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Die Vereinigung "Robert Posch"
startete in den musikalischen Herbst

Unter dem Motto "Wienerisch in den Herbst" startete die Wienerlied- Vereinigung "Robert Posch" in die neue Saison. Mit dabei waren Ingrid Merschl, Erich Zib vom "Radio Wienerlied", Günter Schneider, Kurt Strohmer und, als Gast aus Berlin, Konzertsänger Jürgen-Michael Bacher. Obmann Wolf Frank führte durch den Nachmittag.
 

Kurt Strohmer, Günter Schneider, Wolf Frank, Ingrid Merschl, Erich Zib und Jürgen-Michael Bacher (v.l.)

Es war ein gut besuchter Nachmittag, an dem die Wienerlied-Vereinigung "Robert Posch" die Herbstsaison eröffnete. Obmann Wolf Frank begrüßte die Gäste, auch die musikalischen, und brachte gleich gute Stimmung mit seinen köstlichen Witzen und Schmäh!

Günter Schneider am Klavier gesellte sich mit einem flotten Marsch dazu und dann folgte bereits der Auftritt von Erich Zib vom "Radio Wienerlied" mit seinem Akkordeon und Gesang. Er moderierte sich selbst und brachte zu Beginn Lieder von Franz Paul Fiebrich mit wie u.a. "'s Familienglück", "'s silberne Kanderl" usw. Als Überraschung für alle hatte er drei Gäste mitgebracht und zwar den Tenor und Konzertsänger Jürgen-Michael Bacher mit Gattin Helga aus Berlin und Georg Olm aus Berlin-Charlottenburg, die den Nachmittag sichtlich genossen. Wie es dazu kam?? Erich Zib hatte drei Monate lang über seine Wienerlied-Radiosendung aufgerufen, sich an einem von ihm ins Leben gerufenen und zur Verfügung gestellten Gewinnspiel zu beteiligen. Es gab die Möglichkeit, sich daran über Postkarten, Anrufen, bei CBA eintragen und auch per E-Mail zu beteiligen. Das Ergebnis: 700 Mails, überwiegend aus dem Ausland, trudelten bei "Mr. Radiowienerlied" ein und unter denen wurden dann die Gewinner ermittelt, denen Erich Zib fünf Donauschiff-Rundfahrten mit Musik, fünf CDs "Ewiges Wien" und sechs Notenhefte mit Wienerliedern zur Verfügung stellte. Unter den Gewinnern waren eben Georg Olm und Trude Binder aus der Schweiz (sie war an diesem Nachmittag nicht anwesend), die die gewonnene Donaurundfahrt-Schiffreise gleich begeistert einlösten. Georg Olm ist Musikfanatiker und hat während seines Aufenthalts in Wien ununterbrochen die unterschiedlichsten Konzerte besucht. Er war auch am Schiff und beim "Wiener Klang" und schwärmt für Wienermusik. Früher war er Beamter und ist jetzt in Pension. Er erzählte Erich Zib, daß er bisher mehr als 6000 Tonträger gesammelt hat und auch immer wieder neue CDs bestellt.

Jürgen-Michael Bacher kennt Zib schon längere Zeit, er war ein Jahr zuvor in Wien, besuchte eine Wienerliedveranstaltung und ist daher mit ihm im laufenden Kontakt. Er sucht Noten, Melodien usw., denn, wie er erzählte, die Wiener- und die neapolitanischen Lieder gehören zu seinen Steckenpferden. Heuer wieder in Wien, lud ihn Erich Zib eben zu diesem Nachmittag ein und wir durften eine Kostprobe seines Könnens hören.

Jürgen-Michael Bacher und Erich Zib (v.l.)

"Der Berliner Droschkenkutscher" , eine Idee der beiden Herren Zib und Bacher, unser altes Fiakerlied mit einem Berliner Text zu versehen, den wienerischen ¾ Takt etwas zackiger und zügiger aufzubereiten – und eben dieses Lied brachte er uns mit. Köstlich, er erntete dafür viel Applaus.

