrbefähigungsprüfung ab, erhält 1986 den Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich und bringt 1987 die Diplomprüfung hinter sich. Dann setzte sie ihr Studium bei Prof. Albert Ehrmann (Frankreich), Elli Edler - Busch (BRD) und Barbara Metzger (BRD) fort.

Regina Stummer blickt bereits auf unzählige Solokonzerte mit verschiedenen Kammerorchestern sowie mit der Pianistin Rosario Marciano und Manfred Stummer und mehrere Rundfunk- und Plattenproduktionen zurück. Sie ist Mitglied des "Trio Notturno", Substitutin am Stadttheater der Landeshauptstadt St.Pölten. Im Hauptberuf unterrichtet sie an der Musikschule Krems und ist als Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Akademie Krems/Donau tätig.
Beim "Schmid Hansl" brillierte die "Cremser Selection", erfreute vor allem durch Perfektion, die aber locker "drüberkommt" und sich als freundschaftliches Vorspielen, nicht als Konzert darbietet. Die klare, dennoch weiche Sopran-Stimme und die bisweilen etwas frech klingende Kontragitarre ergeben mit Flöte und Geige ein wunderschönes und homogenes Klangbild.
     

v.l.n.r.: Regina Stummer, "Rosenstolz"-Organisatorin Nuschin Vossoughi, Hansl Schmid jun.,
Eva Sattler, Peter Rauscher und Monika Smetana

 
http://www.8ung.at/cremser_selection/
http://members.aon.at/prauscher/


Kontakt: Ursula Schipfer
Telefon: 01/714 43 78 oder 0676/433 11 62
E-Mail: f.schipfer@gmx.at
     

Alle Fotos: daswienerlied.at

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erstellt am 31. 10. 05 © http://www.daswienerlied.at