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Die Vereinigung "Robert Posch"
ehrte Siegi Preisz zum 75. Geburtstag

Unter dem Motto "Fröhlich beinand" widmete die Wienerlied-Vereinigung "Robert Posch" dem Sänger Siegi Preisz den Nachmittag anläßlich dessen 75. Geburtstag. Mit dabei waren Prof. Marika Sobotka, Helga Kohl, Luise Seitler, Prof. Gerude Kisser, Prof. Felix Lee, diesmal nicht als GOLA Duo sondern Solo, Karl Macourek am Klavier und Peter Rosen als Sänger und Moderator.

Helga Kohl, Karl Macourek, Prof. Felix Lee, Prof. Gertrude Kisser,
Siegi Preisz, Peter Rosen und Prof. Marika Sobotka (v.l.)

Siegi Preisz ist geborener Simmeringer (Jahrgang 1934) und gehört schon seit langem zur Wienerlied-Szene. Schon in der Schule sprach er gerne in Versen, parodierte Sänger und Komiker und durfte bei der Abschluß-Aufführung seiner "Schullaufbahn" bei Nestroys "Schlimme Buben in der Schule" mitwirken. Sein erlernter Beruf ist der des Leder-Galanteristen, doch nebenbei trieb es ihn immer wieder zur Musik und zum Theater. Er nahm an Schlagerwettbewerben teil, hatte Auftritte bei der Löwinger-Bühne, wirkte bei Fernseh-Werbespots mit, begann eigene Texte zu schreiben und kam dadurch zum Rubato-Musikverlag. Der wurde damals noch von Gretl Rubesch geführt und sie nahm auch einige seiner Lieder in den Verlag auf.

Von seinem erlernten Beruf wechselte zur er Post, der er bis zu seiner Pensionierung treu blieb. Er besuchte immer wieder Wienerlied-Veranstaltungen, "durfte" damals da und dort mitsingen. Heute gehört er dazu, kann auf vier Jahre Zusammenarbeit mit dem Lothar Steup-Trio bei den Veranstaltungen "Wienerisch am Abend" zurückblicken, hatte und hat Auftritte mit eigenen Liedern mit den Malat-Schrammeln, Prof. Leopold Grossmann, den Wienerlied-Vereinigungen, regelmäßig bei den Wienerlied-Abenden im Tivoli-Center im Böhmischen Prater mit dem Duo Schmitzberger. 1985 kam seine erste LP auf den Markt, eine CD mit dem Titel "Seh'n s' das is Weanerisch" folgte. Und aus all diesen Gründen wird er heuer von den Wienerlied-Vereinigungen als Sänger und Textautor für sein Bemühen um das Wienerlied und zu seinem jugendlichen 75. Geburtstag geehrt und gefeiert.

Jubilar Siegi Preisz

Man glaubt es kaum, wenn man ihn sieht, vielleicht hat ihm sein Beruf als "fleißiger Briefträger" der, noch ihn – noch ohne Aufzug – treppauf und treppab führte, zu seiner jugendlichen Erscheinung verholfen. Diemal war der Nachmittag bei der Wienerlied-Vereinigung "Robert Posch" für ihn reserviert. Begrüßt wurden Ehrengast und Publikum von Wolf Aurich, dieser mußte aber gleich wieder weiter zu einem Auftritt. Peter Rosen eröffnete mit dem Lied "Wien, du bist die Königen der Lieder" und machte Siegi Preisz zu Ehren seine besondere Aufwartung mit dem vorgetragenen Auftrittslied aus dem Mitch Leigh-Musical "Der Mann von La Mancha". Außerdem führte Peter Rosen heiter und lustig durch das Programm. Für die perfekte musikalische Begleitung der Interpreten war wieder Karl Macourek zuständig, Prof. Getrude Kisser begleitete die Sängerin Helga Kohl am Akkordeon zu den Liedern aus der Feder ihres Mannes Prof. Felix Lee, der vorerst nur als Gast dabei war (Kisser und Lee sind als das GOLA Akkordeon-Duo bekannt). So hörten wir "An Weana halt die Musi z'samm", "Jeder Tag ohne dich" und "Wien, du bist ein bunter Blumenstrauß", letzteres hat Lee zur einem Text von Luise Seitler aus Anlaß ihres 80.Geburtstages komponiert. Als besonderes "Extrazuckerl" brachte Akkordeonakrobatin Prof. Gertrude Kisser noch einen meisterhaft gespielten "Csardas" von Vittorio Monti.  

Prof. Marika Sobotka, Siegi Preisz und Kurt Jarosch

Dann wurde das Geburtstagskind – der wie immer ein wenig aufgeregte – Siegi Preisz, zum Mikrofon gebeten und Prof. Felix Lee begleitete ihn dabei am Akkordeon. Doch schon nach ein paar Takten war die Nervosität verflogen und wir hörten von Siegi Preisz zwei Lieder, von denen der Text von ihm stammt: "Das schönste Bild" und die lustige "Frnjak-Polka" und auch ein Wienerlied-Medley. Bevor die Ehrung begann, stellte Peter Rosen noch die gesangliche Frage an Preisz: "Wo ist die liebestolle Zeit…?" Geehrt und ausgezeichnet wurde der Jubilar mit der "Gläsernen Lyra" und einer Urkunde, wie bereits eingangs erwähnt, für dessen Verdienste um das Wienerlied und zu seinem 75.Geburtstag. Luise Seitler stellte sich mit einer Laudatio ein und ließ es sich nicht nehmen, ihn mit einem selbst hergestellten "gestickten Violinschlüssel", einer Anstecknadel und einer Urkunde zu ehren.

Im zweiten Teil brachte Prof. Marika Sobotka ihr Ständchen mit "Das Herz in der Rind'n", "Diese Welt" und "A fescher Pensionist". Zwischen den lustigen Gedichten von Rosen sang Siegi Preisz "I bin so schwach, i kann net na sag'n" von Helmut Schmitzberger, "Wann im Leb'n amal Halbzeit is'". Darüber hat sich Hedy Slunecko-Kaderka persönlich sehr gefreut, stammt doch der Text zu diesem Lied, das einst von Heinz Conrads gesungen wurde, von ihrem Vater, Josef "Pepi" Kaderka. Und sie hatte es seit den Conrads-Auftritten nicht mehr gehört gehabt. Als Schluß seines Auftrittes sang Siegi Preisz noch ein schönes, schwungvolles Wienerlied- und Evergreenmedley, das von Prof. Felix Lee zusammengestellt wurde. Mit dem Lied "Wien, Wien nur du allein" ließ Peter Rosen den schönen Nachmittag ausklingen.

Lieber Siegi Preisz, wir schließen uns der großen Gratulantenschar gerne an und wünschen Dir alles Gute und noch lange viel Freude am Singen und an der Wiener Musik!
   

HSK

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erstellt am 31. 03. 09 © http://www.daswienerlied.at