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Christl Prager und die "Drei Old Knackers"

Am Donnerstag, dem 10. November, gab es einen Abend der Extraklasse im Schutzhaus "Zukunft auf der Schmelz": Christl Prager und Helmut Reinberger, Walter Hojsa und Kurt Schaffer boten ein wahres Feuerwerk an Musik und Humor.
     

Christl Prager, Helmut Reinberger (li.), Kurt Schaffer und Walter Hojsa

     
 Bezirks-Steckbrief Rudolfsheim-Fünfhaus

  rund 70.800 Einwohner/innen, 3,86 Quadratkilometer

Stadthalle - Kirche "Maria vom Siege" - Westbahnhof - Nibelungenviertel - Wasserbehälter Schmelz - Sterbehaus Wilhelm A. Jureks - Schwenderhof - Jugendstilgebäude Fröhlichhof ...
     
    Wir danken Herrn Bezirksvorsteher Walter Braun, daß er
das Kulturgut Wienerlied und daswienerlied.at unterstützt!
     


Christl Prager, die "Königin des Wienerlieds"
 
Bereits viele Wochen vor diesem Termin waren alle Plätze ausgebucht, viele Enttäuschte mußten sich an der Abendkasse damit abfinden, daß keine Stehplätze vergeben werden konnten. Wer wollte sich denn schon so einen Abend entgehen lassen? – Von wegen: "Kein Interesse am Wienerlied".

Christl Prager, die "Königin des Wienerliedes", bezauberte mit ihrer dunklen Altstimme ("Die Maly Nagl" ist ihr großes Vorbild) das Publikum. Ihr großes Repertoire reicht von den Wienerliedern aus der "Untersten Lad" bis zu den heutigen. 1977 gewann sie bei einem Wienerlied- Nachwuchssänger- Wettbewerb (Prof.Karl Grell) im Schwechater-Hof den ersten Platz mit dem Lied "Jede Not'n von an Weanerliad" … und von da an ging es steil bergauf. Rundfunk- und Fernsehauftritte folgten, sie wurde zu allen Veranstaltungen eingeladen, mit Engagements rund um den Erdball trug sie das Wienerlied hinaus in die Welt.

Christl Prager liebt aber auch die gesanglichen Abstecher zu Evergreens, Blues usw., die sie
bravourös und mit spürbarer Freude darbietet. So ist "New York" ein Spitzenreiter. Wenn die ersten Takte dieses Liedes erklingen, klatscht das Publikum schon in Vorfreude und Begeisterung ein. Ihre Auftritte sind rarer geworden, seit sie nicht mehr das ganze

"Backstage"

Jahr über in Wien lebt. Umso begeisterter nahm das Publikum diese, wenn Sie erlauben, "Wahnsinns"-Formation entgegen: Christl Prager wurde den ganzen Abend von drei wahrlichen Größen begleitet: Von Walter Hojsa, Kurt Schaffer und Helmut Reinberger.

Helmut Reinberger setzte seiner Begrüßung gleich eine existentielle Erklärung voran: "Sie werden sich fragen, warum drei so junge, fesche Burschen wie wir ’Old Knackers‘ heißen. Naja, ich hab‘ es mir ausgerechnet, miteinander sind wir 234 Jahre alt, was ja für diesen Namen ausreichen müßte!" Doch was die Drei dann an Kraft und Witz präsentierten, hätte wohl für ein paar Dutzend 40jährige gereicht.

Walter Hojsa ist Beispiel für Lebensfreude und Humor, man kennt ihn seit Jahrzehnten als Original in der Wiener Heurigenszene. Aus seiner Zeit als "Co" der legedären "Original Spitzbuben" stammt auch seine Freundschaft zu Helmut Reinberger, tritt seit – ebenfalls Jahrzehnten – mit seinem langjährigen Freund Kurt Schaffer auf. Aus dessen Feder stammen viele bekannte Wienerlieder, seit seinem 10. Lebensjahr sammelt er für sein immenses Repertoire, doch auch als "Witzekönig" ist er bekannt. Zuguterletzt: "Alt-Stehaufmandl" und "Alt-Spitzbub" Helmut Reinberger. Er war von Beginn an bis zum Ende neben Toni Strobl und Helmut Schicketanz einer der "Original drei Spitzbuben".

Den ganzen Abend über sorgten zwei schwarz gekleidete Herren für perfekte Beschallung des Saales im Schutzhaus: "Wasserwiesen"-Wirt Gerry Hornek und Kurt Strohmer. Letzterer beschloß den Abend mit einem Vorgeschmack auf den September 2006, wo er einen eigenen Abend im Schutzhaus "Zukunft auf der Schmelz" bestreiten wird: Er sang seinen eigenen Text "Mein Wien" zur Musik von "New York, New York", wofür er, wie er erzählte, vom amerikanischen Verlag als einziger deutschsprachiger Sänger autorisiert wurde.

Dem Vernehmen nach soll es 2006 wieder einen so großartigen Abend geben – wir freuen uns heute schon darauf!
 
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erstellt am 21. 11. 05 © http://www.daswienerlied.at