Nach diesem Auftritt folgte Ingrid Merschl, musikalisch begleitet von Günter Schneider, wieder lustig und schwungvoll wie wir sie kennen, sang die "Fiakermilli", "Mir Weana san Lamperln" , "I sing halt so gern Weanaliader" mit der Bemerkung zu Bacher: "Hab's mi verstanden, liaber Herr?" – Natürlich nicht! Aber das tat ihrem Vortrag keinen Abruch, sondern sorgte nur für Heiterkeit und gute Stimmung.

Wolf Frank erzählte Gschichtln a la "Heiteres Bezirksgericht" und Kurt Strohmer, seit heurigem Herbst bei der "Posch-Runde" als Beirat tätig, erzählte von seinem Besuch beim Berliner Wein-und Winzerfest und brachte den "Draher-König" (Kurt Svab), den "Klanen Strawanzer (Rudi Luksch) und "I hab ka Angst ums Weanaliad" mit.

Nach der Pause gab es ein Wiedersehen mit Erich Zib und Wiederhören mit lustigen Liedern wie z.B. "Das Schönste im Urlaub is a Schnitzel" von Wolfgang Aster, Musik, und Herbert Svatek, Text. Weiters "Das Handy-Lied" aus der Feder von Erich Zib und Heinz Riemer, eine originelle, typische und aktuelle Beschreibung aller "Handysüchtigen". Eine Draufgabe gab es dann noch von ihm, das Couplet "Der Einkauf". Noch einmal sang Ingrid Merschl , großartig von Günter Schneider begleitet "In Wien gibt's manch winziges Gasserl" und "Ich kenn ein kleines Wegerl im Helenental".

Schneider sah man dann bei den folgenden Liedern die Freude richtig an, da war er in seinem Element, als er Kurt Strohmer in die "Endrunde" begleitete und zwar mit dem "G'schupften Ferdl", "G'sichter" und "Traumstadt Wean" (beide deutschen Texte von Strohmer) zu "My Way" und "New York" und als begleitende Worte beteuerte er Überzeugung und aus ganzem Herzen, wie sehr er zur Wiener Sprache in den Liedern stehe.

Es war ein sehr schöner, lustiger und perfekter Nachmittag von dem alle zufrieden und beschwingt nachhause gingen.
 

DIe Veranstaltungen der Vereinigung "Robert Posch" sind, wie immer, bestens besucht.

Jürgen-Michael Bacher, der unter dem Künstlernamen "Principe" bekannt ist, wurde in der Mitte des letzten Jahrhunderts im Zentrum Berlins geboren. Dort hatte er schon neben der Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt mit der ersten Gesangsausbildung zum Tenor bei Kammersänger Paul Gerhardt begonnen. Nach zwei Jahren aber waren Beruf und Familie vorrangig.

 
Jürgen-Michael "Principe" Bacher  
1999 bis 2004 hatte er die Gesangsausbildung wieder aufgenommen, und zwar überwiegend bei der Opernsängerin Margarethe Pape. Von Anfang an suchte er die Nähe zum Publikum: Als Solist unterstützte er von 2000 bis 2003 das Orchester "Kristall", eine Vereinigung russischer Aussiedler in Berlin, und trug so zu deren Integration bei. "Principe" widmet sich als freier Konzertsänger in seinen eigenen Recitals neben bekannten Tenorarien aus Oper, Operette und Musical vorwiegend seiner Passion, den beliebten neapolitanischen Volksweisen und Wiener Melodien. Seinen Vorbildern widmete er persönliche Erinnerungskonzerte, so 2003 für Enrico Caruso und 2004 für Mario Lanza.

Er unterrichtet Sänger, Manager und Politiker in Rhetorik und Performance, auf Wunsch auch mit intensivem personal-coaching, und gestaltet als versierter Autor Ansprachen, Reden, Texte und Gedichte ebenso privat wie im Auftrag; auf Wunsch steht er auch für Lesungen, Conference und Moderation zur Verfügung,
http://www.juergenmichaelbacher.de
     
 
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Alle Fotos: daswienerlied.at/HSK  

HSK

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erstellt am 02. 10. 09 © http://www.daswienerlied.at